Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 12 (23.3.1847)
- Date
- 1847-03-23
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Schriflstkllen beherzigen, und. es würden her ungehor^ samen,.Uflterzha»ren der untreuen. Bürger immer weniger werden; alsdann, würden Alle. ungetbeilren Herzens, ihrer Obrigkeir treu und gehorsam sein, und ihre Mitbürger ohne Unterschied als Brüder anerkennen; jede Verachtung und Zurücksetzung, jeder Rcligions- und Parleihaß würde schwinden und die Gesammtheit würde ein einziges Gottesrcich bilden. . Ein altes Sprüchwort sagt : Uebcrmuth thut selten gur; und: wenn der Herr geholfen von, so wird gewöhnlich mir der Hülfe gesündigt; dies deuten uns die Buchstaben 2ci'i an: r>»22 orvc v22'i;i7ic' d. h. da Jeschurun fett ward, da schlug es aus. So auch die gegenwärtige weit bessere Stellung der jüdischen Obcr- ^eistlichen, ihre theilweiseUnabhängigkeit von den Gemeinden, — für die und mit denen sie eigentlich in der größten Harmonie wirken sollten, macht, ihnen ihren wahren Standpunkt gar oft vergessen. Unsere 72w »722, unter andern:. ft'» s>72 cw-c ei'cs>7 warnen, wenn sie sagen: — — '121 71722 f-Z 7cs> opo ich npr> — d>hdLI;'2'is, 71Ü 07221 — cwvc2 0722 bZ ich .'ich .l'D .Z7 72D2 1'2'lh .oh 07221 — Z7 2NP 0722 HZ Religiöse Reformen bringen durchaus keine Emanciparion. Diese vermag nur vielmehr ein allgemein frommer, tugendhafter Lebenswandel zu erwirken. — Bloße Reformen und weiter nichts, bringen nur noch mehr Beschränkungen. — Unsere wahre, uns angestammte Religio» bedarf keiner Verbesserung, sie duldet sie überall.nicht. Also nolkns volens oZ'P oitv so wie 2'72wo w i 02c modelliren, p'cvo oh'2 negiren, das ph'Z aus dem Gotteshause verdrängen, Eingriffe in ,;w'n . s'2'2 ,;'ci7';> — das hieße: das Kind sammr dem Bade ausschütren, und wozu bedarf man alsdann noch der Rabbi,len? — Wie gesagt: alle solche Nachgiebigkeiten führen wahrlich nicht zur Emancipation; vielmehr aber zur Auflösung und zum Einsturz! — Nuv ein streng religiöser Lebenswandel führt dahin; der macht uns allgemein beliebt, der macht, daß wir nicht Verrächer an uns selbst werden,, daß wir unsere Ahnen nicht nach dem Tode noch meineidig machen! er macht uns beliebt bei Gott, Obrigkeit und Mitmenschen! — Es wäre au und für fich schlimm genug, wenn eS irgend einer Negierung — aber dies har in unfern Zeiten nichts zu sagen — einfallen sollte, unS zum Abfall zu zwingen! 00202 oiZZ ri'7 — Wozu unS selbst auS eigenem Antriebe dazu hergeben? Wir beruhigen unS mit JcsaiaS 49, 17. „Die dich zerstörten, dich zertrümmerten, müssen von dir wegziehen!- — (Beschluß, folg^) Zeitgemäße Correfponden; von Dav. Leop. Straffere (Beschluß des fünften Briefes.) Und darum wenn Vernünftler unsere Z'm meistern und mir maaßloser Arroganz die Geißel ihrer Kritik über sie schwingen und das v'ipih uhi i->vh 22 als Hauptvertheidigung und Grundsatz ihrer v'7oo aufstelleN und sagen, daß sie zum Wohle der Menschheit oder gar des Indenthums (?) für einen edlen Zweck arbeiten — übergehend alle Diskussionen des;'2v2c 727 7ch;'2v;>75 und '121 172h?'2 »72? Z172Z Z17' 7"2;'h — ob sie denn wirklich?''2i7chi o2ich7 7ipZo 'V20 in Frömmigkeit, Göttlichkeit Heiligkeit, Menschheit (im höheren Sinne genommen) gleichkommen? und ob sie nicht schamroth vor dem gegebenen Kennzeichen '171;2i ch zurücktreten müssen? —Mit Hingebung, aller irdischen Aufopferung der Welrinreressen lebten jene nur ihrer schönen und edlen Bestimmung, hingen sie dem Göttlichen an, und verbrachten Tag und Nacht in der Erfüllung ihres heiligen Berufes, im Studium des göttlichen Gesetzes. Nur von solchen Männern konnre unsere religiöse Stellung bestimmt, ein solches Werk, wie der Talmud, verfaßt werden.— Doch die Neuerer, modernen Rabbinen u. Prediger. Mögen d i e Beweise ihres uneigennützigen edlen und menschlichen Srrebens liefern, vielleicht die vielen Diners, die Dankaddressen, Exkursionen, Spielgesellschafren, Unterhaltungsanstalten u. s. w.? — ' O Zeit! 0 Menschheit! die ihr euch nsit Wahrheit brüstend, so prahlend auf die Stufe deS 19ten Jahrhunderts stellt, und mit herrlchsnder Stimme über Veredlung und Würde gebietet, flieht beschämt zurück in euer Heiligthum, denn Flitterschein ist's nur. nichtiges Wesen euer Thun, Berrath ist an euch geschehen, meuchelmörderisch werdet Ihr angegriffen, — unter der Firma der Menschheit wird die Wahrheit entehrt, unter dem Deckmantel der Letzteren die Erste beleidigt. Doch wenden wir uns von diesem traurigen Anblicke