Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 8 (23.2.1847)
- Date
- 1847-02-23
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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63 Hab, der hat nur eine halbe, und wer für 30 Hl., ein Zehntel Stimme u. s. w. Gegen diese Schöpfung einer Syuagogenaristocratie prvtestir-e das Publienm durch Toben, Klopfen u» s. w. Mehre von diesen wurden sogleich vom Vorstand der Obrigkeit bezeichnet, wurden oingesporrt und wie Verbrecher in Ketten vor Gericht gestellt. Ihre Sentenz ist noch houto nicht gesprochen. Die Gemeinde» nicht der Vorstand-, fragte um die Ursache dieser es hieß: die Noth, in welche der Bau der Synagoge gerathen. mache eine Hebung u. AuSzcichvmrg derjenigen nythig. hie ihn unterstntzenj. — Obgleich die allergrößte Noth kein Gesetz n. keine Gerechtigkeit brechen sollte. — Die Benachtheiligten stellten nun Subskriptionen u. Sammlungen an, um ebenfalls Geld für die Synagoge aufzubringen. Als sie mehre Tausend hatten, wollten sie die Obrigkcit vyn dem günstigen Resultate benachrichtigen, wurden aber schmählich abgewiesen, als Leute die jeder Unterhandlung unwürdig. Mit hem Frühjahre wurde der Bau mit großer Emsigkeit betrieben, und noch vor Beendigung desselben auf den lfeir emgesührtr« Stimmfuß und im Sturmschritt ein Rabbiner ausgenommen, trotz gerichtlicher Verwahrnng von Seiten der Nichtbefragten, trotz eines Befehls der Kgl. Statthalterei, welche den «Intus, qno bis zu Ende des um das Stimmrecht, eingelejtete« Prozesses geboten. Der Errvählto kam trotzt der: Mißstimmung der Gemeinde in der Gemeinde mit vielem Pomp, unrev woklbezahlten Anreden, Fackslzng, Illumination, Gassentumult re. Antrittsrede, Grundsteinlegung, Einweihung, ri-'w Predigten und die großen Bußfciertage folgten gedrängt aneinander, die letzteren mit besonderer Weihe. Es war unter diesen Feiertagen nicht Einer, an dem nicht Inden eingesperrt und vor Gericht geschleppt wurdenr Am Laubhüt- .teufest wurde sogar Einer unter großem Volkszulauf geprügelt und unter den Prügeln a« de» ren hernmgeriffen. Die Welt möge: ans diesem, Umstande auf die Unparteilichkeit in dem Verfahren der Unzufriedenen schließen. Die Vorsteher sollen übrigens mit. diesem Verfahren keineswegs einverstanden gewesen sein; sie hätten nämlich mehr MtML au. mch^LMeauLgrtheilt gewünscht. Wem. ihre Gemeindereform nicht in den Kopf will, dem soll sie wol auf andere Weise hergebracht werden. Und wie verhält sich der Rabbiner ir» dieser Angelegenheit? Einstimmig erzähle man uns, daß er sich mit dem Propheten Jeremias vergleicht, gegen alle ovthodoren Rabbineu als gegen falsche Propheten eifert und Alle verdammt und verfolgt, die nicht an ihn glauben. ES ist unerhört daßdieser Man» Alles thut, nm sich zn halten, mir den Schritt nicht» der ihm znsteht. Er will Ri-omnnden's Herz gewinnen» er will, die Liebe, seiner Gemeinde, sich erprügeln lassen. — Was Wunder, daß die gehetzten und geguälten Leute nun ihre Schritte gegen ihn selbst richten und Alles thun, um seine moralische Untüchtigkeit zn beweisen; ob ihnen dies vor Gericht gelingen werde, ist zu bezweifeln. Ränke und krumme Wege sind seinem Busenfreunde, dem obgencnrnten P. viel besser bekannt, nird wie er ihn gebracht, so wird er ihn auch halten; aber die moralische Ueberzeugung hat schon Jeden von diesem Nabbinen, daß nicht ein» einziger Gottesgedanke in der Brust dieses Mannes lobt, der nur nach dem Bei falleder Ehristeir. strebt,, und seine jüdischen Brüder als die Stufen betrachtet,, ans Vir er treten müsse, um aufwärts zu klimmen» Abevwodnrch ist dies Alles möglich geworden? werden Siefragen; ist in Eurem Lande Niemand gerecht? und übtman dorr die Gesetze nicht?—O ja, aber bei einem Prozesse, bei dem man es verstanden, durch die großen Mittel des Einflusses und der Gewalt den Gegnern alle Wege abzuschneiden, sich selbst in die vortheilhaftesle Position zu setzen» ein solcher Prozeß ist schwer zu führen. Wir waren auch oft erstaunt über die Gewalt, welche der viclerwähnte, übelberichtigte P. auf seine Leute hat. Don seinem Geiste und seinen Kenntnissen ist uns sonst nichts bekannt, als daß er Aufsätze für eine bekannte Zeitung schreibt, die nebst einem schlechten Stile immer eine Menge fi-emde, wissenschaftliche und technische Ansdrücke enthalten, die der Herr sicherlich selbst nicht verästelst, sie haben immer einen-verkehrten odergar keinen Sinn. Ueber seine praktischen Kenntnisse haben die uns bekannten Papaer keine bessere Meinung, als wir über sein Schriftstellertaleut hegen,, und ist er zumal als Parteimacher, und Verleumder aller Praris baar, und wird nur von solchen verwen- . der», bei- Leuen., er. dem. Spaßmacher.. uuL. Speichellecker zugleich abgiebt.