Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 6 (9.2.1847)
- Date
- 1847-02-09
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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»ZH 45 HZ» mehr Noch lhut alS je. Sehr eS ist ein entschiedener Entwickelungspunct für das Reich Gottes eingerreten, wobei Keiner unentschieden bleiben darf, der im Weinberge deS Herrn arbeitet oder zu arbeiten gedenkt. Darum lasser uns arbeiten im Glauben, an jenem heiligen Glauben, der die Bürgschaft und Gewährleistung von 31 Jahrhunderten für sich hat, durch den alles Heil und aller Segen herbeigeführk worden. Eine schwere Heimsuchung ist über uns gekommen, wir wollen eS nicht verkennen. Um so emsiger müssen wir wirken am Werke der Tugend, und der ewige Gesetz.- geber verleiht dazu seinen Segen. Schon äußerte daS Beispiel, der Unterricht, die Erziehung vieler Lehrer in unserer Nähe, wie in der Ferne segensvollen Ein» fluß auf Schüler und Gemeinden. So wird's dennimmer besser. Möchte die ersehnte Zukunft bald Gegenwart werden! Zeder wün» sche eS um der Lehrer, der Schüler, der heiligsten Zn« rercssen, der Erziehung. deS Unterrichtes willen. „Und die Lehrer werden leuchten wie der Glan; „des Himmels und die Viele zur Gerechtigkeit führen, „wie dre Sterne immer und ewiglich." .-s-I 2'ör 51, '7 '71p!> ^2, Anthologie aus der ueuhe-räifchen Literatur. Von ***a. AuS Rabbi Salomon Pappenheim'S 0V2 vnd. (Siehe vorige Nummer.) Der Decher in der Hand GotteS. Sechster Abschnitt. Der Einzelne muß geringes Leid ertragen, damit die Gesammtheit nicht größern Schaven nehme- Manche Leiden sind heilsam deinem Körper, denn Gott steht daS Urrheil zu in seiner Welt und Schöpfung, ein Leben statt deS andern hinzugeben, wenn das eine minder werth als daS andere. Kommen auch große und anhaltende Plagen über dich, so eilt der Herr, dem zukünftigen Verderben enrgegenzuwirken, durch andere Bitterkeiten, die du dir selbst geschaffen; wie ein kundiger Arzt mit einem Menschen verfährt, wenn er merkt, daß tädtliche Krankheit ihn befallen will, und schnell herbeieilk, ihm zu reichen bittere Arzneien, ehe Unheilbarkeit den ganzen Körper ergreift. — So sind auch in der Gottesstadr die Einwohner einander verpflichtet, sich von Leiden zu befreien, der Eine erleichtere die deS Andern, der Eine mildere des Andern Noch. Ein Gesetz ist Euch, Bewohner! gegeben, geringen Schaden zu leiden, um größerem Uebel vorzubeugen, -er Eine ersehe die Hälfte deS Schadens, damit de^r Andere denselben nickt ganz bezahlen muß. Denn di» ganze Welt ist ein Ganzes, Ein Körper nach allen ihren Orten und Zeiten, gefügt aumannigfachen Gliedern, verschieden in Wirkungen und Zwecken, dahin aber sollen sie in Einheit wirken daß sie den Körper erhalten in seiner Kraft und Stellung; so heischt eS denn die Pflicht, de- Körpers ganze» Siechthum nach Einem Punkte hinzulenken, wo eS seinen Ausgang finde, oder ihn von einem Glicde zu befreien, damit da- Uebrige unversehrt erhalten werde. Siebenter Abschnitt. Für die Leiden dieser Welt wird dem Menschen größerer Ersatz im Jenseits. Du Menschensohn! Zch zeigte deinen Blicken was offenkundig, waS um dich her auf weiter Erde sich errigner. Nun erhebe deinen Blick nach dem verborgenen Pfade, wo vieles Gute den Gottesfürchrigen aufbewahrr; dort wirst du denn bedeutend größeres Gur erschauen, als du hier siehest. Zst es nicyr jenseir des Grabes, hinter dem Wege, wo Deine Sonne Untergängen, im Lande der Gerechtigkeit, wo nur Anmurh thronet, wo die Seelen eingegangen, bei den Koryphäen, die nur wahre Tugend auf Erden lehnen und verbreiteten? Dorr schauen Gerechte die Herrlichkeit Gorres, sie schauen ihn in seiner Allmacht Pracht, genießen Wonne bei seinem herrlichen Trrahlenglanze, und sprechen: Siehe, das ist unser Gott, dorr erhofften wir, und fanden und schauten ihn. Dorr sehen sie das Land vor sich wie ein Eden, erschauen die VorrarhSkammern des Schnee» und Hagels, das Enrstehungswerk des Thaurs und Reifes. Von da gehen sie in den äußern Hof deS KönigSpalasteS und jubeln ob der Erhabenheit des Herrn mir den Sternen de» Morgen-, im Reigen mit den heiligen Seraphim preisen sie seinen Namen, wandeln von einem EngelSchor zum andern, zu den Cherubim, Ophannim, und heiligen Chajorh. Dort jauchzen sie in Zubelkönen Hallelujah! Dort hört man laut den Ruf erklingen Heiliger! Gepriesener! Dies ist wahrhafte GorteSfreude. Von hier ziehen sie und ruhen im Vereine mit den Frommen, die in gekrönter