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Der treue Zionswächter · 1847-03-02 · 9 (2.3.1847) · page 6

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
9 (2.3.1847)
Date
1847-03-02
Page
– (sequence 6)
Language
German
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»ZH 70 HK» ziemlichen Anzahl Unterschriften aus den verschiedenartigsten Gemeinden versehen, ist jetzt übergeben und durch einen hochgestellten B-eamteu, der -auch sich auf's Lebhafteste für den Inhalt der Bittschrift interessirt, persönlich Sr. Kgl. Hoh. dem. Großherzoge empfohlen worden. AlS einstweiliges Resultatist die bereits auf Ende Februars festgesetzte Wahl, bis auf weiteres - hinausgeschoben, und ist sowol jene Bittschrift dem Oberrathe mitgetheilt, als soll sämmtlicheN Gemeinden Gelegenheit gegeben werden, jede für sichdie in ihr vorherrschende Stimmung Kund zu gebe«. So wohlthätig, so annerkennenswerth auch-jene Schritte der Regierung sind, so steht es doch leider zu befürchten, daß sie den er-, warteten -Endzweckennicht entsprechen werden. Denn einmal dürfen wir es leider nicht verhehlen^.daß die unglückliche. Saat, die H. in unserm Lande, zur Untergrabung, zur Ausrottung unserer jüdischen Religion überall reichlich ausgestreut, ihre bitter» Früchte getragen, und manches sonst so biedere, dem Väterglaüben anhängige Herz, diesem entfremdet hat; andrerseits haben wir es bereis früher erklärt, so lange H. im Lande sei, dürfe die Wahl seines Nachfolgers nicht stattfinden, da er natürlich den Rest seines Einflusses und den einiger Gleichgesinnten dazu verwenden würde, um einen Nachfolger zu erhalten, von dem er überzeugt sei, derselbe werde würdig das von ihm begonnene DestructioNswerk zu Ende führen. Deshalb also fürchten wir sehr, es möge jene Negierungsmäaßregel nicht zu dem erwarteten, erfreulichem Resultate hinführen. Doch geben wir die Hoffnung nicht auf, den Candidaten der drthödoren Partei, den Oberlehrer Ob. Frensdorff aus Hannover am Ende noch reüssireü zu sehen. Sollten indeß unsere Bemühungen vergebens, sollte es H. gelingen seinen würdigen Lurenburger Bruder uns aufzudrängen, um seinem begonennen Zerstörungswerke die Krone aufzusetzen, dann freilich bleibt uns Nichts übrig, als — Trennung, gänzliche und allgemeine Trennung. Denn vom Neuen uns ' solchem Gewissenszwange hinzuopfern, dazu wird uns loleicht Niemand vermögen, das ist nicht die Absicht der hohen Landesregierung, dafür ist unser allgeliebter Eroßherzog zu gerecht, zu religiös gesinnt. Deshalb nicht den Muth verloren. GroWrMthum Hessen. DarZnstadt. Verschiedene Blätter theilen nach dem L.. I. von hier aus die.Nachsicht mir, wie die Großhzgl. .Regierung dem Landrabbinen auf eine desfallsige Beschwerde eröffnet, daß es jedem Israeliten freistehe, die Beschneidung an seinem Kinde vollziehen zu lassen oder nicht, und ein Zwang im Untersuchungsfalle nicht obwalten könne. Wie wir hören, ist jene Mittheilung eine durchaus ungenaue und um so Mehr verfrühet, als'die betreffenden Acten bisher noch nicht bis zu ihrer letzten Entscheidung Kfdiehrü sind. Sollte der Grundsatz, der Staat sei weder berechtigt noch verpflichtet, sich bei der besagten Angelegenheit überhaupt zu betheiligcn, eine definitive Genehmigung erhalten^ so wollen wir nicht unterlassen, andererseits darauf aufmerksam zu machen, wie das religiöse Prinzip der Frage dadurch hinlänglich gewährleistet ist, indem es zugleich ausgesprochen worden, wie es dem Rabbinen einzig und allein anheim gegeben sein müsse, zu bestimmen, in welcher Beziehung ein etwa derartiges Kind fernerhin noch als der jüdischen Religionsgenossenschaft angehörig, deren Rechte und Beneficien theilhaftig, anzusehen. Daß dadurch jener angegebene Bescheid wesentlich modificirt wird, ist leicht einzusehcn. Aus Oberfranken. Mit Vergnügen habe ich, w. H. R., schon oft aus Ihrem „Wächter" erlesen, wie sehr man bemüht ist, allen Gebrechen im Iudenthume abzuhelfen. Ich erlaube mir daher, Ihnen Folgendes mitzutheilen. Der hiesige Feingoldschläger v'/H ist im Besitz von die er zum Verarbeiten gekauft, und wie er vorgiebt, von einem Fremden aus Frankfurt; weigert sich jedoch hartnäckig, die verruchte Hand zu nennen, die ihm solche verkaufte. Es ist wahrscheinlich, daß solche wv»-,' aus einem Schulboden irgendwo, wo sie als ^20 hingelegt waren, gestohlen und verkauft wurden. Ich glaube, daß, wenn Sic auf einen solchen Vorfall in Ihrem viclgelesenen Blatte aufnzerksapi machen, gewiß ein jeder Gemeindevorstand eine solche Sache beherzigen, und Vorkehrung treffen wird, ähnlichen Fällen vorzubeugen.

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