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Der treue Zionswächter · 1847-01-26 · 4 (26.1.1847) · page 3

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
4 (26.1.1847)
Date
1847-01-26
Page
– (sequence 3)
Language
German
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dem nach meinem Sinne.' So spricht der Herr der Hetrschaaren: -Damals, -ehe die Tage noch waren, des Lichtes Strahlen ihre Bahn noch nicht gefunden. — als ich allein war und kein Wesen wekter- und Myriaden Welten an der Hoffnung Pforte lagertenzu vernehmen mein mächtiges Wort: Es'-wer de! eine Welt sich vor meinem Blicke enthüllte, da ich sprach: sie werde erbaut! '— so überschaute ich sie und bemerkte eines Menschen-Gestalt unter den Geschöpfen und es hörte» auf meine freien Schöpfungen durch meinen Willem Ich sprach: Was sollen wir rhun ihm, der geschaffen wurde nach unserm Bild und unserer Ähnlichkeit, der zum'Theil Gort, zum Theil der Natur angehört? Wo soll der -Ort seiner Ruhe sein? Denn wenn-ich so es ihm bestimmte: Zn der Tiefe füll er bleiben, im Sckvoß seiner Mutter Natur möchte er ruhen) so würde er dem Verderben entgegengeführr. Sollte ich zwischen den Sternen über der Erde seinen Wohnsitz ihmu aNweisen, befreit von irdischem Stoffe, so wäre zwar anmurhig sein Ruheplatz, doch sein Körper würde schmerzlich ausrufenr Wer tränkt mich mit verstohlenem Wasser,' dem süßen , aus dem geheimen Born, der dort am Abhange in tiefer, verborgener Kluft dahinrieselt; denn Leben ist dies und Heil für den Körper! — Da ersann es mein Geist, aufzuschiagen seines Zeltes Pracht zwischen Himmel und Erde. Zn Eden, dem Garten Gottes, pflanzt' ich ihn als edlen Sprößling, halb Gott, halb der Narür angehörend. Dort sah man den Lebensbaum, dessen Frucht zur Labung und dessen Blätter zum Heile dienen; jeder, der davon genießt, wird deS Guten satt, kennt das Döse nicht, spricht nicht Lüge und Trug, verlangt nicht Eitles. Von demselben isset der göttliche Mensch nach seines Herzens Gelüste; daS dient ihm zur Speise, zur Sättigung; er preiset den Herrn, erzählt in Freuden stets dessen Thaken. Dorr ist ferner der Daum der Erkennrniß, daß der Mensch seine lhierische Seele erkenne. Wer vsn demselben genießt, bereiter sich Schuld^ Böses trifft seine denkende Seele. Dieser Baum gewähre Nahrung dem Geflügel, dem Vieh, den Geschöpfendelien Vernunft nicht zu Theil ger worden. Zch sprach Zu-dem Menschen : Siehe, gesetzt Hab' ich dich heute über die göttliche Wohnüngauf dem herrlichen Sitz sollst du bleiben auf ewig, bewahr' deine Wohnung und sündige nicht- Kaum hatte ich ihn aber verlasseno Himmel! so erhob sich starken Geräusches Tosen im Garten, ach ewiger Gott, gesündigt hatte er, den du erwählt zum Eigenrhum vor allen Lebenden. — Die Frau, die du dem Menschen zugesellet, sie, bei welcher Tkorheir sich mit Einfalt paarte, bald bewältigten ihre Triebe sie, die fest, wie eine Schlange, mächtig sie ergriffen. Aber auch er kostete mir ihr des Baumes Frucht. Nun stürmten in wükhendem Grimme Löwen und Bären heran und des Waides ganzes Gewildsie lebendig zn verschlingen. Ein Weniges nur. und dahin wären sie gewesen! ach ewiger Gott! was ist der Mensch, daß du sein gedenkest, der Erdensohn, daß du ihn gesetzt über diesen köstlichen Palast Unruhe zu erheben unter dessen Bewohnern, Friede und Stille zu vertreiben aus ihrer Mitte? Satt der Schmach wandten sie sich nun geängstigt weg, fliehend vor dem Gebrüll der reißenden Thiere und giftigen Nattern, der Erde Grund zitterte narev ihnen, des Himmels Gewölbe erdröhnte ob der flammenden Blitze, des rauschenden Donners und heulenden Sturmes, — Alles zu ihrer Vernichtung. — Doch Einhalt gebor ich diesen stürmenden Naturkräfren und sprach zu dem Menschen: Söhne des TodeS.' Mußtet ihr mit dieser Schmerzesfruchr jetzt euch füllen? Von eurer Hand ist euch dies geschehen, zum Schmerz, zum Stein deS Anstoßes, zum unablässigen Leiden ist dies euch und euerm Geschlechts auf ewige Zeiten. Zur Natur aber sprach ich : Siehe, der Mensch hat sich nach Einer Seite hin gewendet, nach dir, Natur! Möge er nun zu deiner Behausung sich wenden, möge mein Antlitz nicht schauen, möge er an deinem Tische sich laben, da er dir sich genahekdem Thiere sich gloichgesetzt. Gleich dem Thier möge er herrschendem Geschicke anheim fallen. Zst deS Friedens Segen über die Erde verbreitet, so genieße der Mensch dessen Milde, würher der Zerstörung Geißel hienieden, so erliege er ihren Schlägen. ES ist ein Makel, seiner Seele eingeboren, ein Feuer, daS bis zum Abgrund verzehrt^ seitdem er gegessen vom Baumeder Erkenntniß, jenes naget ewig an ihm und jetzt häufte er noch Sünden. — — Warum klagst du, Erdensohn, nun, warum jammerst du und verachtest deiner Hände Arbeit! Deiner Hände. Arbeit genießest du selbst und veranlaßtcst dir selbst alle Leiden, die dich trafen von Anbeginn bis zu Ende. Erheb' dein Herz zum Himmel empor, und zerschmettere des FrevlerarmS Gewaltthar. Brich dem

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