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Der treue Zionswächter · 1847-03-09 · 10 (9.3.1847) · page 6

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
10 (9.3.1847)
Date
1847-03-09
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Heere, den Bedrückten von der Hand seiner Unterdrücker zu crrcsten. Zn Freuden eilte der Held nach Moria zur Opferung seines Sohnes, um zu erfüllen Torres Ausspruch. Nicht doch begehrte der Herr deS Geliebten Tod. und. der Engel rief: Thue dem Sohne Nichts zu leide! Sähest du den Daniel, wie er betete zu f.'inem Go« vor den Augen Aller, unter Großen, die i n Bunde sich gegen sein Leben verschworen, er achtere ihres UebermuchS nichr, auch nicht der grauenvollen Grube, wo hungrige Löwen sich aushielten, brüllend nach Raub, denn er vertraute auf den Herrn, stützte sich auf seinen Gort. Und du Elender! beendest dein Geber, aus Furcht, es möchte ein Fremder dir deines Hauses Nahrung entziehen. Wenn du gehst ins Gotteshaus, um Heil und Linderung zu suchen, lassest du nichr von deiner Hände Werk. Zn Andacht aber erhebe dein Geber, rhust du dies, so wirst du gerettet vor jedem Gram und Ungemach. Vertraue auf den Herrn, und rhue Gutes, sei ganz untadelhafc vor ihm, und hüte dich vor Misselhat- Halt aus Redlichkeit und Wahrheit. Das Wort des Herrschers beobachte, Übertritt seine Befehle mchr auch im Znncrn deines Hauses. Liebe den Friede» und hasse die Friedensstörer. Liebe die Arbeit und hasse Trug. Liebe die Geschöpfe, fliehe ihre Gelüste. wie am Hellen Tage das Sonnenlicht; dann wirst du anrufen Gottes Namen und erheben den Kelch des Heiles. Hannover. Hannover, vom 28. Februar. Wie voranszusehen war, hat die zweite Kammer die Übernahme des Judenschutzgeldes auf die Landeskasse wiederum, und zwar mit 33 gegen 28 Stimmen abgvlehnt. Sie hatdas, wie schon bemerkt, des Princips wegen tbun müssen, keineswegs aus Abneigung gegen die Juden so gestimmt, denn wie sie über diese denkt, beweist der gestern auf Lehzens Antrag mit großer Mehrheit gefaßte Beschluß: die Juden zum Erwerbe von Grundeigenthum eben so unbeschränkt wie die Christen zuzulassen. Auf Sermes Antrag ist daneben für das Begleitungsschreibcn beschlossen, die Regierung, falls sie jetten Beschluß Nicht annehme, zu ermächtigen, daß Ergänzungsgesetz, so weit es die privatrechtlichen Verhältnisse der Juden betreffe, zu pMiciren. Nimmt nun die Negierung den Beschluß Nicht an, oder erspart ihr, was nicht unwahrscheinlich ist, die erste Kammer die Unannehmlichkeit, diesem Act der Gerechtigkeit gegen die Juden ihre Genehmigung zu versagen, so fällt doch wenigstens die gesetzliche Beschränkung auf die kümmerlichen 314 Morgen weg. — (H. G) Hannover, den 2 März. Das Judengesetz ist auch in dritter Berathung mit den schon erwähnten Bestimmungen hinsichtlich des Grundbesitz - Erwerbes angenommen. Leider nur ist der Beschluß der Kammer, die Juden hierin den Christen völlig gleichzustellen, durch den Sermeschen Verbesserungsantrag sehr beeinträchtigt: die Regierung zur Publikation des Gesetzes auch nach der ursprünglichen Fassung zu ermächtigen, falls sie bedenken trage, den Kammerbeschluß anzunehmen. Zwar bleibt die moralische Wirkung und die gute Absicht der zweiten Kammer, die Ausführung aber liegt, vorausgesetzt, daß erste Kammer bcitritt, ganz in den Händen der Regierung. Anerkennenswerth ist übrigens, daß, während die Grundbesitzer erster Kammer in diesem Punkte stets die entschiedensten Gegner der Juden waren, die der zweiten Kammer fast insgesammt für die Gleichstellung der Juden mit den Christen gesprochen und gestimmt haben. (H. C.) Cmdvn. Die landesherrliche Bestätigung unseres Rabbiners Hirsch als mährischer Landrabbiner hat mcht laiM auf sich warten lassen, gewiß ein sicheres Zeichen, wie von Seiten hoher Behörde sowoi die Nothwcndigkeit der Besetzung jener Stelle eLkannt, als auch -er Erwähnte genügende Bürgschaft für eine entsprechende Amtsführung in jeder Beziehung geboren. Die Brünner Zeitung enthält bereits die officielle Bestätigung H.'s, in einem von Seiten der Negierung an demselben hierhergelangtes Schreiben wird noch außerdem der dringende Wunsch ausgesprochen, sobald als möglich sich zur Amtsübernahme hierher zu verfügen. Dies möchte indeß. in Rücksicht auf hiesige Verhältnisse sich nicht gar zu schnell rcalisiren lassen, und könnte wol der größte Theil des Sommers bis zu jenem Zeitpunkte hin verstreichen. Als Nachfolger H's hört man mannigfach den Di. Lippmann, bekannt durch seine

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