Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 15 (13.4.1847)
- Date
- 1847-04-13
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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«W 118 M» religivn mir sich involviren, beide gWrer» in daS Reich der Chimäre, der Läge. Und solches Dürgerthum sollte Die Idee des ZudenthumS ergänzen, ihr zir Folie dlknen? Sie sehen, mein lieber 2, vom Erhabenen bis zürn Lächerlichen ist nur Ein Schritt. Lassen wir daS Bürgerthum seinen gehörigen Enkwickelungeproceß in seinem eigenen Bereiche vollenden; erhalten wir unser Judcnthum in seiner ursprünglichen Gestalt, in seiner Hehren Abgeschlossenheit» in seiner göttlichen Reinheit. Das ist unser Standpunkt, unsere Aufgabe. Nicht um Schmähen, nicht um Verdamme,» ist eS uns zu rhun, viel lieber loben »vir, zollen Anerkennung, erregen zürn Nachetfer. Aber des Tadclns- und Verdammenewcrrhrn geschieht leider so vieles, und Entschiedenheit und Eonsequenz, vor Allem über religiöses Dewüßksein, die Interessen dcS überall gefährdeten Gorresglaubrns Md eS, die uns zu sprechen, zu handeln bestimmen; wir können nickt weichen, dürfeu nicht zaudern. Je mehr w,r gehört werden, je ficherer »vir sind, daß unsere Stimme nickt spurlos verklingt, um so mehr «st es unsere Pflicht, die Stimme zu erheben, bis er ausgekampfr, drr schwere Kampf, bis es dem Herrn gefallen, Zweifel zu entfernen, Trug und Hinterlist zu entlarven, b«S er angebrochender Tag der Erkennrniß, der Tag der Gorrcsfurchr, ein einziges Volk, eine einzige Religion, ein einziger, ewiger Gort. Über Vvrstandswohle«. Von De» Eljakim. - -(Beschluß.) ' CtzaS nun die Mahl! stltzst betrifft, so haben sich tn neuerer ^etr hlerin bcb>suten'di^Mißgt»sie kundgegrbe»». ÄZenn früher, wie ^lr «ni V^rig^n btteirs tzezet^r häben, immer auf svlde Ä!stänner "Rücksicht'igeüormnen' würde, welÄe ÄmyrÄrunaen? lvt^ j^hön ttittvickrlr ' «urdenÄ'rö ^ecöten,^n»ne ^es -W^ikS ^iltsprWen^Vrr ^«^^^ÄÜrdi«se^errreie^Än^^ÄaeM8ä'gem'einb.e z»» sein^ vo^ommen iK'ttiilge'-lÜst'Ltei»'fL''säh^n^iv'ir dagegerr jetzt seit Jahren schön in vielen Gemeinden gerade ein entgegengesetztes Princip befolge»», welches gegen die herkömmliche Weise arg verstieße mit der Vergangenheit in einen grellen Comrast verfiel. Männer tratet» oft an die Spitze der Gemeinde, deren Ansehen durch Reichthllm und Gürerbesitz erworben wurde, die nichts desto weniger vornehme Ignoranz, und maaßloser Dünkel beherrschte , auch wol mir dem erborgten Glanze einer feinen Bildung großchaten, welche jedoch nichts als Leerheit und Oberflächlichkeit durchsckimmerü ließ.— Mit einem Worte, die Geldaristokratie, welche sich, »vie ja nicht selten, mit Stolz und Herrschsucht paarte, war die einzige Kaste, welcher die Befähigung zugesprochen ward, die Leitung der Gemeinde üderneh« , men zu können. Oft gab auch das größere oder geringere Degabtsein mit irgend einer Krnnrniß oder Wissenschaft, einem Zlveige der Verwaltung, oder Verrrautsein mit irgend einem. Fache der Admmistratiyr» den Ausschlag und bahnre den Weg zur Bekleidung des Amtes. Wir wollen keineswegs in Abrede; stellen, daß die Reichen und Reichsten auS'mannigfachen Rücksichten, welche hier anzuführen nicht am passenden Orte wäre, eher berechtigt und befugt sind, an-der Spitze der Gemeinde :zu »virken, kö»»nen es rden^jd wenig leugnen, daß Wclcerfahrcnheir, Bildung und Erfahrung in einer Branche der Kenntnisse und des Wissens einen Moment der Befähigung bilden können; aber der Mangel an echtem Eifer für das moralische und religiöse Heil der Gemeinde, durch welche Vorzugs, . weise das Gedeihen derselben erzielt wird, der Mangel an Selbstdurchdrungensein vor, religiösem Geistean '' Interesse für die gernürhliche und religiöse Richtung des Volkes kann keineswegs ersetzt werden durch dlos äußere Vorzüge, durch Geldkräfte oder sönsiigenGürerbesitz, auch nicht durch die etwaige technische Fertigkeit und durch oberflächliche scienkivische Bildung, ja nicht einmal durch umfass»,»de Kenntnisse in Kunst und Wissenschaft. *) Der wahre Vorsteher einer Gemeinde muß daher Würde mir? Einsicht verbinden, üüenrhalbe» vorsichtig und klüg verfahren - in alle,» Fällen zufolge seiner gesunden- Urtheilekrafk guten Rath enheiten»und wir Nachdruck ^»?!hat»deln wissenzur steten Wahrung ' Der Gentjeindeinrereffen ^-beflissen sein, wor aüem^- aber, wie der.'-AusötUekder Mischirah -jehrcl'l und' der Talmud ' äü - vielen- -StSllevU-sich'Hkerüb«'' aussMchr> ntuß.^ rer-dee - *) In-der? Mifchtta- Aböth 2. 2 heißt:eS- ÄotteS, .der'Relig'ionE wisien Wren u.'sl ty.'/'Die Dafis der ganzen Thätigkcit und Wirksamkeit bildet das o-H 'v^,-:die'ReliKo»^ 'der-'reliijröse 'Geist; das rcügiöse Gefühl, das weihe den Äorsteher,' daS durchdnnge? ihü.