Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 14 (6.4.1847)
- Date
- 1847-04-06
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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MoM 107?,pcö wohlbedachtig zurückgezogen hat, zu ihrem geistlichen Amte sogar aus weiter Ferne freundlichsi einladc und bereitwilligst aufnehme. Zn vielen Städten . Deutschlands und der Nachbarländer sehen wir mir Seelenfreude Lehrhäuser und Talmudschulen wieder neu aufblühen, deren Leitung ausgezeichnete Rabbinen übernommen haben, die dem Muster der früheren Gesetzlehrer eifrigst nachstreben: von ihnen können die Gemeinden den würdigsten aus deren Schülerzahl sich namhaft machen lassen, und diesem ihre heilige Sache übertragen. Sollte endlich auch diese ernstliche Verwendung erfolglos bleiben, dann möge erst eine Concurrenz eröffnet, und von den Bewerbern derjenige zum .Rabbinen gewählt werden, dessen Glauben, Handeln, Können, Wissen und Bestreben diesen schon mehrmals wiederholten Anforderungen am meisten entspricht.*) Natürlich darf in der einen und der anderen Lücke in den Fertigkeiten und Wissenefächern außer dem religiösen Gebiete kein Grund zur Abneigung gegen einen sonst berufsrüchtigen Candidaten gesucht, und von den Neuern, denen es nicht um die heilige Sache, sondern bloß um eine angenehme Täujchung der äußeren Sinne zu rhun ist, kein Einwandwegen Obskurität, kein Verlangen nach Fortschritt gehört, sondern lediglich auf die Functionen das Augenmerk gerichtet werden, welche die Religion von dem Rabbinen fordert, und ähnliche gleichwichrige Pflichten, während alle Aeußerlichkeiten als Nebensache, daher auch alle außerreligiösen Wissenschaften als Nebeuwissenschafren zu betrachten sind. UeberdieS lehrt uns die Erfahrung, die wir uns dem Rückblicke auf die Charaktere schöpfen, welche unsere geistlichen Vertreter von je her bis heute auszeichnrten, daß mir wahrer Frömmigkeit stets auch alle edlcn Menschenrugenden vereinigt auftreren. Ein sanftes Gemürh, Leutseligkeit, Demuth, Herablassung, Vertraulichkeit und Offenheit erwarben noch immer und sicher auch ferner den frommen Rabbinen stets die Liebe und Zuneigung des Volkes. Zhre herzlichen Worte der Belehrung, der Ermahnung , des Trostes dringen mit sichtlicher Kraft dem Hörer wieder zum Herzen; sie bedürfen weniger äußerer Mittel in Farbe und Ton der Rede, *) Der geringere Grad von bei größerer Auszeichnung an ri-rn muß dem höheren an ersterer bei einem auch in pedantischer Deklamatorik und Mimik DaS lebendige Wort der Wahrheit und die Uebereinstimmung*) zwischen Lehre und Leben des Geistlichen sind wirksamer als die kunstvollste Darstellung eines Henchlers. Ebenso kann, wer gründliche kalmudische Bildung erlangt har, der Weltweisheit nicht ganz unkundig geblieben sein. Wie der Talmud in alle Facher der Wissenschaft eingreift, wie sein Studium einen geraden, gesunden Verstand, eine tief eindringende Forschung, ein Zusam, menwirken aller geistigen Kräfte zur Bedingung setzt, so muß auch der gewandte Talmudist in den Besitz aller dieser Fähigkeiten und mannigfacher Kenntnisse im Gebiete der allsciligen Wissenschaft durch sein Talmudstudium gekommen sein. Harre auch der fromme Talmudist weder Gymnasium noch Universität je betreten, so kann ihm dennoch das Gesammtgebiet der speciellen Philosophie wolbekannrer sein als den meisten der auf diesen Anstalten gebildeten Rabbinen. Wol wird man aus den zahlreichen Werken eines!>"l eines 'INI ö'vn kernhaftere Theorieen zu schöpfen vermögen, als aus den dürftigen Excerpken mehrerer Aphorismen, deren sich die Studirenden bedienen, um ihre Final- und Concurseramina hinlänglich zu bestehen. Za mehr denn durch alle 8tuüia kumunoria läßt sich der menschliche Geist durch gründliche biblische, kalmudische und jüdisch, philosophische Studien, welche nicht aus menschliche Träumereien, sondern aus göttlichem Gerste entsprungen, bilden und veredeln. Wer dies nicht zugeben möchte, der möge die Wahrheit in den glänzenden und unübertrefflichen Charakteren der zahlreichen Gelehrten unserer Nation, die sich in jedem Zeitalter mir Ruhm, obgleich nicht des Ruhmes willen hervorgethan, bethätigt finden, deren Werke wir noch heuie als unnachahmlich anstaunen. Durch solche, ihres heiligen Berufes vollkommen würdige Rabbiner wird sicherlich, wie in den früheren besseren Zeiten auch bald wieder höhere Einsicht, tiefere und umfassendere Kennmiß in Gorteswort begründet und verbreitet, — Tugend und Religiösität in ihrer Wahrheit, Würde und Norhwendigkeit gekannt, geschätzt und geübt werden. — Hoffnung ist für deine Zukunft, Israel, ist der Spruch deS Ewigen, und eS kehren zurück die Kinder in ihr Gebiet (l"> "p?')- Di-, welche irren Geistes sind. werden Einsicht lernen, und Nach dem Midrasch: v»k, und nach der Gemara: v'2»:r >'?n n >o ^2.