Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 16 (20.4.1847)
- Date
- 1847-04-20
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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sohlen wurde (V. 12) redete Gott zu Moses: Sprich ru--Zsrael : vor Allem sollet Ihr meine Sabbathtage beobachten, der den Sabbakh entweihet, soll getödtet werden. Ferner (35, 1), dieses sind die Dinge, die der Ewige zu verfertigen befohlen hat, sechs Tage aber darf nur Handwerkarbeit gemacht werden, denn der siebente Tag soll Euch heilig sein u. s. w. ES folgen nun die für das Heiligthum geborenen Arbeiten (siehe Raschi und Bieur von Mendetsohn) Hieraus entnehmen unsere Weisen, daß jede Arbeit, die die Gründung des Heiligthums erforderte, eine am Sabbat unerlaubte sein müsse, denn sonst würde sie zur Förderung eines so heiligen Zweckes gewiß nicht verboten worden sein. Dieselben folgern daraus 39 Arbeiten, welche beim pLp für den Sabbat bei Todesstrafe untersagt worden. Hierzu gehört z B. auch das Schreiben. Die Arbeiter müßten auf die Bretter Buchstaben schreiben, um dieselben passend an einander zu reihen. Daraus, daß man am Sabbat den Bau des HeiligthumS ganz har unterbrechen müssen, laßt sich der Schluß ziehen, daß auch das Schreiben verboten war. Wie schon angedeutet, finden wir über alle diese Satze Aufklärung in der Tradition, die. uns nur lehrt, wo und wie sie in der heiligen Schrift zu finden sind. Als Argument gegen den ausgesprochenen Zweifel, ob am Sabbat, wenn er mit der Erhaltung der Existenz in Zwiespalt gerärh, die Arbeit gestattet sei? diene der Vers: am siebenten Tage aber, sollst du feiern, selbst zur Zeit deS Pflügens und der Ernte, (2. B. M. 34. 21), er sagt nicht den Ausdruck, du sollst nicht ernten, sondern zur Zeit -> tpÄ L'iin. obgleich dann deine Existenz daran hängt, mußt du dennoch feiern. Die dritte Frage, ob eS dem Gewissen des Individuums überlasten sei, ist hinreichend beantwortet durch den Einwurf des H. R. W. und des H. A. durch die Erwähnung der über dem v'bV copp verhängten Todesstrafe, wie könnte ein Gericht über Dinge, die dem Gewissen überlassen sind, richten? Herr Or. P. erwiederre, man habe daher Gott befragen müssen, weil Niemand wissen könnte, ob er es mit Frevel gegen Gottes Gesetz oder aus Zrrthum gethan, diese Erwiederung ist sehr unbegründet, denn wozu ist's sü oft in der heil. Schr. wiederholt, wer den Sabbath verletzt, soll getödtet werden, würde man stets Gort fragen können, ob es frevelhaft oder absichtslos geschehen ist? Ist das Gesetz nur für MofeS allein gegeben, welcher immer Gott fragen konnte? Ferner ist gesagt, ib dcv» 2v cw §6 »2, denn es wurde nicht entschieden, was man ihm thun soll, so ist ausdrücklich gesagt, daß ihm eine Strafe zukämmr, sie wußten nur nicht, welche. Nach Herrn P'S Ansicht müßte eS heißen, ü tb vk> vrv s>b '2, es war nicht bekannt ob ihm Strafe zukommen soll, auch müßte es nicht üb '2 vw, sondern vvv bb »2 heißen. Es ist also klar wie die Gegner des Herrn P. bewiesen, wie alle Commentare erklären, sie wußten nicht, welche TodeSarr. Die Ansicht des Herrn P., es seien nur zwei Todesstrafen im Gerichte der Israeliten gewesen, Schwert und Steinigen, scheint in einem Zrrrhume begründet zu sein, da gewiß dem Herrn Rabbiner» die Bibelstellen bekannt sind, -pco ci>I ov6 boo '2 ,'22 c'ü oz,, auch die Mischna pIM wie 2b'pv 7*2 210m nid. Ein ähnlicher Zrrrhum scheint obgswalter zu haben, wenn, Herr P. wegen des Gesetzes, das auf das Zerreißen eines Blattes Papier die Todesstrafe sehr, sich rarhlos sieht. Die Mischna lautet aber bv nijv wob om, wenn man eine Nahe aufrrennt, um deren Stelle zu verbessern und wieder zuzunähen, d. i. eine 22dbv 2d, während das unzweckmäßige Papierreißen nur j2277p verboten ist. CxcerpLe aus einer Rede des Hrn. Oberrabb. S. W. Schreiber zu Presburg. Wir hakten jüngst das Vergnügen, eine 2077 von unfern» vielgeliebten Herrn Oberrabbinen zu hören. Sie war, wie gewöhnlich, in seinem jüdischen Dialekte nicht minder einwirkend aufs Herz, wie dem Ohre seiner Zuhörer vollkommen zusagend. Sie wußte sich durch ihre Einfachheit und Ungezwungenheit eine solche Form zu geben, und ihre Ansichten so frei und offen auszusprechen, daß sie mir hiyreißender Gewalt jedes fromme Herz bewegen mußte. Wir glauben daher den geehrten Lesern dieses Blattes mir einer Excerpke nicht unwillkommen zu sein. Wir wagen, dieum so eher behaupten zu dürfen, weil sie ganz ernst und vollrömg in das Gewirr der Jetztzeit eingreifr und mit traditioneller Historie gelehrig überzeugt, daß daS heutige Zerwürfniß feiner, nach meiner Ansicht für die Orthodoxie unschätzbaren UebevzeugunLnach, scymr einst unter Israel herrschte. Wir wollen uns übrigem? ganz treu an das