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Der treue Zionswächter · 1847-04-20 · 16 (20.4.1847) · page 5

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
16 (20.4.1847)
Date
1847-04-20
Page
– (sequence 5)
Language
German
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» <»W 125 licke Prinzip.: st lange, bis der immer anfchwellende Strom cker Leidenschaften den letzten Flimmer ihres Glaubens überfinthet, und gerne schenken sie dann den schwachen Rest ihres jüdischen Seelenheils für eine Handvoll ErdengutS hin. „Aber falsch ist die erheuchelte Gunst, eitel erborgter Schimmer." »viv kcn sin ipc Ein Gott hat es einmal verhängt über Israel daß es dadurch der Värersünden wie sein eigenes Vergehen aussöhnend, vom gelobten Lande vertrieben, machtlos in den vier Erdenwinkein lebe Wie es heißt im Midrasch, mit dem Bündniß mir w-uft zwischen den Stücken: „vrnzü fragte einst den Herrn, wodurch Er seine Kinder, so sie sich gegen ihn vergehen sollten, zurückführen und ihnen vergeben wolle. Hierauf erwiederte ihm der Herr: er werde sie bessern und ihnen verzeihen; entweder noch hinieden durch manche Bedrückungen unter fremdem Herrscherstabe, oder erst im bessern Leben durch jenseitige Züchtigung. Und der fromme Vater otNIb war erbötig, Ersteres für seine Kinder zu wählen." Stimmet daher, Nachkommen mit der trefflichen Wahl eures Vaters überein, und folget mit Sanftmulh u. Freude dem Winke der Vorsehung, wohin sie euch leitet, schmieget euch gutwillig unter fremder Botmäßigkeit, und seid nicht hochmüthig genug, die Unterdrückung mancher Freiheiten nicht gedulkig tragen zu wollen. Denn wir sind unserer Sünden willen wie ungehorsame'Kinder von ihrem Vater in die Fremde verwiesen. Das Kind also, welches mit ausdauernder Ergebung die Widerwärtigkeiten der Fremde erduldet, kann immer froher Heimkehr entgegensetzen; daS aber »ur mit Unwillen die Pfeile des Schicksals, die eS doch so und so bekennen muß, trägt, darf keinen Blick in die Heimarh richten, denn ihn bessert doch die Fremde nie. So denn, wie, meine Freunde, in diesem unserm Exil derjenige, der seine der Vergebung des Herrn ihn encgegentragende Emigration mir Kraft und Willen trägt, der sei der Verzeihung des Herrn versichert. Derjenige aber, der durch Verletzung seiner religiösen Pflichten, oder gar durch Verleugnung seines jüdischen Glaubens dessen politischen Standpunkt zu verbessern gedenket: der ist zur ewigen Verdammung reif, und schmachtete er auch hienieden in den Fesseln des bittersten Druckes. Hörr, waS Mosche zu Israel sagte: Sollte unter euch eine Giftpflanze wurzeln, und eS wäre denn, indem sie die Worte dieser Verfluchung, welche Israel vorzüglich mir dem Untergange seines Staats und der Auswanderung in fremde Gegenden droht, vernimmt, und eS wäre dann, daß sie stolz sich brüste: mir wird Friede sein, st ich nur dem Dünkel meines Herzens folge. Denn nur das Sich-Linschränken, die ängstliche Befolgung alle- Ceremoniellen bringt dem Juden Schmach und Verachtung von andern Nationen. Nein, dem wird der Herr nie verzeihen wollen sev» ck '7 und an jenem Tage wird entbrennen der Zorn des Herrn, und Rachewuth gegen diesen Mann. Wen» auch schwer auf ihm ruhen sollten die Verfluchungen alle, die in diesem Buche ausgezeichnet. Der Herr jener Verfluchungsformel wird, und wenn sie auch an ihm in Erfüllung gehet, dennoch ihm seiner Sünden nicht rein wissen wollen. Traget also freudig eureHeimathSlosigkeir, denn eigenes Treiben und Bemühen dagegen ist eitel, windiger Gedanke. DtS nicht Er, der Allmächtige, sich seiner Zerstreuten annimmr und es heranbrichr, das ewige Morgenroth des langst verheißenen Heils. Nicht uns kommt eS zu, die Gunst unserer nichrjirdischen Mirbrüder uns zu erschleichen, nur Seinem Willen, Seiner Macht bleibt eS Vorbehalten, ein günstiges Ansehen bei Königen und Fürsten, Heilung uns beim Volke zu verschaffen. Die Geschickte aller Zeiten lehrt uns, daß demjenigen, welcher seine Religion treu beachtet, kein Uebel widerfährt, iwc V7V7'^. Suchet nach in unser» Schriften, zu keiner Zeit hak die Ausübung seiner Gebote dem Juden geschadet, sie schützt uns vielmehr in Tagen des Unglücks vor Verderben und Unheil. Treue und Tugend waren allein in traurigen Zeiten unsere Fürsprecher. So sprechen wir zum gläubigen Herzen. Aber auch politisch genommen, müssen diese Leutchen in ihrem Glückswahne sich getäuscht sehen, denn es ist sicher der Wunsch einer jeden Regierung, daß ihre Unkerrhanen ihrem Glauben treu und anhänglich bleiben sollen. Wer Verrärher ist an seinem Glauben, ist eS auch an seinem Könige , wer seine Religion verwirft, schont auch die Staatsgesehe nicht. WaS auf Erden könnte ikn wol abhalten, heimlich den Staat zu hinrergehen, wenn nickt in ihm die Furcht vor der Sünde vorherrschte? Daher ist eS seit jeher eifriges Bestrebe» der Mächte gewesen, ReligionStehrer uurer jeder BolkSklasse anzustellen, die da für die Erfüllung der religiösen Pflichten wachen, und das Unglück der Zeirverderbnisse tilgen sollen. Auf diese Politik gestützt klagte nach der De», tung deS Talmuds vielleicht auch der grimmige Haman uns bet wicvft an r örs v'iwr» j-z 7,201 ivvvv w

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