Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 15 (13.4.1847)
- Date
- 1847-04-13
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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»W IlSj «inwirken soll, dieselbe Einwirkung auch im enrgegengefehttu Maaße stattfindet und stattfinden muß: oder soll wol etwa der Jude leine Religionsansichten dem christlichen Arbeitsmann beibringen? Aber man sagt, mit der Religion hat diese Verbindung gar nichts zu schaffen, es handelt sich hier nur um eine bürgerliche Gemeinschaft, um eine Annäherung in gesellschaftlicher Beziehung? Wer aber nur das jüdische Leben in Etwas Verhältnisse, sie umrankr, sie weihet und heiligt durch ihre Allgegenwart; er wird eS alsbald eingesteken, bürgerliches Gemeinleben ohne religiöses läßt sich nicht wesentlich voneinander geschiedene Religionen. Und der Zweck jener Gemeinschaft? Haben eS Enre Heroen nicht zumOefreren ausgesprochen, das Endresultat dieser Bestrebungen sei das Aufgehen alles specifisch Consessionellen in einander, also daö Aufhören aller positiven Religion. Und als radikales Mittel? Die Heiralhen zwischen Juden und Nichrjuden, werden sie nicht als der äußerste Pnnct jener Gemeinschaft und Verbindung bezeichnet und gewünscht? Sehr Ihr nun, wohin jene unschuldige, bürgerliche Annäherung, jene Arbeitebesähigung hinführt, hinführen muß und auch hinführen soll? Hinweg mit aller und jeder Retigionsmengerei, sie befördert nicht, sie raubt vielmehr den lebten Rest innerer Zufriedenheit » Wohlfahrt l Nein, wir hassen nicht, wo unsere Religion uns Menscheu- - liebe, wir sind nicht feind, wo unsere Religion uns Nächstenfreundschaft gebietet. Und weil wir nicht Haffen, Weil wir nicht anfeinden, weil unser die Liebe, unser die Freundschaft, deshalb erwarten, deshalb wünschen, -deshalb fordern! wir Gleiches von andern -Eonftssionsverwandtelli c Aber Unser religiöses Bewußtseins trennt uns von reinander^' Wir^find? Kinder sin und derselben Familie/ sind 'Verwandte-? aber- 'nicht- BrÜdM § ^deshalb wird, deshalb kann-j (deshalb' magüritte'Scheidewand fters zwischen-üns-bestehSn'. ' Wir können' und muffen einandir^ achten NNb tleberiz ^können- < and? müssen SnmS jede«'Möglichen LttbeSdienst «rMisen; allein dasselbe bln^-ich allen Menschen schuldig, mnd doch werde ich Meinem-leiblichen Bruder inniger zügethan fein, mehr p für'denselben chün, älS^ für Dritte, nkchr in solche nahem ^Berwandtschafrstzrade zu Mix Stehenden: - Noch giebt es einen? Ändern ^Weg^nm uns.dte^Achrung -aller unserer Nebenmenfchen zu vergewissern, um Borurtheil endlich schwinden zu machen; und dieser Weg steht nicht nur mir der Religion in keinem Confiicr, wird vielmehr darch dieselbe noch dringend geboten. Hohe Moralität, Uebung jeglicher Menschentugend, Festhalten an gewonnener Ueberzeugung, Entbehren und Opfern für dieselbe, das sind Wege, die uns am Ende eben so sehr die allgemeine Achtung zusichern, ohne unser religiöses Bewußtsein zu belästigen. Auch wir rühmen uns der Freundschaft uud Zuneigung mancher christlichen Confessionsgenossen, auch wir haben uns ihrer Achtung, ihrer. Ehrerbietung zu erfreuen; aber nicht bei den besetzten Tafeln, bei vollen Gläsern, weder m socialen, noch in Bürgervereinen wurden jene Wechselhöchsten Sinne des Wortes ihr Vermittler. J'.>r sprechet von gegenseitiger Annäherung? Erlaubt Ihr dem Juden, sich Euch zu nähern? Zieht Ihr be» Euren Arbeitern, bei Euren Handwerkern, bei gleicher Befähigung nicht selbst den Nichtjuden vor? Seid Ihr nicht stolz darauf, wenn an Eurer Tafel er sich weidlich khul, seinen Arm in den Euren legr. Euch mir dem vertraulicher „Du" beehrt? Ihr wollt von Hebung der ,indischen Volksclasse sprechen, während Ihr selbst Euch schämet. Euch öffentlich Juden nennen zu hören? Und nun endlich gar Euer höheres Bürgerchum. Darin spiegelt sich aber die ganze Richtung unsers jetzigen Zeitgeistes ad. daß man nicht zufrieden m»c der durch Geburt und Lebensverhälryiffe angewiesenen Stellung entweder über dieselbe hinaus, - oder sie wenigstenL so weil als möglich,. erweitern, will. Das: Bürgerchum, ein vollwichtiger, vielumfaffender, Ausdruck, im Gebiete - des gelammten SraarsWenS istM-.ftiyeyr. eigenem. B.xreich« lsa sehr der^AusMiy,gs,nM HeyjoWlMHM ..fähige.raun .M' ttvMollüSqielraum<4nmMk«i dgßz eh )ygMK Yjcht„Hh - ivn-in>,a»»de««s »GibtzL chmnk^Mdräpz^lMör^g^.tA. qAbHv^m»^Bä^erchEss)^uall-jgjgen^^Sdri^,^s ^g-sM»lMenMSMrstzbs»S.ZMD M :.G,aattleKe»>M.'di-s,Mr MWgMtzn§h .Khey^zrt,,FMl,, -dasisse»nev ftner UrbergtHe, dee unbändigen SkjDsllcht, - dsm unbezähmren Ehrgeize,, der nivellirenden Destruktion unsers Zeitalters entsprossen« Es würde zn weit tüh- «n./ di-se Jde« ihrem ganzen: Umfange nach Hier,,zu a beleuchten;- nur so viel. Dürgerrhum atsrUaiversaiat»sdruE Hes Staates würde natürlich ««M W» ßdez^-