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Der treue Zionswächter · 1847-02-09 · 6 (9.2.1847) · page 2

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
6 (9.2.1847)
Date
1847-02-09
Page
– (sequence 2)
Language
German
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nach vollendeten sc^chszehnten Ädep achtzehnten Jahre bei'O^ Hm Sfa^ ang^^nefen Pithärde einer Prüftlng^Hu üyr^we^ftß- .!im^ F«ved;s Bestehens einen bestimmten l^rsns in einem Schullehrerseminar värcrn oder den Repräsentanten derselben) und; von der Kgl. Regierung bestätigt wird. Dann tritt er als Bewerber um eine Lehrerstelle auf*) oder erhält vom Semjy-r^^pr. föiL-ERbeisnuA-, diese -der jene Stelle zu übernehmen, welcher Weisung unweigerlicy Folge zu leisten ist. Das ist der gewähnssch?, -Her keineswegs ausschließliche Weg zum Amte eines jüdischen Rcligions- und Elementarlch^es. - So tritt als» -er junge Mann, mit Fähigkeiten und Kenntnissen ausgerüstet, in die Schule, übernimmt es, den Kindern, d. durch Ähr« und Zuckt, Kopf u MHerj glMMM M Kilkn-n, ihr jugendliches Herz empfänglich zu macnen für alles Schöne, Wahre und Edle , den jugendlichen Blick zu richten auf alleS Heilige, Göttliche und Erhabene, dam^sie^ahlg^^ ruhig> arbeitsam undgeuügsam unter Mitbürgern zu lebenwillfährig an allen. Rechten und. Pflichten dev Gemeinde -Ancheil zunehmen- und einst selbst alS Hausväter und Adütter «rt Hand zulegen an die Bercdkmg -des Menschengeschlechtes., damit sie ferner fähig werden ,^ MS Mitglieder des ZuHemhumä das Reich Gottes anf'Erden-zu.gründen, damit sie endlich fähig werden, als Bürger des Staates den von demselben aufgelegten Pflichtenzu genügen, ihm dadurch Achtturg und Aiiftherr.u u«d> -moralische wie physische Kraft zu verschaffen-m!ad. zss rvhialten. Hieraus ergiebr sich, daß drii Gesvglrm anf die jüdische ReligionSu. EleMeNkavschule> tnflüiren Md dgß dieselbe von Rabbiner, Staar und GemeindecourroUirr werden müssen. Die G«m«ittde -beaufsichtigt also die Schule durch den Schulvorstand und ihre Väter, die Religion durch den Nabbinen und der Staut durch den Bürgermeister *) Die Herren Oberrabbiucn der Nhcinprovinz erachteten es für nöthig, in Bezugnahme auf eine Präsivial- Vermgüüg. daß selbst nach' absolvirtcm Cnrsus die Mitunenten! sich, ciuern NeligipnSeramcn bei ihnen zu kaujn , cin Vicrtelja^r uach dein Antritte seines gegenwärtigen Wirkungskreises mit der größten Gewissenhaftigkeit vorgcnonunen.; Z. M. in E. und höhere Behörden Die Gemeinde errichtet und ünterhält dgs Schulhäus, besoldet den Lehrer und tragt 'überhaupt'fürs das materielle Wöhl: der Schule bei. Der Rabbiner verleiht der Schule und dem Lehrer Schutz .Md Ansehen. (?) sancrionirr seine Lehre und ZMr Ynh>'pötbigr ihre Glieder, sich an dem Wohl der Schule eiftigst zu betheiligen. Der Staat als rrener Hüter aller wohlerworbenen Rechte wehrt die übelwollenden Angriffe guk die Schule ab, cyntrölsirk die Schüler, hält zum ' regelmäßigen Schulbesuche an. Das sind die Verhältnisse, in denen sich der jüdische Religion?- und Elcmenrarlehrer bewegt, die, wenn nicht gestört, wo.1< geeignet fiptzdem Zwecke der Schule zu entsprechen und ihre in drei Richtungen auslaufende Bestimmung zu erfüllen. Die Haltung der jüdischen Schule ist also keineswegs so schwankend, als manche glauben.'MAchten, yur wenn Einzelne in dem Eierriebe störend einLreifen, entstehen Verwiirungen. Hiermit sei nicht gesagt, daß AlleS vollkommen in einander greife, daß der Bestand einer jüdischen Schule gesichert sei' daß fortwährend Segnungen von derselben zu erwarten seien; o nein! Wo wäre auch etwas VollkommneS und Dauerhaftes unter der Sonne! Menschen sind es, die als Lehrer in der Schule wirken, Menschen sind eS, die erziehen, Menschen sind es, die ihn salariren^ Menschen sind es endlich, die ihn bilden, letten und beaufsichtigen, und wo Menschen sind, da sind auch Fehler. Doch ehe ich von der Schule Wünsche und Hoffnungen rede wist ich. erst einige Blicke, auf die Stellung deL Lehrers» werfen , ha von demselben, größtenteils das Gedeihen der SMlz qhhqstgx. e? sich mir der Gemeinde über Gehalt re. geeinigt, schließt er mir derselben einen Contracr ab. Hierauf wird ihm sein Wirkungskreis angewiesen. Vor sich findet er eine kleine Weit, in der sich die verschiedensten Grade inrelleckueller und moralischer Kräfte in ihren Keimen repräsenriren. Er entwirft sodann eine« Stunden- oder Lcctionsplan und reicht ihp dem SchtUvovstande re. zur Genehmigung ein. Auf diesem sink die Fächer bemerkt, die der Lehrer vorzurragen hat. Und die Stunden, wie oft dieselben wiederkehren sotten. Nun vercheilt er nach seiner Ansicht die Kinder in Classen, und das Geschäft beginnt. Etwa 6 Jahre alt kommen die ihm Anbefohlenen mir oder ohne Unterbrechung zur Schule, und nachdem sie das ILte Jahr zürückgelegt haben, übergiebt er sie dem Leben wieder. Es vermehrt sich sein Wirkungskreis alljährlich und nimmt in gleicher Weise

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