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Der treue Zionswächter · 1847-02-09 · 6 (9.2.1847) · page 4

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
6 (9.2.1847)
Date
1847-02-09
Page
– (sequence 4)
Language
German
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»M -11 GZ« Geistli.-be soll den Lehrer heben beleben durch die Ackr tung, die er> ihm erweiset, soll sich seiner liebreich annehmen und bedenken, daß: nur durch Vereinigung der Kräfte Großes erzielt werden kann. iciri nvfii 72» I^7> '? 21 Ipcr 2^ci. Mag Lieb' und Wahrheit sich 0. Was soll der Staat der jüdischen S ch u leleisten? Da der Staat auch viele Forderungen an die jüd. Schule stellt, so gebietet eS die Billigkeit, daß er ihr auch seine Wohlthaten zuwende. Mögen sich die Aussichten, verwirklichen. daß er die jüd. Schule allen christl. gleichstellr, daß er ihr pekuniäre Hülfe augedeihen lasse. Schon har der Staat durch frühere Verordnungen den Kreis der Wissenschaft erweitert und dadurch das mo, ralische Gefühl der Lehrer vermehrt. Er har es gesagt, daß auch die jüdische Schule darauf bedacht sein soll, ein rüstig gokteSfürchtigeS Geschlecht heranzubilden. Aber wie leicht, könnte cS sich ereignen, daß Lehrer kräftige Männer bilden und selbst verkümmern sollen. Doch genug mit den unvermeidlichen Ahnungen. ,,Jm Wellenschläge der Zeit geschieht'- sehr häufig, daß momentane Rückschritte gethan werden, um plötzliche Riesenschritte vorwärts thun zu können." DaS jüd. Volk fühlt wieder seine Bedürfnisse und der Staat wird solche in geeigneter Weise zu befriedigen suchen. Und überdem schwebt der Geist deS Königs über den Wassern. Darum Much gefaßt. Die vielen Leistungen der jüd: Sckule machen eS dem Staate unmöglich, sie zu verwahrlosen. IU. Was muß von Seite» deS Lehrers geschehen, «m -ie Verhältnisse der Schule so zu gestalten, dnnrit dieselbe ihrem Zwecke entspreche? Die Antwort auf diese Frage ist im Vorhergehenden schon theilweise gegeben. Aber noch inniqe Forderungen und Wünsche. die ich in petto halte, und deren Verwirklichung thcilS von der Zeit erwartet werden muß, theilS von unS selbst erstrebt werden kann , möge jene Antwort ergänzen und zum Ganzen deu Schluß bilden. 1. Sehr gut würde eS sein, wenn noch mehr auf wahre Bildung der Lehrer IiücksiLt genommen würde. Diese allein vermehrt das moralische Gewicht unsrer Stellung und durch diese allein sind wir im Stande, die von den Extremen geführten Streiche auf die jüd. Schule kräftig abzuwehren. Das Gedeihen ist von dem religiösen und wissenschaftlichen Sinn deS Lehrers bedingt. Fleißige- Studium der Wissen« schäften, besonders der jüdischen, nicht als Drvdwissenschaftcn, und dazu ein männlich ernster und sanfter Charakter, bas giebr dem >üd. Lehrer. Geltung und Macht, und macht alle Insultationen zur Lüge. Untüchtigkeir zum Amte giebr dem Feinde Waffen in die Hände. Wer sind aber diese Feinde? Es sind die unserer göttlichen Religion, die in unserm Vaterlande spuken, die sich bald als allem Meuschenwohi hohn, sprechende Neologen an den schlesischen, bald als destruktive Radikale an den sächsischen Wassern offenbaren. Diese und ähnliche Feinde lasset uns bekämpfen durch eine wahrhaft ausklärende religiöse Erziehung deS Bol» kes im alten Glauben. Lasser uns empor arbeiten, uns als Erzieher vor dem Volke zu stellen. Diesen letzter« Beruf lasset unS vor Allem im Auge behalte». Methode ist schnell erjagt und eingerichtet, aber Erziehung fordert ihren Mann und edl.n Charakter und erprobte Gesinnung. Wo diese existiren. wirb eS mir seiner Thärigkeir wohl bestellt sein. Der jüd. Lehrer aber soll noch mehr thun, als seine Sä'üler unterrichten und erziehen. Liegt ihm die religiöse und wissenschaftliche Bildung seiner Gemeinde am Herzen, so ergreift er folgendes Mittel: 2. Er errichtet eine ForrbildungSanstalr für die aus der Schule Entlassenen bis zum achtzehnten und zwanzigsten Lebensjahre. Haben die Kinder bis zum vierzehnten Lebensjahre die Schule besucht, so genügt der dorr erlernte Elementarunterricht für den schlichten Landmant>. Aber daS hereingebrochene Unheil des Unglaubens und Aberglaubens völlig zu beseitigen, die Ignoranz im Gebiete der Religio», als die Quelle jenes Unheils zu beseitigen, daS der Zweck der Fortbildungsanstalten. Hier scll nach vorausgegangenem Unr terrichte in Thora mit Rasch«, Nebiim, Mischna und Orach Chajim rc. mit besonderm Fleiße betrieben werden. Nach diesem soll ein Uebergang der fähiger» Kinder zur Gemara stattfinben. Zugleich soll der Lehrer zur Beseitigung aller destruirenden Schriften beitragen, die Verbreitung religiöser zu bezwecken suchen. Viel, sehr viel liegt in der Macht deS Geistlichen, aber auch Viel in der des wohlmeinenden Lehrers. Lasset uns sorgen für die Zunahme an Glaube, Hoffnung und Liebe, für jene Befestigung in jüdisch - religiösem Leben, die in dieser Zeit religiöser Verwirrung

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