Mannheim
Compact Memory

Der treue Zionswächter · 1847-03-16 · 11 (16.3.1847) · page 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
11 (16.3.1847)
Date
1847-03-16
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2625941-2626146-2626158--0851-2628422
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

»M 86 M» nicht driv-r.'Ldtö gar iiHD ftrw2.-1mdi,l ynKmnS daher kelnen^^V'h geben lassen. Nm Schade, tausendfacher Schade, daß ihr Verfahren sie selbst Lügen straft, daß ihre äußere Form und Stellung ganz dem Vorgegebenen widerspricht cnm,?pö '? wi? ^7 rrf, ist das allgemeine Kennzeichen, welches uns unsere Weisen angegeben, um den Lehrer, der als Träger Der Wahrheit GotteS, als Leiter und Verfechter der Menschheit an der Spitze einherziehen will, darnach zu prüfen upd ,zu richten. Wer einmal den. Leitfaden der gläubigen Menschheit ergriffen, wer in den Dienst der-ewigen Wahrheit getreten und beü wunderrhätigen Srab der Alles beglückenden himmlischen Religion erhaltenmuß auch streben, genau und willig den ihm obliegendcn Befehlen der Gerechtigkeit nachzukommen, durch-treu« Pflichterfüllung und einen Gort und Men, ihm untergeordneten Menschenkinder zu gewinnen. Als führender Engel muß er zwischen Gort und Menschheit einherschwebcn, mit den Lichrfarben der himmlischen Wahrheit seine Tritte bezeichnen, und „Heiligkeit^ der vorausgrhende Ruf^der unerläßliche Bdre all'seiner Handlungen sein. (Fortsetzung folgt) . AuS Kurheffen. Ein betrübendes Ereigniß ist dieser Tage in einer nicht , unbedeutenden Gemeinde KurhcssenS eingetrercn, eine Trauerkundr die überall die gebührettde Theilnahme in . Anspruch nehmen wird. So ungern ich auch der Überbringer einer Trauerbor- .fchafr bin, so wenig kann ich es jedoch über mich gewinnen, eine solche Zeitung mir Stillschweigen zu übergehen, sie nicht zur Kunde Aller zu bringen. Am v3L k'z starb der allgemein geachtete und. gelehrte Kreisrabbiner zu Gelnhausen, R. H i r sch K u n r e u t h e r b'^s, in einem Alter von 75 Jahren. Er war geboren zu Baiersdorf in Oberfranken in Bayernbesuchte -in seiner Zugend die Zeschibah. zu Mainz, welcher - damals der bekannte Rabbiner 7v'>c pn'7 Vorstand. . Nachdem «r, mehrere Jahre, dorr verweilend, sich tüchtige Kenntnisse im rabbinisch - talmudischen- Fache angeeignet hatte, kehrte er wieder in sejne Hei mach zurück, wo er als Privatmann lebte. Später erhielt erdaS Rabbmat ^n Mergentheim an der Tauber, welches er längere Zeit verwaltete, und wo. er sich die Zufriedenheit, Liebe und Achtung aller Angehörigen seines Sprengels in reichem Maaße erworben darre. Endlichwurde er nach Gelnhausen berufen, an welcher Stelle -er' über 28 Jahre gewissenhaft und pünktlich allen Functionen eines seinem Glauben mit ganzem Herzen anhängenden, und mit der Religion es ernst meinenden Rabbinen eifrigst oblag. Er hatte im Anfänge seines Amtsantrittes eine Zeschibah in Gelnhausen gegründet, wohin aus verschiedenen Gegenden Jünglinge kamen, die .bei ihm im Tulmud und rabbinischcn Wissenschaften unterrichtet wurden. Den Grundsatz cn77> streng befolgend, suchte er Jeden zum eifrigen Talmud-Studium zu ermuntern und es gelang ihm, eine große Anzahl wißbegieriger Jünglinge um sich zu versammeln, da er eine gedie, gene Kenntniß aller talmudischen Disciplinen besaß, eine gute Methode im Lehren befolgte, ein riefeS und auSgebreiteles Wissen in allen sonstigen rabbinisch.en Fächern bekundete, und durch seine scharfsinnigen Disputationen die Aufmerksamkeit seiner Zuhörer fesselte. Wer den Dahingeschledenen kannte, wie ein echter, frommer Sinn ihn beseelte, wie er für den altehrwürdigen Glaübtn erglühte, der wird den innigen Schmerz und das Gefühl der Trauer mit uns empfinden, welches bei der Nachricht von seinem Hinscheiden in uns erregt worden. Gottesfurcht und Tugend waren die Leitsterne auf seiner Lebensbahn, sein Sanftmuth und seine liebevolle Zuvorkommenheit gegen Jedermann, seine gastliche Aufnahme, mir der er Jeden beehrte , seine Bereitwilligkeit, mit Rath und That zu helfen, verschafften ihm Achtung mnd Liebe bei allen Gemeinden 'seines Kreises. Zwar wurden ihm die letzten Jahre seines Lebens, die freundliche Sonne, die ihn in seinen früheren Tagen lieblich und hell umstrahlte, durch drohende, düstere Wolken getrübt und verfinstert, was wir'jedoch zur Ehre derer, welche diese Leiden ihm verursacht, gerne verschweigen, indem wir hierdurch seine edlen Grundsätze, die er im praktischen Leben so schön bewährte, erfüllen; auch er hatte allen seinen Gegnern ihre Unbilden verziehen, denn, als der streng orthodoxen Richtung angehörend, befolgte er alle Principien des Talmuds, welcher die schöne Sentenz ausspricht: 'n j'HwNach einem so fromm.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.