Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 13 (30.3.1847)
- Date
- 1847-03-30
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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täglich: genügen; 77f? hat dafür zu sorg«», daß unser« Lch'PY ganz .oerdsgebau; und erhalten werden; — ihm überlassen wir , der Gültigkeit der -,xa?p die Enthüllung jede-; Zweifels und die Entscheidung jeder kasuistischen Frage, so gichtig/ sy umfassend, so rief eingreifend ^und s- Heilig^ aftch sein -mag; -77 seiner Oühux,- Aufmerksamkeit und Gewissenhaft gkeit vertrauen. wir ,unser Leben Mch ^unsere.Seligkett an, denn Lurch ihn können wir-vorwpöv '2)'sn »crrv bewahrt,, abtt auch ,iw durch seiye Unkuud« .und Gewissenlosigkeit in diese fürchterlichen Strafen verwickelt, durch ihn zum wahren. .Aienste deS Herrn angehalten, aber auch davon abaehalren, gebessert, aber auch verschlimmert .rveedf«; — -er vorzüglich, ist berufen, ^rrp .zu. sein, durch seinM^ Einfluß . .und unter seiner Leitung soll, unsere Schuijugen!) gründlich unter richtet und fromm erzogen, nach sesirem Pordilde .endlich soll die Gemeinde. zu. einesn tugendhaften und gotresfürchtigen Leben angewiesen, und dadurch zu pflichkbxflissenen, Irenen ynd gehorsamen Bürgern des Staates und des Hjmm.elS - hermrgebildec werden^T^ Wem kann es sofort mehr räkhselhaft bleiben. welche Vorzüge den . Nab^ ner auszeicknen rnüffen, um das. zu sein, was seine.Bestimmung^ von ihm fordert? Un-. geheuchelte, Frömmigkeit und riefe umfassende ralmudische Gelehrsamkeit, diese, beiden Bedingungen sinh unerläßlich , und auf. hiese ausschließlich muß die .Gemeinde Bedacht nehmen, wenn. sie. glücklich wählen, vielmehr wenn sie vor dem Richter der Welt gerechtfertigt er^ scheinen will. An solchen Männern freilich/ die in beiden Conditionen nach ihrem ganzen Umfange den Rabbinen früherer Zeitalter gleichen ,, leidet unser Occidenc in diesen Perioden fühlbaren Mangel. Gar selten findet sich unter den Bewerbern um die erledigten Rabbinate je Einer, der alle diese edlen Eigenschaften u. Tugenden, diese ernste, nie verlehte Frümmigkeir, diesen erhabenen, lichtvollen Geist, diese Fülle, Tiefe und Klarheit des Wissens in sich vereinigte, welchesich alles im Leben und Wirken der früheren GvtteSgelehrten kundgab, sogar auf jedem Schritte und in jedem GesichkSzuge unverkennbar und würdevoll ausprägte (-rdw v?d i'»). Zeböch auch in unfern Tagen har die göttliche Gnade würdige Mäüner aufbewährr, von göttlichem Eifer gurchglüht und von heiliger Wissenschaft erfüllt, theilnoch in ihrer Autbildung auf Talmudfchulen begriffen, rheilö ihrem heiligen Berufe in nicht beträchtlichen Bezirken, cheils gar in scheuer, wohlbedachter Zurückgezogenheit von öffentlicher Wirksamkeit lebend, die für. bedeutendere Wirkungskreise gewonnen werden können. An den Gemeinden liegt eS daher. sorgfältig zu bedenken, daß von ihrer Wahl unbestimmbar großes Heil oder .Unheil abhängig sei. Man wird doch gewiß einen Candidaren, welcher Philologie und Philosophie mit dem größten Fleiße und dem besten Erfolge studirr und absolvirt bat, sich nicht zum?lrzre wählen und ihm gewiß nicht, sein Wohl und Leben anverrraueni Für die religiösen Angelegenheiten , welche oft daS zeitliche Glück, stets aber die Gewiffensruhe und daewige Seelenheil bedingen,: sollte.ein Cand. phit. genügen? - Za aber — wird man einwcnden — der gewünschte. Exspektant prangt doch mit einer erlangten Morenu? Allein traut man dem Arzte, wenn er bloß von einem Bader unterrichtet und approbirt ist, fordert man nicht ein langjähriges Fachstudium auf einer Hochschule, eine strenge Prüfung von Seiten der Facültät und eine PraxiSlicenz von der Sanitätsbehörde? Zum NädbiNen aber sollte ein unerfahrener Jüngling rangen und Fähigkeit genug besitzen, wenn er irgendwo Einiges vom Talmud und aus andern wie einen profanen Classiker zu übersehen, grammatikalisch zu erklären, Sentenzen und Skizzen daraus zn ercerpiren gelernt , und über diese ^Oberflächlichkeit ein LualificattonSschreiben erlangt hat > ohne daß er auf einer anerkannten lange Zeit der. raddinischen Literatur sich befleißiget, im v*L bswänderr und der v'r-vv kundig, ohne daß er in das'Wesen d^ ZnhaltS einzudringen und die Wahrheit aus 'der Fülle und Tiefe hervorzubringen im Sttmde ist!—- Bei den» Arzte endlich refleckirt man sorgsam n»f seine Gewissenhaftigkeit, wenigstens läßt man ihn dann sicherlich nicht beliebig schalten , wann er irgendwo zurü Argwohne Gelegenheit gegeben, daß er über das Wohl und Weh , über Leben und Tod des Menschen, k-lr und gleichgültig bleibt. — Mit tiefster Dekümmernist trachten wir also, wie eS natürlich unsere Pflicht ist auf alle möglichen Mittel, um unser und der Unsrigea körperliches Wohl herzustellen und das zeitliche Leben zu erhalten und lang zu fristen, und befragen den Kundigsten aus der weitesten Ferne. Allein das Leben ist doch der Güter höchste-,nicht, denn es. muß schon den drei Hauptverbrechen 7-a v?) zum Opfer fallen; die Seligkeit und Ewigkeit aber, des. Menschen höchstes Ziel, sollte unweniger Angelegenheit machen;