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Der treue Zionswächter · 1847-03-23 · 12 (23.3.1847) · page 1

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
12 (23.3.1847)
Date
1847-03-23
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Der O r g a n zur 'Wahrung -er Intercjsen -es orths-oren Iu-cnlhums. Mit Königs. Dänischem Privilegio. Verantwortlicher Nedaetenr: vr. Enoch, Direktor und Oberlehrer zu Altona. 3. Jahrgang. Altona, den 2». Mär; »847. 12. Von diesem Blatte erscheint wöchentlich einmal, Dienstags, ein Bogen. Das Abonnement auf ein Jahr ist 5 A Et. (L Thlr. pr., 3Fl. 30Tr.) Man abonnirt bei allen löbl. Postämtern, soliden Buchhandlungen und ZeitungS-Erpcditionen. Inhalt. Das Vereinswcsen als charakteristisches Merkmal unseres Zeitalters. Don U*** ... - - - > - - Seite 89 Religion und Emancipation. Ein Wort zu seiner Zeitungsnachrichten aus Mecklenburg-Schwerin, Berlin, Paris, Altona ........... - 93 96 Anzeiger — Erklärung — Briefwechsel. ..... » 96 Das Vereinswese« als charakteristisches Merkmal rrnsers Zeitalters. VonU***. Unter der Fülle der sich kundgebenden Erscheinungen des Narur- und Volkslebens, unter der Menge der obschwebenden Tagesfragen drängt sich dem ruhigen und ernsten Beobachter besonders d i e Erscheinung auf, daß in dem vielfach bewegten Leben der Gegenwart Verbindungen, Vereine, Corporakionen unter mannigfachen Benennungen, unter verschiedenen Modifikationen, Nuancen und besonderen Tendenzen in Anregung gebracht und constiluirt werden, daß die rege Wirksamkeit gerade in diesen ihre Realität findet, pomphaft und kühn austrkct und sich geltend zu machen sucht. Nicht müssige Zuschauer wollen wir daher bleiben bel einer so rief in das Leben und die Beziehungen der Gegenwart eingreifenden Erscheinung, nicht vage Theilnahmlosigkeit soll uns etwa bestimmen, über so interessante Begebnisse hinwegzuschauen. Es kann nicht in Abrede gestellt, nicht streitig gemacht werden, daß dem menschlichen Individuum der Geselligkeirslrieb inne wohne vermöge der ihm angeborenen Narur, vermöge des Skrebens, seinen Nebengeschäpfen von dem, was seine Kräfte Hervorbringen, mirzutheilen, sie Theil nehmen zu lassen an seinen Freuden und seinen Leiden, die Mängel und Unvollkommenheiten , die der Eine oder der Andere besitzt, gegenseitig zu ergänzen und auszügleichen. So finden wir in den frühesten Zeiten, daß aus de» Individuen sich Familien bilderen', woraus endlich die Gründung der Staaten hervorging. Sociales und politisches Ler ben sind eS also, welche erst wahres und vollkommenes Zusammenleben bedingen, sie sind die Säulen, worauf alle später entwickelten Institute fußen, sie sind gleichsam die Ströme, welche das materielle und inrellecruelle Dasein der Völker tranken und befruchten. Vereint erstarken die Kräfte; was der Einzelne nicht bewirken kann, wirdchurch Einigung Mehrerer ermöglicht, "und so werden durch glekchgesinnxe und Gutes Wollende die höchsten Und heiligsten Zwecke der Mensch-

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