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Der treue Zionswächter · 1847-03-16 · 11 (16.3.1847) · page 5

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
11 (16.3.1847)
Date
1847-03-16
Page
– (sequence 5)
Language
German
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»ZH WZ in -'TViw 'pn mc macht 7 daß man pni» nnd mehre erlauben will? Daß übrigens gcmischre Ehen inS Leben treten sollten, deß dürfen wir unbekümmert sein; dafür wachen die meisten Staaten Europa's; denn waS sollte nicht nur aus dem Zudenthume, — nein, waS würde bei solcher Sachlage auS dem Christenthume werden? Man dürfte alsdann nur beiden Religionsparkeien für immer ein Lebewohl zurufen; eS wäre um beide Confcsstonen geschehen! Um sich aber Geltung zu verschaffen, um etwa dann und wann dennoch solche verbotene Copularionen zu erschleichen. mußten Eingriffe in tL'bn,;w'a geschehen: daS hieße nun so viel alS den alten Bau von der Grundmauer an niederzureißen, damit die oberen Stockwerke von selbst einstürzen. DaS wäre dasselbe Mittel in geistiger, dessen sich Simson in physischer Beziehung bediente. (Richter 16. 2S, 30). Ein jeder Missionär — sei es im weltlichen oder religiösen Leben — sollte sich mir den nach rabdintscher Allegorie norhwendigen Hauptsachen' bekannt machen: 1) wer ihn schickt? 2) sich selbst; 3) den Inhalt reiner Mission und 4) den Zweck derselben kennen. — schaden uns nur am meisten, wie sollte nun nicht ein jeder andere sich gegen uns auflehnen? uck 3) Aufklärung zu verbreiten! Wer verlangt sie? Die Orthodoxen mögen davon nichts hören und die Modernen sind seit einer Reihe von Zähren schon weit, weit vorwärts; »ä 4) um die Wankenden zu fesseln, ihnen einen religiösen Haltpunct zu geben! die sind aber schon längst wieder entwischt, die wollen gar nichthaben und sein. Vielleicht um dadurch die Emancipakion zu fördern? Welche humane Regierung unserer Zeit har denn schon solche Opfer der Inquisition verlangt? Sollte aber dennoch wider Erwarten der orthodoxe Jude die ihm dargebotene bürgerliche Freiheit um Casuisterei eintäuschen müssen, er würde sicher antworten: Bruder, behalte was du hast. (Fortsetzung folgt.) Zeitgemäße Correspondenz ' von Dav. Leop. Straffer. Fünfter Brief. Zonathan an den Rabbi. Zhre Briefe, verehrter Herr Rabbi! haben mich dermaßen entzückt, wie es nur einen rechtjüdischen Juden freuen muß, wenn er solche Aeußerungen von solch* einem Manne, wie Sie, hört. Ich laS sie, las sie wieder, und konnte des Wiederholens nicht müde werden. Wahrlich, in jedem Worte liegt tiefer Smn, jeder Satz bleibt mit unverrilgbaren Buchstaben meinem Gedächtnisse einqeprägr. Ich kenne schon unserer Reformer coquetkirendeS Streben. — Doch ich wüßte gerne, was dieser Leute Denken ist, wenn sie so umhecblicken, und den angestifreken Ruin gewahren, das Resultat ihrer Bemühungen. — wie sie sich vor ihrem Gewissen rechtfertigen, wenn sie durch ihre Ränke den Samen der Zwietracht und Zerrüttung in die sonst friedlichen Gemeinden streuen. Wahrscheinlich ist bei ihnen Gewissen nur ein leerer Ton, der im Zeitenraum schon längst verhallt. Sind sie ja reine Geister der Zeit, die weder Herz noch Gefühl haben. Und wenngleich sie während ihrer Zusammenkunft sich Feten geben lassen, und inzwischen ihrer Beschlüsse und heiligen Verrichrnng zechen und sich recht vergnügen, thun sie's nur gleich jenen in Menschengestalt einherwandelnden Engeln, die vor der Verwandlung Sodoms zum Patriarchen Abraham kamen, um daselbst Speiie und Trank zn nehmen. Wir fragen, was sie denken, wenn sie immer vom „Zudenthume" sprechen und abhandeln, und vielmehr ein NichtSthnn haben; was sie antworten würden, so die Frage an sie gestellt wird, waS ihr Prinzip ist. welcver Religion und welchem einer Religion, die daS Gepräge der göttlichen Wahrheit an sich trägt, deren Echtheit sich an dem Probestein der Zeit und der Schicksale bewähret, und deren unverbrüchliche Treue mir dem Blute vieler Märtyrer besiegelt, zu bekritteln und zu modeln? Das sind Rärhsel. unauflösliche Räthsel, die uns geneigt machen, unser» Feder in tiefer Ehrfurcht vor ihnen niederznlegen, und ihnen daS Lob einzugestehen: daß sie übernatürliche Wesen v'rööv »2-2, wir aber nur sind, und daher unser Blick in ihre geheime Rachschläge

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