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Der treue Zionswächter · 1847-04-20 · 16 (20.4.1847) · page 2

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
16 (20.4.1847)
Date
1847-04-20
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Existenz aufgehoben würde, und 3) ob es überhaupt dem Gewissen des Individuums überlassen sei? so sind deßhalb einige Arbeiten zym Muster in der heil. Schr: ausdrücklich angegeben, wodurch jeder Zweifel beseitigt werden soll. Und zwar erstens sagt die heil. Schr^: wmzcw cf» 1-W3N f»b, Ihr sollt in allen Euren Wohnungen am Sabbath kein Feuer anzünben (2. B. M. 33, 3). Es wird wol kein Vernünftiger denken können, daß das Feuer - Anzünden eine anstrengende Arbeit sei, und dennoch ist sie am Sabbath verboten. Ferner sprach MoseS beim Mannafalle: Dieses hat der Ewige gesprochen: ein heiliger Ruhetag ist morgen, dem Ewigen zu Ehren, waS Ihr backen wollt, backt heute, waS Ihr kochen wollt, kocht heute, (2. B. M. 16, 23). Das Kochen und Backen muß wol ebenfalls für Leine anstrengende Arbeit gehalten worden sein, es würde sonst an den der Freude und dem Genuß geweiheken Feiertagen nicht erlaubt sein; gleichwol ist es am Sabbath verboten. Ferner erinnere ich an das strenge Gesetz: '2'2cr> wrppp c'f> c'f> vc Zeder bleibe an seiner Stelle, Niemand gehe von seinem Orte, (2. B. M. 16, 29). Ist wol daS Weggehen von seinem Orte oder Stelle auch Anstren, gung? Ebenso hie strenge Grenze des Propheten wo er gebietet, '»vc») ^7 -ui» fvtw, keine Geschäfte ZU bezwecken und kein Wort davon zu sprechen. Ist das Sprechen auch als anstrengende Arbeit zu betrachten? Nehmen wir das Gesetz buchstäblich, so müssen wir wie die Karairen iy finstery und kalten Zimmern den Sabbathrag wohne», oder das Gesetz, Zeder bleibe an seinem Orte u. s. w. wörtlich befolgen. Da dieses aber, wie jeder Vernünftige wol cinsieht, nicht die Absicht unserS göttlichen Gesetzgebers sein konnte, lehrt uns schon die Tradition, die uns über alle scheinbar dunkeln Stellen der heil. Schr. die nörhige Aufklärung errheilt. Wer sich nun der talmudischen Tradition rarhlos entzieht, der würde die Satzungen der Bibel wörtlich in demselben Sinne der Karairen befolgen müssen, also, auch in dem Gesetze; (2. B. M. 16, 22) oder sollte die Tradition nur vorhanden sein zur Err leichterung? — Gehen wir zu der Ursache der Sabbathfeier zurück, so finden wir, daß nicht die Anstrengung der Arbeit, sondern die Arbeit selbst verboten sein kann , iydem der Sabbath von Gort bei Vollendung seiner Schöpfung geheiligt wurde, und zu diesem Andenken dieser Tag anbefohlen ward, zu heiligen. Bei Gott findet keine Anstrengung statt; er sprach, und eS geschah*), also nur Dinge, die nicht waren^jn.ihrem Wejen hervorzubringen, heißt demnach eine. Arbeit.» Zn demselben Sinne ist auch der Ausspruch des Tal^ muds tww rwvü cncnv c>cf>öv eine zweckmäßige Thärigkeit verbietet die Thora; diese bilden 39 mcübp "vst, welche traditionell und nach der heil. Schr/ herzuleiten sind. Es ist zweitenauch die Bestimmung der am Sabbath verbotenen Arbeiten in der Bibel deutlich erwiesen, so daß ihre specielle Aufzählung als überflüssig zu erachten ist. Als Zsrael nämlich mir dem größten Eifer bei der Gründung des jzcpttcnttv oder HeligthumS war da wurde ihm verboten, am Sabbath dieses heil: Werk zu fördern, dies ersehen wir 1) (2. P. M. 31). Nachdem ihnen die Arbeit für das Heiligthum anbe- *) Als an ihrem Platze sei es mir gestattet, die Zweifel des vr. Sin seiner Vorlesung (Ä. Z. d. I. No. SS 1815) in Erwägung zu bringen Er stellte die Frage an die Geistlichen in Israel, ob sie den Glauben an die Ruhe des Schöpfers mit dem Judenthume vereinbar -alten? »Er ist gewiß vereinbar, wenn es nur richtig aufgefaßt wird. Die Bibel nennt das göttliche Wesen '7- L; der Talmud erklärt dieses n 'n-mSr Sw »-S ich habe zu meiner Welt »genüge« gesagt oder verheißen. wie fern es für eine Wohlthat der Vorsehung zu halten ist, diene Folgendes: Gott ist unendlich und der Vollkommenste; die von ihm geschaffenen Dinge sollten sich dem Meister ähnlich vollkommen, unendlich ausdchnen. ziehen von der unendlichen Ausdehnung, me heißt eigentlich anfhören, und cw», heißt einziehen; und schließt: »2 n mrr-d Sm ieS unÄo ^20 mv er hörte auf von all seinen Arbeiten auszuführen), welche Gott so geschaffen hat, um dadurch den Menschen die Gelegenheit zu einemMtigen Wirken zu geben.

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