Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 9 (2.3.1847)
- Date
- 1847-03-02
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2625941-2626146-2626156--0832-2628401- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
»W 68 Durch Deine große Majestär verknüpftest Du die Herzen der Menschen in einen Bund zu ihrem Ruhm und ihrer Ehre, über sich zu bestellest Einen-Führer und König, Richter und Beamte in all' ihre Thore einzusetzen, Land- und Wasserstraßen einzurichte» alle» Schädliche zu entfernen, Gewicht und Maaß und Handel und Erwerb zu ordnen. Gotteshäuser gründe» sie und Schulen, niedere und hohe, Anstalten für Leidende. Schwache und Kranke. - Und wenn die Glieder eines Geschlechtes von den Bauden der Leiden bestrickt werden, Pie Krankheit sie auf's Lager hinstreckt, so versorget Jhp Verwandte sie mir Nahrung und Kleidung und heilenden Mitteln, um vor der Gruft ihr Leben zu retten. Auch die Famite ist innigst vereint. Kinder, Eltern» Frauen Und Gatten bieten einander hülsreich die Hand bei ihrem Erwerb and ihrer Ernährung, rheiten sich gleichmäßig einander daS Ermngene mir und genießest es in FreUden. Denn sowie bei größerer Menge ZnstnltneNkerl auch melodischer die Töne erklingen von der Harf' und Leier, so einigen harmonischer die' Seelen sich, wenn Brüder geeint zusammen leben. Zst des Guten viel^ so genießt Zeder seinen Theil, ein Zeder freut sich mit des Ändern Freude. Ergreift den Einen das Geschick der Zeit, um ihres Feuers Glur auf ihn heb zu etgieße„, so sieht ihm.-bei fein Bruder« lindert seinen Schmerz, erstattet ihm wieder seinen Verlust bei erquickenden und tröstenden Worten. : . Vierter Abschnitt. Mahnung an den Menschen. auf^Hoffnung und Vertrauen auch bei größter Ger'sHr. . Wie schonbist du > meine Freundin, Hoffnung! Wie lieblich! Wie herrlich sind deine Wohnungen du Fürstenkochler> Fromme lieben dich, deine Lippen o Hoffnung, gleich Purpnrfäden, anmmhig deine Rede. Wenn liebevoll ertönen deine Harfenkkänge — so verruss' ich jeden Kummer. —Jedes Leid und Mühsal achte ichder Spreu auf Bergengleich. daS wechselnde Geschick des Tages gleich dem Wirbel gleich Stoppeln vor dem Winde. -—Wenn du mit mir wandelst, so gehe ich muchig und gekräfrigt ün jeden Ore,' wohin wir kommen, dnm treu sind mir deine Zeugnisse» Die Lieblichkeit deiner Worte: Soll denn immer bas Schwert verzehren, ist nie lügen gestraftworden. — Ss oft umwötktt sich der Himmel über Meinem Haupts, sehr ries wurde ich gebeugt, ich dachte: der Leben-faden ist mic abgefchnitten; aber ein milder Hauch de» Herrn zog vorüber und machte den Himmel wieder Heuer.— Tretet hierher, die hiev in die verderbende Schling«! schon gefallen sind, nicht ein und zweimal, tretet her und ihr werdet gerettet! Zeuget wider mich, ob eure Worte «ol «erden wahr befunden werden oder nicht! Zeiget mir doch die Männer, die ihr stets im Unglück sehet vom Tage ihrer Geburt bis zu ihrem Tode? Zhr habt Las Thal des Herrn voll von menschlichen Gebeinen und sprechet: Werden diese wo! zum glücklichen Leben wieder gelangen? Werden sie wieder aufleben aus dem Staubeshügel, du sie so zerschlagen find? Aber ein Geist gehr ans vom Herrn haucher Odem ihnen ein und sie leben. Mit euren Augen sehet ihr sie heute kräftig erglühen und ihr« Kraft verjüngen. Wer Hemmer den ungestümen Geist der Fürsten am Tage des Schlachtgewühls (wenn ihre junge Mannschaft verwundet, hinsinkt wie die Halmen durch den Schnitter zur Rechten und zur Linken) mit Much den Wahlplatz zu behaupten, zu stehen wie In Gideon einst die Sonne, bis das Volk an den Feinden sich gerächt? — Wer gebierer dem Ungestüm des brausenden Meeres vor denen, die die See befahren, um einen andern Himmelsstrich zn entdecken, ein neues Land — und sie finden es? — Oder wer bewegt den Kaufmann zu kühnen Unternehmungen, sein Gur zu wagen um des Erwerbes willen? Du, Hoffnung bist es, du meine Theuerste! Zn jeder Noch und Mühsal eilr mein Herz nach dir zur Zuflucht. Himmelsrochrer in dir suchte ich immer meinen Trost — und er ward mir. ——- ZeitrMgsNKchrichterr. Mecklenburg Schwerin. Wir haben Ihnen bereits früher mirgetheittwie hervorgerufen durch den Rekigionselftr zweier Gemeindevorsteher im ganzen Laude eine Addresse an Größherzogl. Landesregierung eivkulire, Vanftt die Wahl eines neuen Landesrabbinen nicht auf einen zweiten H. falle. Diese Addressemit einer