Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 16 (20.4.1847)
- Date
- 1847-04-20
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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126 v»cw '«»5 i5v6 »27 261 vv 52v vmc v2'27i 12125p 2v»7p vvw5 rne s»6 )5v5r, da lebt ein Volkumhergeworfen und zerstreut unter allen Völkern in allen Landern deines Königreichsdessen Gesetze sich von den aller an; dern Völker unterscheiden u. s. w. Hierauf bemerkt der Talmad in o5w Folgendes: ^v 6)2?v6 vv vc» 2)bv2, ein Volk, daS in -er Ausübung seiner Gebote schläft, vorn 65,;5'?v w5 65,;5'?p,526 65? 2vic v2'27,;5»7p, sonderlich ihre Gebote, sie genießen weder Speise noch Trank von uns, knüpfen keine Ehe mit uns an »22253 625 25,2 ,POP7 O'5,V O2'6 ^5p2 >27 26, Die Auf; trage des Königs befolgen sie nicht, indem sie immer vorgeben: heute sei Ruhe, oder Säbbathtag. (Fortsetzung folgt) Wie hat der Lehrer seine Catechisativn einzurichten, daß sie nicht nur belehrend, sondern auch erbaulich werde? (Beschluß.) Deten und Gebete sollen die Kinder freilich in der Schule lernen; soll aber das Gebet mit dem Inhalte der Katechisation in Verbindung stehen, so wird der Lehrer meistens das Gebet selber sprechen müssen. Sollte nicht auch der Lehrer im Allgemeinen eher als die Kinder in die rechte Stimmung des Betenden sich versetzen und den rechten Gebersron, der die Herzenssaire der Mitbetenden zum Anklingen bringt, treffen können? Und gar das Gebet aus dem Herzen, das doch unleugbar tiefer eindringt, muß doch wol dem Lehrer allein zugemuthet werden. Kinder sollen freilich auch lernen, mit ihren eigenen Worten zu beten, aber den wirklichen Gebrauch sollten sie doch wol nicht machen vor ihren Mitschülern» Gebete mit Kindern müssen, wenn sie nicht geschwächt und unwirksam werden sollen, kurz sein, denn eine, zu lange Spannung des Gemülhs führt zur Abspannung. Auch muß der Lehrer auf Abwechselung sinnen, und nicht bloß und immer beten zur Einleitung auf die Religionsstünbe. Wenn die Herzenserhebung im Gebet als Resultat der Unterredung wie von selbst sich findet, 0, bannest es gleich einem sanften Frühlingsregen, der still auf die gestreute Saat herakträuft und freudiges Wachsthum befördert. — Wenn daS Heilige unnöthkg an Ohr und Herz anschlägt, so wird es ekwa^ Gewöhnliches und verliert seinen Reizman muß darum auch Maaß zu halten wissen und nicht gar zu oft solche Schulgebete beten lassenwenn man dadurch wirklich erbauen will. (Liturgischer Religionsunterricht.) 5. Aeußere Ordnung in der Schule und Benehmen deS Lehrers gegen feine Kinder. Zn der Religionsstünbe muß eine heilige Stille in der ganzen Schule sein. Zst es da ein Geräusck, wie in der AlltagSwelt, so wird man schwerlich über eine gemeine Gemürhsverfassung mit seinen Kindern hinauskommen, da ja die im Innern angeregten oder anzuregenden Empfindungen von außen her wieder zu Nichte gemacht oder ganz niedergehalten werden. Selbst das Ausschlagen von Bivelstellen, die in der Unterredung benutzt werden sollen, zieht die Kinder von dem eigentlichen Gegenstände ab. wenn dabei, als hieße es, der Erste der Beste, alle Hände in rasche Bewegung gerarhen, und unter dem Gebläkter an allen Ecken und Enden eine Stimme laut wird, die in aller Hast das gefundene Wort dazwischen schleudert. Zst es wirklich nörhig, daß ein Schriftwort von allen Schülern aufgeschlagen werde, so ivares man mir dem Vorlesen doch so lange, bis es von Allen gefunden ist, und lasse es dann von einem der besseren Leser gut verlesen. Meistens wird das Aufschlagen gar nicht nörhig sein, entweder wissen einige Schüler daS Wort aus dem Gedächrniß zu citiren, wenn man ihnen nur zu Hülfe kommt, oder der Lehrer führt die Stelle selber an, spricht mit den Kindern darüber und giebt sie nachher zu Memoiren auf. Beiläufig werde hier noch erwähnt, daß der Werth einer Katechisation und ihre Erbaulichkeit nicht darin zu suchen sei, daß sie von Dibelstellen bis zum Triefen voll sei. Weniges und das Rechte ist eine goldene Regel in der Methodik des Unterrichts.— Auch die Disciplinarmittel müssen in der Religionsstund« andere sein, als man sie in andern Unterrichtsstunden wol anwendet. Körperliche Züchtigung, Straf- und Scheltreden dürfen den Vortrag nicht unterbrechen. Der unruhige und unaufmerksame Schüler werde durch ein kurzes Stillschweigendurch einen ernsten Wink und höchstens durch ein Wort wieder angezogen. Verdient daS Versehene ernste Rüge, oder Härtere Sftafe, so warre man damit bis zum Schlüsse brr Stunde.