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Der treue Zionswächter · 1847-03-23 · 12 (23.3.1847) · page 3

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
12 (23.3.1847)
Date
1847-03-23
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Andeutungen geben, wie dieses von den Strömungen des religiös-bewegten Lebens erfaßt, meist durch die neuen Vereinsbildungcn nur Unerquickliches zu Tage brachte. Schon die Mischna sagt: rvv ttvIa öI owc; die religiöse Grundlage aber vermissen wir bei den meisten im Zudenrhume jetztneu-gestifkeren Vereinen, ja diese beabsichtigten oft eine Untergrabung des jüdischen Elements. ligi.on nicht gefährdet werden möge, haben die edelsten Zwecke verfolgt, für die Derhatigung edler und ruhmvoller Gesinnungen und Sitten ängstliche Sorge getragen und treue Pflege derselben geübt; die in echter Humanität begründeten Vereine, welche die Gegenwart erstehen sah, sind demnach nur eine Nachahmung und die modernen Bildungen, welche jetzt geschaffen und dem Zudenrhume eingepfropft wurden, sind nur als unedle und entartete Zweige des edlen Stammes zu betrachten, und können nur als außerhalb dem religiösen Boden des Zudenrhums stehend keine Berücksichtigung finden. Ueberhaupt sind alle Handlungen und Gesinnungen , die in dem jüdischen Leben ihre Realität finden sollen, ganz von der Zdee der Religion durchweht, allen Gebilden und Schöpfungen muß das Gepräge religiöser Grundgedanken aufgedrückt sein. Wenü aber in Wahrheit Besserung der Menschheit die Absicht ist , so findet die Wirksamkeit in ganz andern Bekhärigungsweisen ein weites Gebiet; noch viel ist in andern Sphären zu wirken, als daß man eine Aenderung im Bereiche der Religion, welche als ewig vom Ewigen offenbart, keiner Vervollkommnung nach menschlichen Berechnungen und Denkweisen je fähig sein kann, vörnehmen zu müssen sich berufen fühle; man suche der Genuß- und Vergnügungssucht einen Damm cnrgegenzusetzen, damit die Religion wieder zur Geltung kommen möge' Wir haben nult gesehen, daß von der göttlichen Vorsehung außerordentliche ' Geschehnisse als Mittel angcivandr werden', um die Menschheit auf bessere Zustande zu bringen. Allein wie wir eben gezeigt haben, erweckt unsere hclitIge'Bktdnn'g und Civilisation gtöße DeforgnW.'. ''der"götrlkchen Zdee der Religion Mhe'n. die angedeuchten" Bcsirebuu'gcn in direcretn '^ideffpruch. Edle'Gründsätze nur)'die dem'Göttlt'chen entkeimen, mit der Zdee der Religion in Einklang stehen, müssen angeregt werden , und sich entfalten Die Religion, welche der Hebel alles menschlichen Wirkens und Thuns ist, muß in ihre Gerechtsame eingesetzt werden, und wenn die beregten Zustände un- Znkeressen der Mcnschheireiner günstigeren Entwickelung und schöneren Entfaltung zuführen wird. — Religion und Emaneipation. Vom Religionslehrer Holländer. (Fortsetzung.) Im Falle in toleranten Staaten sich dem gewissenhaften emancipikten Juden Collisionen religiöser mir bürgerlichen Pflichten darböten, so hätte er die Entscheidung des ihm zunächstehenden zu gewärtigen; wohingegen der sogenannte aufgeklärte Israelit sich sowol vor, als nach der Emaneipation gleich bleibt und weder sein Gewissen noch seinen Geistlichen befragen würde.— Wozu nun die Religion unserer Väter die um Erhaltung derselben Ströme Biurs vergossen, um eine ohnehin noch fragliche Angelegenheit preiegeben, welches noch kein humaner Staat der Zetzzeit von uns verlangt har? Also deswegen sollte Jemand» der sich mir dem Namen „Israelit" nennt, die und p'Lw oii'I negiren. einen so tröstenden Glaubensartikel, der den religiösen Israeliten durch alle Lebensverhältnisse leitet, der die schwersten Verfolgungen, die gräßlichsten Marter erdulden ließ? Und: sind wir nicht im religiösen Zustande treuere Unterchanen und weit bessere Bürger als in dem der Freig'eisterei? — Wie oft wird es dem Zsraetiren in seinen heiligen Büchern empfohlen, sich ehrerbietig, treu und gehorsam seinen Obern zu erweisen? —- (2. B. M. 22. 27. — 3. B. M. 19, 18. Zerem. 29- 5. — das. 40, 9. — Spr. Sal. 21,1. — das. 21,21. — Pred. Sal. 8 2. — das. 10,20. — Daniel 6,23^ —) Tr. Aboch 3 : „Bete für das Wohl der Lattdesobrigkeir, denn, würde sie nicht-geehcfürchket, so möchte Einer dem Andern lebendig verschlingen," (d. h. sie steuert der Zwietracht und beschützet Eigenthum und'Leben, so daß Recht und Ordnung bestehest.) — 'Möchte nur ein jeder Unrerrhan, wessen Eonfesston oder Standes er auch immerhin fti, weichest Platz er im Staate auch einnehisteü möge,' jene artZegebeneii

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