Mannheim
Compact Memory

Der treue Zionswächter · 1847-02-09 · 6 (9.2.1847) · page 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
6 (9.2.1847)
Date
1847-02-09
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2625941-2626146-2626153--0806-2628372
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

flächt hier sitzen , umstrahlt vom Herrn der Welten. Dä finden sie Freunde, Bekannte, Geliebte, Genossen, umarmen sie, und weilen mir ihnen an Sitzen der Freude und Herrlichkeit, um in Freuden sich zu erinnern der Mühseligkeiten der niedern Welt und ihres Jammer?, jetzt dagegen des wonnigen Lichtes der hö/ Heren Welt und ihrer Schöne. — Sie lesen im Buche der Schöpfung, sehen ein die ZufaÜe der untern Welk, ihre Lus- und Eingänge, wie die eine' an die andere L'k gekettet, wie in Bestrafung Ober- und Unterwelt m Verbindung stehen. Cs finden sich eingeschrieben nur einzelne Auserwählte, mit Namen benannt, die die ersten im Himmelreiche sind, aber betrübt, verstoßen und verachtet waren sie von gemeinen Volke hier auf Erden; kein Mensch dachte ihrer in dieser Zeit, die bezcichnercn waren, Zirmja, Zecheskel, Daniel, Zjob und ihres Gleichen.— S, Mensch, wenn du zwei oder drei Zeilen gelesen, so wirst du denken: O wär ich dorr nur! wenn auch gedemüthigt und gebeugt alle Zeit, und hätte nicht genossen eines so geringen Vergnügens, hier auf Erden! Geh nun zum Ende deiner Klagen, beruhige dich, und dringe keine voreilige Aeußerung über, dein Loos und deines Kelches Anrheil vor, denn der Kelch ist in der Hand des Herrn! . ZrrtMrgsrmehmchteN. Hannover. Emden. Die Nachricht, daß unser allgemein geachteter und frommer Landrabbiner, Herr Hirsch, als Landrabbiner Mährens nach Nicolsburg berufen wurde, hat nicht allein unter uns, sondern auch unter allen Confessionen die schmerzlichsten Gefühle hervorgebracht, wenn auch andererseits d.ie größere Ausdehnung seines nunmehrigen Wirkungskreises und die hohe Ehre, die ihm mitUebertragung dieser wichtigen und einflußreichem Stelle z,u Thcil wird, uns erfreuen mußte. Die Liebe unserer ganzen Gemeinde und die unbegrenzte Hochachtung , die er sich in so hohem Grave zu erwerben wußte, seine Thätigkeit, die er als Geistlicher in .allen Beziehungen sowol in Beaufsichtigung und Leitung der Schulen, als auch in religiöser Belehrung und Aüftechthaltüng unserer Religionsgesetze kundgab , konnten nur das innigste Bedauern bei der Kunde seiner auswärtigen Ernennung, in unsrer Gemeinde zur Folge haben. Wir ließen sogleich eine Deputation an ihn ergehen, um ihn zu bewegen, seinen Sitz «och ferner bei uns zu nehmen, und machten ihm auch noch das Anerbieten einer Erhöhung seiner Einkünfte. Daß letzteres keinen Eindruck auf ihn machen und kein Motiv zur Einwilligung in unsere'Bitte ihm geben konnte, dessen waren wir schon längst bei seiner bekannten Uneigennützigkeit überzeugt. Ersterem Anliegen konnte er indeß auch nicht willfahren, indem er bei seiner neuen Stellung bedeutend mchr wirken könne, und er aus dieser Rücksicht einer inneren Pflicht nachgeben müsse. — So möge er Nun von uns scheiden mit unseren Segnungen, wir haben das erfteuende Bewußtsein, daß seine Thätigkeit hier herrliche Früchte getragen, daß er die Erwartungen, die wir von ihm hegten, in diesem kurzen Zeitraum in vollkommenstem Maße rechtfertigte. Dieselbe Anerkennung wird ihm auch Ln seinem künftigen Sprengel zu Theil werden, zur herrlichsten Frucht wird seine Saat gedeihen^ Preußen. VreSkan. Den Lesern tiefes isseitverbreiretcn Blattes wird es erinnerlich sein, daß ich vor kurzer Zeit 2hnen die Nachricht mittheilte, wie das Obervorstehercollegium die Nabbinisten, welche schon längst nicht mehr zur Gemeinde contribnirten auf jede nur irgend mögliche Weise durch Mahnbriefe, und Androhungen polizeilicher' Gewältmaaßregeln zur Zahlung ihrer Beitrage zwingen wollte. Die Betheiligten jedoch^ welche ein so gewaltsames, gegen die erlassenen Regierungsbescheide verstoßendes, eigenmächtiges BerfasireNl-rnißVilligreir, gäben bei hiesiger Regierung Reklamationen ein. Das Obervorstehcrevlkegrnmwelchesin seinem vollen Rechte zu sein, sich vielleicht schon seines Sieges gewiß glaubte', sah dennoch in. verhaltenem Grolle diesen' ihm nicht genehmen Schritt nrit an. Wie sich es erwarten liest-, erfolgte ein für die Reclamanten gmistiger Bescheid. Welche heitere Stimmung dies bei unserer Partei hcrvorrrcf, läßt sich leicht denken und wir hegen die sichere Erwartung,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.