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Der treue Zionswächter · 1847-03-16 · 11 (16.3.1847) · page 3

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
11 (16.3.1847)
Date
1847-03-16
Page
– (sequence 3)
Language
German
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meinden am Wenigsten geneigt sind, sich solchen Nach schlagen oder 'Beschlüssen zu unterwerfen, die hier um so. mehr bedeutungslos, als den Negierungen gegenüber die Beschlüsse einer aus Beamteten und Amrslosen zusammengesetzten Versammlung, als. maaßgebend betrachtet zu werden, wol nicht die Rede sein kann. Nennt mir doch im großen deutschen Vaterlands zwei Gemeinden von einer nur mittelmäßigen Bedeutsamkeit, die als solche u. pure sich jenenRachschlagen und Beschlüssen fügen werden? Oder bezweifelt Zhr etwa die Anhänglichkeit des größten Theils der Rabbinen.an dem orthodoxen Zudenchurye und den von den Protestirenden aukgestellten Principien? Die in jenem angeblichen Schreiben aus Breslau angeführten Tharsachen mögen Euch das Gegenrheil zeigen. Wir verhehlen es nicht, sprechen es vielmehr mit inniger Freude, mit wahrem Hochgenüsse aus, wie das Gemein r Gefühl seit der Zeit des bekannten Protestes im Kreise der orthodoxen Rabbinen sich bedeutend verstärkt, wie sie nicht abgeschlossen in sich selbst, rheilnahmlos gegen alles Fremde, die religiösen Angelegenheiten behandeln, wie sie vielmehr in Übereinstimmung und nach festen Planen da gemeinschaftlich handeln und wirken. Einer für Alle. Alle für Einen, wo eS die allgemeinen Angelegenheiten deS Zudenrhums betrifft. Wir lassen lrnem angeblichen Breslauer Artikel gerne seinen Aerger, seine Galle in .sich herabwürgen, lassen uns in keinen persönlichen Worlkampf mit ihm ein, enthüllen nicht Unwahrheit und Lüge, die zumal ohnedies vergeblich verschlveudek sind. Wir kennen ihn besserjenen Geist der Majorität schlesischer und posenscher Rabbinen, kennen sie sehr wohl, die beruhigende Antwort und Garantie der frankfurter Gelehrten, wissen es. wie durch diese lichtvollen Antworten Die Gemeinden des Großyerzogthums enthusiasmirr worden sind. Nur zwei Rabbinnen agiren dagegen? Und diese ständen unter fremdem Einflüsse? Unter dem Emflusse ihres eigenen Gewissens, ihrer Ueberzeugung, ihrer unwandelbaren Treue gegen orthodoxes Zudenthum stehen und handeln nicht nur zwei, nein, über vierzig schlesischer, posenscher, preußischer Rabbinen, und sie beurkunden jene Ueberzeugung dadurch, daß sie entschlossen sind, bei jener Versammlung sich nicht zu betheiltge.n, weil - sie dieselbe als dem orthodoxen Zudenthume-zuwider betrachten. Vergeblich ist daher die - MühedslkH hingeworfene Namen die Massen zu ködern; der vorzüglichere Theil wird sich mol hüten, sich blindlings iq die vornehme Gesellschaft von n hineinzubegeben; die. indeß dennoch den Versuch gewagt, sie werden ihn bereuen, sich gerne für die Zukunft zurückzteheii, die etwa gefaßten Beschlüsse, sie werden spurlos und unbeachtet vorübergehen, kräftiger aber wird darstehen und für ewige Zerren bestehen die unverfälschte, über Zeit und Verhältnisse erhabene göttliche Religion, das wahrhaft orrhodoxe Iudenkhum. . Mittel zur Beförderung des Talmud-Studiums. Altona. Daß es zur Hebung deS religiösen Sinnes im Gebiete des orthodoxen ZudenrhumS vor Allem Förderung und Belebung jüdischen Wissens, indischer Gelehrsamkeit bedürft, ist eine so allgemein anerkannte Wahrheit, daß von den verschiedenartigsten Seiten her, von dem entgegenstehenden Srondpuncre aus, Mittel und Wege in Anregung gebracht und versucht wurden, jener unabweislichen Nochwendigkett Genüge zu leisten. Belebung des Volkssinnes für D'bel- und Talmud »Studium, Verbreitung desselben unter der Volksklaffe, Heranbildung mir jüdischem Wissn ausgerüsteter Rabbinen und Lehrer, sie sind eö vorzüglich, die allgemein als dem beregtem Zwecke am Meisten entsprechend, anerkannt worden sind. Im ersteren Sinne wurden seither in den meisten Ländern Lcrn- ,vereine begründet, vorzüglich darauf berechnet, Dlbel- und Talmud-Studium dem Volke zugänglich zu machen; im letzteren handelt eö sich überall um Gründung vo„ Rabbiner-Heminarien. Auch die Orthodoxie legte den Entwurf eines zu begründenden Seminars, dem treugläubigen Publikum vor, und fand allgemeinen Anßlang, so wie Unterstützung. Die desfallsigen Plane und Unterhandlungen bewegen sich jetzt in den Kreisen obrigkeitlicher und Regierungsbehörden, und wer den humanen, der echten Sittlichkeit und Religiosität zugechahenen Geist dieser hohen und höchsten Behörden kennt, wird nicht leicht daran zweifeln, daß, wenn auch nach mancher zu beseitigenden Schwierigkeit, nach Hemniffeu und Zögerungen mannigfacher Art, endlich von dieser Seite aus, sonder Zweifel die volle Genehmigung der vorgelegten Plane und Zwecke erfolgen wird. Aber währenddeß vergeht ein Tag nach dem andern und der verlorene schließet sterS einen zweiten in sich. Deshalb ist eS um so mehr Pflicht, hier alle und jede

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