Mannheim
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Der treue Zionswächter · 1847-02-23 · 8 (23.2.1847) · page 6

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
8 (23.2.1847)
Date
1847-02-23
Page
– (sequence 6)
Language
German
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162 ZsitARgsNKchrichten. Preußen. Derliu. Die neueste Nummer des Miuisterial- Blattes für die gesanuute innere Verwaltung enthält u. A. nachstehende Verfügung vom 4. November v. I., baß -ei den, den Juden abzunehmeuden Bürger- und den Dienst-Eiden jüdischer Bürger und jüdischer städtischen Beamten, nur die Betheuerungsformel: »So wahr mir Gott helfe", als für Juden und Christen gleich angemessen zulässig ist. Äaden. Mannheim. Dieser Tage soll, wie wir hören, vom hiesigen Synagogenrath, das Gesuch an Großhcrzogl. Ministerium des Innern, um Erlaubniß zur Abhaltung der diesjährigen Rabb. - Versamml. dieselbst, abgegangen sein. Diesem Gesuche haben sich indeß nicht alle Synagogenräthe angeschlosseu. vielmehr drei derselben ihren Dispens kundgegcben; und deshalb ihre Namensunterschrift verweigert. Da die Erlaubniß zur Abhaltung vom Ministerium jedenfalls crthcilt wird, da es sogar beziehungsweise derselben durchaus nicht bedarf, so war es sonder Zweifel von Seiten jener drei Synagogenrathe das Nichtigste, durch die Nichtunterschrift ihres Namens, wenigstens es zu beurkunden, wie die projektiere Versammlung hier, selbst von Seiten des Vorstandes durchaus gemißbilligt werde. Was aber bei jenem Gesuche das Bemerkenswerkheste ist, daß in demselben zn gleicher Zeit darum gebeten sein soll, Grvßhcrzogliches Ministerium möge allen Rabbinen Badens befehlen, sich, zu genannter Verfammlnng dieselbst einznfinden. Nun das hätte noch gefehlt. Französische Confcription, englisches Matrosenpressen zur Completirung des verstümmelten Cadavers. Bis jetzt hat man Geld, gutes Essen und Addressrn als Preis für die Besuchenden anSgesetzt; allein die Cassa ist bedeutend zusammengeschrumpft, somit giebt es nur knappe und magere Kost, die Advressen wollen trotz aller Mühe und alles Colportirens nicht mehr von Statten gehen; deshalb sinnen wir auf ein neues, wirksames Mittel. Der gelehrte Präsident der vierten Versammlung will nicht vor leeren Bänken präsidiren, in seinem Gehirne entstand die großartige Idee, die NabNnen zu pressen, sie auf Schub und Psr korye hierherbringen zu lassen. Wenn dir Idee nicht so abscheulich verschmitzt wäre, Z>at«r Immormsür ich hatte Lust, sie herzlich dumm zu nennen. Nun wir werden sehem Daß übrigens der Erzeuger jener hohen Idee deshalb wirklich und ernsthaft auf ein Belvbungsschrciben Seitens des Ministerium des Innern stark sich Rechnung mache, ist, wie ich aus glaubwürdigster Quelle Ihnen versichern kann, eine reine Unwahrheit, und rührt diese Angabe von jenen Neidischen her, die es einem Ehrenmanne nicht gönnen, während eines halben Säculums wenigstens eine hohe Hdee zu Tage gefördert zu haben. Hsxieuti 8ut. Ungarn. Presburg, im December 1846. Es ist nun ein Jahr vorüber, daß die Verwirrung und Zerrüttung in der Papaer Gemeinde ihren Anfang genommen, und fort und fort im bedauerlichen Zunehmcn ist, ohne daß ein Wort der Beleuchtung über dieselben dem Publikum zugekommen wäre. Wir wollen solches hier in Kurzem thun und das Urtheil den Lesern überlassen. Also, mit Anfang 1846 wurden in den Vorstand und Ausschuß 7 bis 8 Verwandte vom fernen bis zum nächsten Grade an die Spitze der Gemeinde gebracht, unter diesen einige, welche das Löste Lebensjahr noch nicht oder kaum überschritten haben, und alle geleitet von den Eingebungen des in diesen und andern Blättern erwähnten P. Die Synagoge, den Voranschlag weit übertreffend, wurde dem Vorstande von der Grundobrigkeit ans Herz gelegt, denn sie war um die von ihr selbst gemachten Vorschüsse au Baumaterial nicht ohne Sorge, wenn der Ausbau nicht geschehe und für die Sitze lange kein Geld entkommen sollte. Die Vorsteher, den reichsten dortigen Familien angehörend, erlegten ungefähr dew neunten Theil der Gesammtcasse des Baues, sicherten aber ihr Kapital durch Einschreibung oder Vormerkung auf eine diesem Dorschußbetrage entsprechende Zahl Synägögensitze. Hierauf ließen sie den Befehl der Grundherrschaft in der Synagoge pnbliciren, daß in den Gemeinde-Angelegenheiten, selbst in Religions- «nd Gewissensachcn Niemand stimmberechtigt sei, der nicht Besitzer eines Synagogensitzes in Werth von 360 Fk. C.-M. ist. Wer einen Sitz für 230 Fl.

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