Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 6 (9.2.1847)
- Date
- 1847-02-09
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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ab. Außer der Zeit des öffentlichen Unterrichteist ihm Muße, sich selbst weiter zu bilden oder durch Prir varunrerricht seine verkümmerte Stelle zu verbessernd So opfert er als fleißiger Arbeiter seine Kräfte eine Reihe von Jahren dem Wohle deö Menschheit U. Wie sollte eS sein? Da, wie wir bemerkt, drei Kräfte, Gemeinde, Rabbiner und Staat auf die jüdische Schule infiuiren^ so ist es natürlich, daß jede ihre besonderen Pflichten gegen dce Schule zu erfüllen Han Esentsttht also die Frage« W a s soll d i e G e m e i n de d e r Sch u l e leisten? 1/ Die Gemeindemitglteder sollren sich ihren Kindern als heilige Muster, als ehrwürdige Bilder der Tugend darstellen. Zm Schoope der Eltern entwickeln sich die ersten Keime der kindlichen Natur, durch ihrrw Umgang bildet sich der Kinder Geist, der Kinder Herz^ Glaubt es, däß aller Verfall des ZudeüthumS von Innen und Außen söwöl durch Vernachlässigung deS esetzes, als auch durch schlechtes Beispiel der Eltern entstanden! Was frommt dem Kinde das in der Schule vorgenommene heilige Wotr: ehrt Vater und Murrer, wenn zu Hause die Behandlung dek-EltetN gegen die Großeltern eS widerspricht? WaS fromnik der Zugend das Lehren cetemonieller Lehren, wenn die Thar, die Handlung der Eltern eS widerspricht? ES sollte sich'- jede Gemeinde merken , wie Vieles, wie Alles davon abhängt daß, soll ein neues, gottfeligies Geschlecht kcranwacksen, sie sich ihren Kindern als heilige Muster, als ehrwürdige Bilder der Tugend darstellt. 2. Sollte die Gemeinde dem Lehrer mehr Achtung zollen. Er übernimmt ja den schwierigsten Theit ihrer heiligen Pflichten. Pflege der Seele, des GemüthS und des Körpers, durch Unterricht, Erziehung und Beispiel, ^r hat eS mit den innern Angelegenheiten zu rhnn, und zwar mit den höchsten, die eS grebr, deren Wirkung bis in das jesstiiige Leben hineinrerchn Warum sollte daS die Welt nicht achten? Welch' ho/ her. Grad von Roheit gehört dazu, dieses Nicht anzaerkeNnen? 2lder wiö oft wird diese nicht, verletzt dNrch kvitifirende TadelfUchtj besonders in Gegenwart dev Kinder (woher also Achtung bei den Kindern?), durch übertriebene Anforderungen, verbittert duöch Verkennung von Seiten unverständiger Eltern und Verweigerung schuldigen Dankes'. Aüf diese Weise bieren sich dem jüdischen Lehrerleider oft der Leiden viele, der Freuden wenige dar. Die Welt bestimmt ihr Urrhtik häufig nach Geldbesitz, Macht und Rang, Imd es^ist noch nickt lange her, daß dir jüdischen Schullehrer eiw Gegenstand deS Spottes und der-Belustigung watem Verletzt wird auch diej'e Ltchrung durch gewöhnlich nnzureichen/ de Besoldung oder gar Schwälenmg derselben. Ich könnte füglich darüber, schweigen > da. es keinem Vernünftigen einfallen wird, hier zu wwetsprechen. Wenn aber, wie ehemals ein Lehrer mir' bemerkte ss vielt Lehrer vor mir schweben,, mir kahlem Kopfe und kahlem Rocke, mit schlaffer Waltge und schlaff.r Börse, Mir trüben Augen und »tü/eir Zl,rs,lch«en, zsrrtsseNeÄ Herzen und zerrissenen. Stiefeln, so kann ich nkckk schwelgen und muß es als ein«! Sünde an der Menschheit anfthen, hierin noch zu zögern. Und sei auch di» Gemeinde schon belastet, jedenfalls müßte siS des Lehrers Wirken würdigen taff-n/^und sie wird es, so Gott will! Darum, liebe. <Lottegen> Zeiger nur echrereligiöse Früchte. Geduld muß unsere Zuflucht sein, Und wer soll sie reichlicher besitzen, als der israel. Lehrer? L. W aS so t l der G^i i st l »ch e der Sch ü l e - löistvn?'-.s' - Der Lehrer führt «1»S, was der Rabbitttv beaufsichtigt und aus der Fern» leirer. Dtive stllen nach Einem Ziele streben in» vanse vw ow sw Wie schön, wie lieblich wenn Rabbiner ttiA Lehrer brüderlich zusammen wirken und zu diesem Einem Ziele hinstrebeit? Wie unglücklich aber, wo sie dlirch irgend eine Absicht getrennt, grchettt sind das istZevem sattsam bekannt. *) Nicht selten fl? es, daß dem Geistlichen die genaue SachkeNnrtrG der Schule Und deren Zwecke fehlt, trotzdem aber rawchisiren rc. dem Lehrer, dem die Pflege der Kmüerseelen maclis ihrer fündamest-' ralen Bildung anvert«aut ist> befehlen/ stiw Naihgebcr sein will. Dadurch entstehen attevhand schwierige, oft gehässige, nicht selren höchst verderbtlche-LokstE ' -Das RabvinakSwefin aber und da» Schalwesew find zwei verschiedene Fächer, beide erfordern ihre eigenen Stttv'M Man kann ein wissenschaftlichen RMintv und doch dabei em schlechter Lehrer .ftin, denss das Wissen und das Lehren sind zwei verschiedene SllckeN. „Darum keine bcfehlshaberifcke ' Maaßregesn^ will/ kührliches Hineinregicren in das Znneve dev Schuld Bekümmern um die Kteinigksittn der Doktrin.'und Drsciplin u. f. 'w., sonderü ein harmonische» Zasawmenw'rken, Berarhen in zwÄfelhafren Fällend Der -) Dergl. Nr 2'l. 22 u- 23. s. 'äahrg., d.''M die-eutrae. Stellung tes LehreVS z-ijtt^SkabVüÜn.-- Bo,ü'Hehrer S: -