Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 16 (20.4.1847)
- Date
- 1847-04-20
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2625941-2626146-2626163--0894-2628470- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Original kalten, «ollen dessen eigenes Product unbearbeitet ü-rd abgesondert von jedem Zusätze geben, so wie ohne «circre hinzugefügre Noten den geschätzten Redner selbst sprechen lassen. l'wpp 2K V?22c2c 0t2 32 2vk t>ppc2;wVPP 2K V22LP .?71>LZ;'22p 27k V222L2 ^2 0NVL2 Diese Vergleichung muß gewiß jeden Denker zum Nachsinnen auffordern, da er doch harre nnbezüglich sagen können : Wenn der 2K des 2?K hingegen wieder vervielfältigt werden. Um dieser Vergleichung einen S>nn zu geben, gehen wir zu einer ähnlichen, noch schwicrigcrn Stelle in oLap 2^sk Cap. 9. B. 30 und 31 über: L'-pL '12' O'22vpLcn 2^:'?2'2>'272p 22>'Lv OP 2ck2 O^'2pl2 2(',2 O'22O 'v' t?k OI'PVl, OlpltO »227 O^2I . OH22 Lv WP 2tk2' O2öw daß sie das Purimfest iu seiner Zeit feiern, wie es der Jude '272p und die Königin 2ock bestätigten, und so wie sie die Fasten und Vertage für sich und ihre Nachkommen annahmen. Hier müssen wir dieselbe Schwierigkeit erheben. WaS will der Text . damit gesagt haben, daß die Grsammcheir den Purimin eben dem Grade feiere, als ihn Jene feierten? Noch ansivßeuder und auffallender lautet der Schluß dcS Satzes. Zn welcher Beziehung glichen denn die Purimtage den Fasttagen? Schon beachtet Eben Esra diese Unverständlichkeit und sagt, darunter seien die Fasttage um Jerusalem gemeint. Diese Erläuterung jedoch ist nicht hinreichend, unsere Bemerkung zu beschwichtigen. Zur Rechtfertigung alles dessen wollen wir nur noch einige Worte vvrausschicken, die zur geeignet?» Stunde gesprochen sein mögen. Es heißt nämlich daselbst (V. 28): O»2'tN 'Dl LV2IP KL 222N O'712'? Ppp 122V'Kö, und diese Purimeage sollen nicht vorübergehen bei den Jchudim und deren Andenken nie schwinden bei ihren Nachkommen. Auch hier scheint der Text nicht überflüssig und absichtslos den Ausdruck verdoppelt zu haben, sondern liegt, -meines Erachtens, in der Verschiedenheit der Worte eine hohe, zu beherzigende Moral die wir unterstützen und erläutern möchten durch die Worre der h. Schr. (v'2b2 's). Als unser verewigter Lehrer Mosche ges And: daS Bündniß mit Israel schloß, sagte er 'n v22 w p, sollte vielleicht unter Euch eine Gift- und Wermuthspflanze wurzeln, und es wäre denn, indem sie die Worte dieser Verfluchung vernimmt, daß sie in ihrem Uebermuthswahne stolz sich brüste : o, mir wird Friede t*in, wenn ich nur unumschränkt dem Dünkel meines Herzens folge (auf daß die Befriedigung der Gelüste dm Fieberdurst noch mehre) nein, demrwahrlich wird der Herr nie verzeihen wollen. Sondern wird vielmehr dann entbrennen der Zorn des Ewigen und^ dessen Rachewurh wider diesen Mann, und schwer werden auf ihm ruhen die Verfluchungen alle, die in diesem Buche ausgezeichnet sind; vhnstreitig eines der schwersten Sähe in unserer, Thora. Ein Antrieb, ein erhebender Sporn das, für einen Bösewicht dem Eigendünkel seines Herzens zu folgen, wenn er da die Verfluchungen von v'22 r,cv wahrnimmt, und dann, was Wunder denn, daß der Herr dem nicht verzeihen werde? warum ihm mehr als jedem andern Sünder? Leider aber führt uns die täglich gemachte Erfahrung zu der Erläuterung dieser v'svOv. Wir hören so Viele in unserer Mitte, zu sich und der Welt sagen: Nur in Entsagung seiner Religion liegt die Emancipation des Juden aufbewahrr. Denn nur die unausfüübare Kluft der Religion allein ist es, die den Juden vom Nichtjuden trennt. Wie sollte Christ und Jude in liebevoller Eintracht leben können. wenn der cercmonielle Glaube sie so weit von einander trennt? Nicht sie entfernen sich von uns, wir selbst treten zurück vor ihnen zurück in die engen Verschanzungen der Religion. Wie sollten nicht andere Nationen mit verächtlichen Blicken auf den Juden herabschauen, nicht bittere Pfeile des Hohns ihm zusckleudern, so er Nichts von ihrem Mahle genießet, die Verehelichung mir ihren Töchtern als nachrheilig und lasterhaft ansiehr. Ueberspringr doch einmal die eherne Scheidemauer eurer Religion, zrrspengk die Fessel, die eure Willenskraft lähmt, ja schüttelt nur ab die drückende Last, womit euer schönes Leben überall beschwert ist, und schließt euch auch andern Nationen an: Ihr sollt eS sehen dann, ob nickt der schmähliche Druck der Zurück: setzung sich allmahlig verliert. So leider denken gar viele von unfern Glaudensbrüdern, und mir dieser Denkungsart laufen sie ihr« Lebenskette bis zum Grabe durch, dem einzigen Orre, wo diese Unglückseligen ihres Trugbildes inne werden. Sehen sie besonders, dass sie (waS wol der Zufall wollte) wirklich einige Erleichterung erhaschten; lächelt ihnen vom Ungefähr begünstigt ja der böse Glückstern— 0, dann folgen sie unaufhaltsam dem mächtigen Drang« ihrer Willkühr, eilen mit ausgebreiteten Flügeln in di« Arme der Ueppigkeit und weltlicher Lust. Za Viel« nähren in ihrer glühenden Trunkenheit jeneverwerft