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Der treue Zionswächter · 1847-04-13 · 15 (13.4.1847) · page 6

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
15 (13.4.1847)
Date
1847-04-13
Page
– (sequence 6)
Language
German
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find es ja nicht die' abstrakten und allgemeinen Begriffes die daSHerz nähren ukd den Willen begeistern, sondern das Lebendige, das Anschauliche ist'S, von dem wir solche Wirkungen zu erwarten haben. Weitläufige Degriffsdeductionen wodurch natürlich der erbauliche Vortrag leidet, nimmt man mit Vortheil, wenn sie nicht zu umgehen sind, in den Stunden für Sprach- und Denkübung vor, wie mann denn überhaupt in allen übrigen Unterrichtsgegenständen für den Religionsunterricht sich weislich in die Hände arbeiten muß. Auch wollen wir nicht die katechetische UnterrichtSform in ihrer weitesten Ausdehnung und ausschließlich angewandt wissen, sondern fordern es, daß der Lehrer die passenden Veranlasiungen zu kurzen Vor-, Zwischen- und Nachreden nicht unbenutzt lasse, passende Verse und Bibelstellen benutze, den Eindruck der Wahrheit zu verstärken und den Entschluß zur treuen Uebung des Guten zu befestigen. Nie, nie lasse sich der Lehrer bei der Behandlung von Religionswahrheiten auf Klügeleien ein. Wo der Verstand anfangt zu klügeln, da lauft das fühlende Herz davon. Mir Kindern klügeln über Lehren der Religion, heißt, so hat Jemand gesagt, ihnen die Brust abheben und das Herz zerschneiden. 3. Die Sprache. Die Sprache des Katecheten sei immer eine für die Kinder faßliche und verständliche, darum kunstlos und natürlich in der Constructivn, einfach in ihren Verbindungen; doch soll sie auch in denParthieen der Katechisärivr«'. 'die es zünachst mir der Belehrung zu rhun habm, immer eine edle bleiben und nicht zu einer gemeinen'oder. kindischen herodsinken. Bei allen Tkeilen 6er Kar'e'chisätibn'aber, Wb üiaN dringender und iw Zusammenhänge Hevz sprechen will) Muß dw Spräche fiäj'iMben») MMsWer'' ÄeiLSchlichM'-uiM'iw-HiE crnfächAs'Schüüickö NustttMls-ld2iM ein hassend!gewahl« M6MK ^greO^SüS'»-rK tt«kSvl«we-^BUd!'-lÄÄtz .tzMgMLchrrbe^ Vörb'MiM^heiÜ 'Schrift)-!muß1sse LeliÜ?tzrkliüßen?^sirdesi>WgM^männlichenrErM festen VörfatzeO aN'feÜ^^soL ferner Stesse) als wo Man KEr krmahNen mnd"befi fernivill. Wer kann dielange Ermahnungsredeaus? halten! Selbst bei der Belehrung der Kinder ist es nicht die aus deck MuNde des Lehrers strömende Wortfülle, die zum Ziele führt. Wo der Lehrer "wenig Änd dir RiNder viel sprechen ) da ist man auf der rechlen Bahn. Wo aber einer Masse pon Worten nur wenige oder gar keine klare Gedanken zum Grunde liegen) da denken die Kinder bald gar nichts mehr, und sie hören nichts als Schälle, leere Schälle. Man hüte sich auch vor immer wiederkehrenden Wendungen in der Sprache und vor beißenden Redensarten und renne sich nicht fest an gewissen Formen seiner catechetischen AuedruckSweise. 4. Lehrton und äußerlicherVorrrag überhaupt. Nur wenn der Lehrer den rechten Ton trifftwird im kindlichen Gemüche die Saite erklingen, die er mit seinem Worte berühren wollte. Es dürfen darum nicht alle Carechisationen, noch alle Theile Einer Carechisation aus Einer Tonart gehen; und nicht nur der Gegenstand der Unterredung, sondern auch chie De: schaffenheit der Kinder erfordert einen verschiedenen Lehrron. Zm Allgemeinen könnte man nach den drei Hauprvermögen des mrnschlichen Geistes unterscheiden, den ruhigen Ton der Belehrung, den erregenden Ton der Gefühle und den kräftigen Ton der Thatkrafr, und daraus den ersten Wink entnehmen für den erbau, tichen Lehrron. Dann sieht auch fest, daß bei allen Religionsgesprächen der Ton ernst und feierlich gehalten werden müsse, jedoch ohne alle Ueberrreibung. ohne alle Affecrakion und ohne allen leeren Schein. Eine gewisse Lebeudigkeir darfdem Tone und dem Vortrage auch nicht abgehen, wenn er belebend werden soll. Am richtigsten triste man es wol. wenn man allezeit sich selbst denkt, als den Barer der uns anvertraulen Kinder, und . in einem recht väterlichen Tone das iimerste Leben seiner Seele ihrem Herzen nahe legt. , . . , Wer da weiß., wie viel der Mensch und besonders das Kind.vvflr Aeußerlichen abhängig ist, der wird es gewiß, nicht tadeln, we»ju.wrr dann außer einer guten AeclAU'-tion aus, ei^e.)ieinfgche Gestikulation,. ein marsir- Uch.es MisMstMe auf, den. äußerlichen. Anstand, .und M8 ' Herth,)eg«i.. Doch,Meg nzss Künstelei, und ',a^ch Wt Äststrich yon^Theateriplesen.-.-7.-DV Miss. Platz, einnehmen,) so datz xx alle Schüler stets im Gesichte har.) Äufr und.Abgehen-^- Abgelesene Predigten gefallen nicht und verlieren einen großen Theil ihrer Kraft; sämcherlicher nehmen sich abgelesene Kakechisationen noch aus, und wir müssen darum" den freien Vortrag mir zu den Befördirungsmikteln der) Erbauung rech,L

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