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Der treue Zionswächter · 1847-03-16 · 11 (16.3.1847) · page 4

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
11 (16.3.1847)
Date
1847-03-16
Page
– (sequence 4)
Language
German
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GAr- 54 G^D Zögerung sv viel als rhunlich zu meiden, und wenn auch nicht gleich in dem vollständigen Maaße. in der Ausdehnung, in der Form, die für die definitive Gestaltung nülhig und beliebt, doch solche Einrichtungen und Vorkehrungen zu treffen, daß wenigstens den Hauptzwecken so weit als thunlich schon jetzt Genüge geschehe. Eine m'.tdrharige, segenspende Hand har uns schon mehrere hochwichtigen Zwecken Nachkommen zu können, stctS für sich keine andere Geltung beanspruchend, als die der Vollbringung einer Gurchat, die nur daS allsehende Auge des Höchsten erschaut. Abermals ist unS dieser Tage eine neue Spende zugegangcn, unter derselben strengen Anonvmitar, die bisher diese Gaben so rühmlich edlen Gebers gemäß verwandt werben, und damit jene heiligen Zwecke schon jetzt einer rheilweisen Verwirklichung entgcgcngehen, sollen diese und einige andere bierhergehörige Gelder zur Unterstützung der hiesigen c angewendet werden, um diesen eine desto bessere und ungestörtere GckLenheik zu verschaffen, sich ihrem lüdisch-thcologischen Studium, ohne drückende und quälende Nahrungssorgen, und ohne hiesige Privaten zu sehr zu belästigen, ganz hingeben zu können. Haben wir solchergestalt auch einstweilen noch kein Seminar, so wird der Hauptzweck jener Stiftung auch in dieser Weise sehr wesentlich gefördert werden, und allen, die zu diesem wahrhaft zeitgemäßen, echt religiösen Werke lhr Scherflein bcigetragen, vor allen jenen unbekannten, großmüthigen Wohlrhärer möge das schöne Bewußtsein lohnen, ein wahres Gotteswerk hienieden gestiftet zu haben, so segensreich, wie wohlrhätig, im Interesse der Menschheit, im Interesse der geoffenbarten GotteSreli, gtvn. Religion und Enranerpation. Vom Religionslehrer Holländer. (Fortsetzung.) Die Versammlung, was will sie? waS nützte sie dis jetzt? Selbst nicht einmal in ihren eigenen Gemeinden dürfen und können sie ihre Beschlüsse geltend machen, umsoweniger, daß solche auf die ihnen fremden Gemeinden hinwirken sollte! und 'p 7>v7 tnv «p?V'7M rwwc Will man die sogenannten modernen Juden belehren oder ibnen Absolutionen errheilcn? Ach, wie lange und wie weit find diese schon vorgeschritten bevor noch eine Versammlung inS Leben trat! — Es-giebt fast keinen 7>cr?, den solche Art Leute nicht schon längst hinter den Rücken geworfen; ja, eine Versammlung wird von ihnen für alle Mühe nur verpönt, ungeachtet sie diese unterstützen und sich bei ihnen als rheilnehmcnd stellen, um im Eigendünkel ihres Herzens sichern Schrittes so weiter durchs Leben zu gehen. — Dahingegen beim orthodoxen Iudenrhume eine Reiigionsneueruna, welcher Art sie auch sei, durchaus keinen Eingang findet. Welche dritte Elaste bliebe nun noch übrig, — keine andere, als Mst-melieu, di. IndifferenkismuS, und der ist es eben, der für weiter nichts, als für Emanciparion Sinn hat. Speculiren ist ihr Alles. Sie sind eS, die bald hier, bald dorthin auf Stelzen einhergrhen. Da nun aber Religion und Emancipaklon zwei verschiedenartige Begriffe sind, sich aber dennoch gegenseitig wol vertragen und harmonisch zusammen bestehen können, fo wäre jene feine Spekulation auf Zrrlhum basirr. — Der größte Theil der europäischen Staaken ist viel zu milde und tolerant als daß sie ihre Gratifikationen nur lediglich um Gewissensfcrupel hergeben sollten! — und: was entbehrt denn eigentlich der Israelit in den meisten nicht emancipirren Staaten heurigen TageS noch? Etwa einige Eonceisionen zum Gürererwerb, zu Anstellungen?! —Auch diese werden ihm schon mir der Zeit ohne Gewiffenbisse bewilligt werden. — Vergleichen wir unS mir unfern Ahnen, die noch vor kaum einem halben Säculum den bittersten Schmähungen und Verfolgungen auSgefttzr waren, und also gewissermaßen mehr berechtigt gewesen wären, sich in religiösen Angelegenheiten nachgiebiger als unser wirrenvolleS Zeitalter zu zeigen, und dennoch ertrugen sie Alles mir Geduld und blieben standhaft im Glauben ihrer Värcr. WaS Alles haben wir dahingegen ohne unser Vorwissen schon gewonnen, ohne daß es je einer Regierung Europa's eingefallen wäre, unbedingte Religionsopfer zu verlangen; zu welchen glänzenden Aussichten berechtigt uns nun dieser Rückblick, daS noch Fehlende auch bald ergänzend zu erlangen?! Werden wir auch hieraufeinen, wenn auch in anderm Sinne ausgesprochenen Sah an: 12t tMN. Sind eS denn jene wenigen noch fehlenden Eoncessionen werth, daß man ihretwegen das aus uvserm Gottesdienste verdrängen will? daß man Eingriffe 1

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