Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 13 (30.3.1847)
- Date
- 1847-03-30
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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diese uns zu sichern oder sie zu verlieren, darüber sollten wir unbekümmert jeden Neuling als Schiedsrichter anerkennen l — Nimmermehr —- ein Mensch, dem der Unterschied zwischen icI u.wiv, Zwv, zwischen i'tw und övv, zwischen -rwfi Und?mp, zwischen Z'w u. se<;usl6 Null, ja fremd und lächerlich ist, der weder Ev> noch weniger pn? Ep und öfiiL' Lp in Lehre und' Lebest beachter, weder die ersten noch die andern für wahr, heilig Und verbindlich findet, der weder Kopf noch Herz, weder Geist nochGemüch, weder Wissen noch Gewissen genug besitzt, um über unsere heiligsten Lebensfragen zu entscheiden, — den dürfen wir uns nicht zum Oberhaupte unserer geistlichen Angelegenheiten sich aufwerfen lassen, ihm müssen wir unsere Liebe, unseren Gehorsam, unsere Zuneigüng, unser Vertrauen mir Nachdruck versagen. Religion und Cmarreipation. Vom Zieligiönslehrer Holländer. , (Beschluß ) Nur der Hochmuth-allein keststt keine Toleranz. Dieser regt die Gemürher auf und ist die wahre Quelle jenes unlauteren Religionseifers, dieser stolzen Begierde üoer die Gemürher zä herrschen. Hochmuth und Verfolgungsgeist erzeugen gegen'ConfefsionSverwandte harte Polemik. Daher empfehlest selbst Diener des Gottede- Friedens dem weltlichen Richter in GlaubenSsacheN einen tyrannischen Zwastg und eine unbiegfame Härte. Darum strahlten noch seht unter eigenen Laufe, sionSgenvssen menschenfeindliche Grundsätze tn vollem Glanze, wie sie kqum - daS ' ISke und 16k« Jahrhundert von Senen der herrschenden Siaar- Religion gegen unerj-Ugt. Und wir , meine theuern Glaudensbrüder, sollten unter solchen Verhältnissen, mir nicht« dir nicht«, «User köstliche- G-schMeide, das mit Blut und Feuer errungene Erbe unstrer Väter abwerfen und unser Alles auf« Spiel setzen^? — Sollte es denn dir gesetzgebende Macht wol nicht wissen , daß die Tugend dessen, der streng mosaisch lebt - eben so hoch in den Augen'des Allvaterangcschrieben steht, als di« Tugend dessen, der sich zur Modernen Lehre bekennt 7 — Was würden deSdalb Religion-- und Gewissensopfer nützen 7! — ES ist ünrecht wohl bekannt, daß die chimärischst ersonnenen Vorurtheile gegen uns, nur ven Glaubenseifererrn der modernen Theorieen vorgebrachr werden. Man sieht nur zu oft, daß die Feinde einer Religion, diese Religion niemals kennen wollen, weil sie dieselben Haffen; und daß sie diese Haffen, weil sie solche nicht kennen. Sie messen ihren Gegnern Lehrsätze bei, die diese verabscheuen, und Folgesätze, an die sie niemals dachten. Sie streuen wider die Diener und Anhänger der gegenseitigen Religion die lächerlichsten Verleumdungen aus. *) Die Hoffnung zum künftigen Leben gründet sich vor Allem auf Religion. Die innere Emancipakion im Menscheu darf daher von der äußeren nicht verdrängt werden, und Religion und Emancipakion können demnach recht gur nebeneinander bestehen und mitein. ander Hand in Hand Harmoniken. Daher in Erwägung des Vorerwähnten glaube ich im Geiste deorthodoxen ZudenthumS behaupten zu dürfen, daß, je mehr, wir mit wahrer Liebe dem Positiven unserer Religion anhängen, desto eher kommen wir dem erwünschten Ziele nahe. Je religiöser wir überhaupt denken und handeln, desto eher werden wir vom Joche der bürgerlichen Zurücksetzung befreiet; denn ein höheres Wesen hat viele Boren und d«e Herzen der Fürsten sind wie Wasserbäche in GokkeS Hand; er lenkt sie, wohin er will! — Und so komme denn, mein Licht! und sieh, es kommt; und die Herrlichkeit Gottes scheint! Nebel und Finsterniß schwinden und dir bricht ein Heller Morgen Hervor! — Seien wir nur bei gegenwärtigen Wirren und Drangsalen auf unserer Hur, auf daß uns die Neuerungssucht gleich einem reißenden Strome nicht mit forrztehe, denn Niemand schenke sich selbst vor seinem Sterbetage zn vieles Zutrauen! — Israel har noch keine Noch der Art, eS ist von seinem Go» noch Nicht verwaiset. — Seine geistige Emancipakion har es schon, von seinen ersten Ur- und Erzvätern und nachmals» vom Sinai geerbt, sie liegt tief in seinem Herzen vergraben, seinen geistigen Adel, wer will solchen ihm streitig machen. ihm rauben? — Hält es fest an dieser (einer geistige« Emancipakion, bewahrt eS diesen seinen geistigen Ahel, kein Elend, kein Verrach vermögen e- *) So wie das unschuldige nw l-.