Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 12 (23.3.1847)
- Date
- 1847-03-23
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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beit gefördert und erreicht. Wenn demnach zu allen Zeilen, in jeder Beziehung, ein Zusammentreten der Individuen zu irgend einem Zwecke unserer oben gegebenen Entwickelung nach nvthwendig Platz greifen mußte, so haben sich diese Bestrebungen in der Gegenwart vorzugsweise manifestirr und so weit im Bereich der gesitteten Völker der Jetztzeit, so auffallend sich verbreitet, daß die Cenrralisarion aller Classen, gemeinschaftliches Wirken an der Tagesordnung, etwas ganz Allgemeines geworden ist. — >, stand seine tiefere Begründung in der Vergangenheit findet und im Laufe der Zeilen sich allmählig evolvirte, so laßt sich selten ein. festes und sicheres Unheil bilden, wenn man nicht die .vorbereitenden und bedingenden Ursachen kennen gelernt hat. — Diejenige Geschichtsepoche, welche einen wesentlichen und nicht zu verkennenden Einfluß bis auf die heutigen Zustände geübt hat, ist die franzäsifthe Umwälzung des vergangenen Säculums. Das drückende Verhältnisdas jenen mächtigen Staat beengte uyd beschränkte, die socialen Mißstande, welche auf der Menschheit lasteten, die neuen destructiven Ideen, welche die materialistische Richtung der Philo, sophen in Schwung brachte und. unter das Volk verbreitete , waren die Faktoren, welche jenes siaunenswerrhe und großartige Ereigniß hervorbrachten. Alles zugeführt und noch dauert die Entfaltung vieler Verhältnisse fort, bis in die Gegenwart herein erklingen die Wellenschläge ihrer Töne, und nicht leicht giebt es ein bedeutendes, bcmcrkenswerthes Ereigniß, woran sie nicht Theil hat, nicht leicht eine Wirkung, deren Ursache sie nicht gewesen. — Nachdem die Donner der Revolution verhallt waren, die Völker sich den Fesseln der Frcmdenherrschaft entwunden hatten, traten die staatlichen Verhältnisse Europa'S in ein neues Stadium der Entwickelung, indem die Staaten aus ihrer Lethargie aufgerüttelt, eS sich bewußt wurden, daß die bisherigen Zustände nichts weniger als befriedigend waren , zur Erlangung des wahren Heils sich nicht eigneten. - War?n cs nun zunächst Vereine politischer Natur, welche nach jenem Ereigniß im Volke erwuchsen. indem manzumBewußrsein erwacht,die SraatSinteressen im Auge haben wollte, so traten nicht minder bei dem geistigen Aufschwung, den vorzugsweise Kunst und Wissenschaft genommen, auch die wissenschaftlichen und socialen Fragen auf. den-Markt des Lebens hinaus, und da die Kräfte Einzelner nicht hinreichrendas zu vollbringen, das Ziel der Wünsche erreichen zu können, so suchte man in khärigem Zusammenwirken, in vereinter Kraft thärig zu sein, um mir besserem Erfolge das Heil der Menschheit herbeiführen zu können, die vielfach sich verzweigenden socialen Interessen zu heben, zu fördern und zu verwirklichen. Wichtig und höchst bedeutungsvoll sind diese Bestrebungen, sie zeugen von fortgeschrittener Bildung und Einsicht, von edlen Gefühlen. sie geben nickt minder das Zeugniß von Hebung der Gesittung u. Erkräfligung des Bewußtseins.. Sowie aber eine jede menschliche Bestrebung, so hat .auch diese ihre Licht- und Schattenseiten. Wir können eS nicht leugnen, daß aus gewissen Vereinen manches Gute und Edle entsprossen, können es uns aber nichtsdestoweniger verhehlen und die Bemerkung nicht unterdrücken, daß manche sehr oft dem Edelsten und Höchsten, wonach der Mensch zu streben hat, höchst nachrheil'gen Einfluß zu bringen drohten und brächten. Wie manche Vereine haben wir vornehmlich in jüngster Zeit erstehen sehen, welche eine Negation aller Grundgesetze der Erdenwelt erzielten. Hinter der heuchlerischen Larve bergen sich oft die Geister, der Tücke und List, man sucht durch Vergeben guter Zwecke u. s. w. sich Anhang zu gewinnen, um den Individuen, die sich dem Vereine anschlossen- oder sich ihm unterordneten, daS Heiligste zu entziehen. Ein solcher Eifer führt auf bedauerliche Abwege. Nur als eine Verirrung deS menschlichen Geistes können wir es. bezeichnen, wenn er in selbstconstituirrcn Formen das wahre Leben zu finden meint und in diesen dauerndes Glück bieten zu können vermag. Von der Religion muß ein jedes menschMe Streben ausgehen, nur .durch sie kann wahres Glück der Menschheit zu Stande kommen, sie verleiht allen Gesetzen bindende Kraft. — Wenn wir bisher im Allgemeinen von den menschlichen Bestrebungen der Jetztzeit gesprochen, so wollen wir uns nun speciell dem Zudenrhume zuwenben, und mit wenigen Worten