Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 8 (23.2.1847)
- Date
- 1847-02-23
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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»W 59 rung zu erkennet,, dazu bedurfte es nicht, daß eS Gott erst dem Menschen sagen mußte, daS vermochte der Verstand allein aufzufinden! — Ich habe hier daS Verwachsensein unsrer commencakorischen Frage im großen Zeicrhema der Gegenwart gezeigt, hier hör' die Antwort: c!n, nur als Allmacht und Allgüte si-rsi,, bin ich von jenen hohen Forschern gesehen worden, das haben sie mir aller Kraft und Niesenanstrengung ihres Verstandes selbst entdeckt gefunden; aber '? wo, als als erhabenstes, übersinnliches, außerwelrlicheS Wesen, an dem der Zollstock des Raumes und der Zeit zersplittert, jede menschliche, noch so Erhabene Darstellung zur Fabel wird- und daS darum nur auf übernatürliche, übermenschliche Weise erkannt sein will —??!> — als solches Wesen bin ich nicht erkannt worden, auch von bin trefflichsten der Menschen nicht, außer ich hatte eS ihtieni tzeoffenbatk, gelehrt, gezeigt, und im ÄZött üNd Diispkl erläutert. — Zä, so ist's, zwei Gesichter hak die Natur- Sommer Und Winter, zwei Kleidet hat d^r Himmel, däS ivtlße des Tages und das schwarzblaüS der Nacht, zwei Polarpuncle hat das LebeN, die Nördspitze des Unglückes und die Südspitze des Glückes, und wenn dü ja aufgeweckten Geistes bist und nicht dumpf hinbrütest, so ist Alles, was dü däVNrch erkennest- Gottes schmetternde Allmacht und Gottes, wie mit einer Mntterbrust Alles saugende Güte. Zm WiÜrer schaüerst du uNd sagst: Benedei, Meine Seele, den Herrk, Herr, Allmächtiger, groß bist du gar sehr! Zw Sommer knieest du auf die grüne Ftur uNtev Dlumeti ünd dufrigeü Pflanzen nieder und sagst: Schmecker und sehet, wie gütig der Herr ist! Am Tage sagst du: O! Vater, in welch' liebliche- Gewand kleidest du deine Tochter, die Schöpfung! Zn der Nacht rufst du r AllMachrsvoller Her,;! waS vermögest und könnest du AlleH. allen Myriaden Wesen ihr lichkweißes Kleid auszieheü sie schlafen legend. Z» deinem Glücke preisest du die Gnad' des Herrn; in deinem Unglücke zitterst du und sagst bebend: Dein ist die Gewalt, Macht! — stehest Du^ ich Hab' dir Sterblicher Gerechtigkeit widerfahren lassen und dir gezeigt, was du zu entdecken, selbst zu entdecken, selbst zu entdecken vermögest- Allmacht, (k) und Allgüte ( c); aber damit hac'S auch ein Ende mit deiner Entdeckung und deiner Kraft; weiter, und härtest du auch Falkenaug' und Adlersflügel, weiter bringst du es nicht. — Und wie viele, viele Fragen bleiben wir dank hiiiteö dieser Keünrniß übrig, wie lechzend lassen sie mein Herz, wie matt meinen Geist, ik dem der Wissensdurst entbrannt ist. und doch nicht gestillt werden könne» w 'kö v'7^ «co- . meiüe Seele durstet zu Gorr, dem Gotte des Lebens, d. h. eben VaS Erkennen der lebensvollen, nie stillsiehenden Allmacht, bis wir auf dem Wege der Vernunftbetrachtung erkennen, läßt Mißbehagen, Durst und Sehnsucht zurückweil »Vir sehen bei» Srern weiter und weiter rollen, und wir dennoch stehen bleiben müssen. WaS kann ich der erkannten Allgüte für Dank erwiedern? Wit die Ehrfurcht vor der erkannten Allmacht würdig in That ausdrücken? Wo ist die Hoffnung, daß dieses mich zerschmetternde und väterlich umarmende, allerhöchste Wesen mich, mich, den Erkennenden, den Begreifenden unter seinen Geschöpfen, mich, den Wurm mir seinem besonder» Varerruf beglücken werde? Ach, wie gern käm' ich mir ihm zusammendem, der mir so nahe uttv doch so fern, so fern ist! — Wie, wie will ich übrigens die zwei selbst aufgefundenen Lehren der Allmacht und Allgüte in Einklang bringen, mit einander auSgleichen, siüd sie doch beide gewiß uNd wahr, utrd doch scheinen sie sich zu widersprechen? — So fragt daS durstendemenschliche Gemüch, der halbgelehrte Geistein Durst, eine Frage, die der Psalmist vielleicht Mit den wenigen Worten angewinkt: Wsiwy v'?!: 'rs r>b75' — Wenn werd' ich endlich kommen und erscheinen vor dein Antlitze Gottes? — Nun hier hast du die Kraft und Mache der Offenbarung, des selige Vergnügen Und da- Glückwelches sie über die Welt gebracht! Die Offenbarung, sie giebt Antwort auf alle diese, vlNt Menschenverstand wie verschlossene Rächstl vorliegenden Fragen, sie lehrt dich Gorr ehrfürchren Mit Zittern und zerknirschender Demuth und doch auch ihn lieben Mit flammender Kindesliebe, mit enrgegettfiiegenver Sehnsucht uüd heißer Dankbarkeit, sie, die Offenbarung, öffnet diö die Augen, daß du stehest in die Welt, wis in einen klaren Spiegel, flehest, wie Alles, Strafe Und Liebe, Zerschmettern und Erbarmen EiüS ist — in ihren Geboten, in ihren Lehren müßt VN es nnr suchen, und der ällerheikigste GotteSNarne an die Spitze ihrer Lehren gestellt, zeigt'- Vir sofotc an. welchen Unterricht du bekommst, Venn so wenig wir von diesem allerheiligsten Namen verstehendaß der Mund stumm ist, um ihn auSzusprechen uNd die Zunge keinen Vocal hat, ulk ihn zu betonen, so sehen wir doch mir unsrem schwachen Kindesaagi' schon, da in diesem einzigen Name» all- M-ckenes des Lebens,