Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 10 (9.3.1847)
- Date
- 1847-03-09
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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ren Doclvres. Za, ist es auch dann nur. sogar nur dem npft ft'n erlaube wenn eS ein augenscheinlicher-s»- ist, a o vicv aus wahrem Neligionsinreresse zur Umzäumuug, wegen Verhütung anderer Religionsüberlretungen. Um wie viel weniger können sie etwas abändern, die weder v'ft'N noch v'ft'2) '27 sind, sondern bloße wo komodes Leben, das Fröhnen der Lüste die Haupttriebfeder ist. Wie schön sprachen sich unsere Weisen aus in dem Satze: r>n.i5 r'nv rnijv 52 tnwt, oft 2'2v ft'^, wer die Religion auf Zeit beschränkt, dem Zeilgeiste anmessen will, der sucht ihren Untergang und zerstöret sie. — Doch sind ihnen diese vorgesührten Leute zu fremd, so will ich ihnen bekanntere verführen und ihnen beweisen, wie sie sich rein logisch irren, wenn sie hinsichtlich der Religion debattiren. Aufklärung wird nach Kanr destnirt: daS Herausrreren aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit. Die Aufklärung beruht also auf der Maxime des Selbstdenkens :c. Unmündigkeit heißt aber nach logischer Erklärung das Vermögen, sich seines eigenen Verstandes ohne Leitung Anderer nicht zu bedienen. Diese ist aber uns D. Faulheit oder andere sich selbst zugezogene Hindernisse im Wege ständen. (Siehe Klesewerrer's Psychologie, Physiologie der menschlichen Seele, Seite 201) Folglich, da Aufklärung nur dci der selbstverschuldeten Unmündigkeit zu sagen ist, so ist bei unserer heiligen Religion, da sie nicht ein Erzeugniß der menschlichen Vernunft, sondern ein geoffenbarreS, unmittelbares Werk Gokreö ist, und wir «n seine Absichten und Einrichtungen nicht eindringen können, die Maxime des Selbstdenkens ein Unmögliches, und unverschuldet. Und daher auch an keine Aufklärung zu denken, sonst heißt es ZHegirung, und ihr göttlicher Ursprung wird abgeleugnet. Zch will mich über diesen Gegenstand nicht zu weit verbeilen, weil wir ihn in diesen Blätter» schon einmal besprochen. Zch schließe mit aller freundschaftlichen Liebe. Dein Rabbi Schmu el. (Fortsetzung folgt) Anthologie aus -er ueuhebraifchen Literatur. Von ***a. Aus Rabbi Salomon Pappenheim'S nivn vnft. (Beschluß.) Der Becher -eS Heils. Fünfter Abschnitt. Die Ergebenheit in Gott ist der ersprießlichste Trost. Getränk dem Durstigen, Heilmittel für den Schmerz und Hoffnung für das gebeugte Gemüth, höher als diese ist die Ergebenheit in Gott, für die Seele, die ihn forschet. Wer sie erkennr, schauer BöseS nie, wer sie erschauet ,kennet nicht Trübsal, auch auf dem Wege, wo der Gottergebene wandelt, ist sein Murh bei ihm und spricht zu allen: daß der Herr sein Schutz sei. Wandelt er auch im Thale deS TodeSfchattenS. so fürchrer er Nichts in höchster Noch, er zaget nicht, denn er weiß, daß sein Erlöser ewig lebet, auf ihn achtet, daß keine Kraft ihm fehle, er hofft nicht auf Hülfe, harret nicht auf Sieg; denn seine Hülfe ist stets bei ihm, sein Sieg in ihm, er wandelt stelS vor ihm her. Ein Baum des Lebens ist das Gotkvertrauen, der steht zwischen Gort und Menschen, mir der einen Hand ergreift er rüstig sein Werk, mit der andern faßx er am Lebensbaum, lässerVerderben nicht kommen über seine Arbeit. — Nicht Treulosigkeit beirret ihn, nicht die Flamme verläumderischer Zunge der Menschenkinder, den Pfad zum Lebensbaume zn rvakren. Wie hoch erhaben bist du Vertrauen! Armuth und Reichkhum, Heldenmuch und Siechrhum, Alles gab Gott in deine Hand, du, über Alles schätzbar. Du machest arm den Reichen, der ohne dich ist, du machestreich den Armen der sich zu dir hält. — Ohne dich ist kein Held auf Erden, mir dir, spricht der Schwache, «in Held bin ich Und in der grauen Vorzeit Tagen (da frisch du noch grüntest in der Menschen Herzen) da übtest auch du deine Herrschaft über ihren Geist und ihre Nachkommen. — Der Erste der dich erkannte, zeigte seinen starken Murh mir einer Handvoll Leuten, das mächtige siegende Heer der vier Könige zu verfolgen, denn der Geist des Herrn unterstützte ihn, mir seinem geringen