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Der treue Zionswächter · 1847-01-26 · 4 (26.1.1847) · page 2

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
4 (26.1.1847)
Date
1847-01-26
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Erde Enden, des Meeres Grenzen schaue an sammt der Mas^ entfernter; Znftln, alle werden in Jauchzen, in Freuden dir cntgcgenrufen, daß gütig ist der Herr, daß ewig wahrer seine Gnade. Wohin dein Fuß auch tritt, da kosest du die spendende Natur, M iM ZiA vor dir entfaltet, ihre Pracht und ihren Schmus. Erheb' gen Himmel deinen Blick, wenn Finstcrwahn das Auge dir nicht verdüstert, und sieh'seine strahlende Pracht, wie von seipcin Gure die Fülle du genießest, wie seine Sonne süße Früchte reift, und der. Monde Trieb gedeihet. Betrachte den Sitz seiner niedrigen Knechte, den hohen Standpunet seiner Diener, deren Gewand ist lodernd Feuer, zu erleuchten den Erdball. Sein Labelrnnk sanfterNegcn. Zn genau abgemessenem tz^mge beschreibt die Sonne ihren Lauf, sie theilt die Zetten ein,, nach ihr bestimmen wir unsere Zähre, unsere Tage genau und unfehlbar. — Oder ist dir zu entlegen-dieser Weg , geh zur Ameise hin, du Fauler, auch sie wird dich die Wunder des Schöpfers lehren und' seine Güte. Widerr's dich nun an das kleine Ucbel, so wirst Du auch das viele Gute, yicht empfangen. Denn das Gute und Böse sind Zwillingsbrüder in der Natur, innigst verbündet,, unzertrennlich. Grcnzpuncte sind sie in der, Kette der unendlichen Schöpfung; wo der Eine aufhörr, fangt der Andere an, wo der Eine seinen Standpunkt verlaßt, tritt der Andere dafür ein. Genug, wenn du viel Honig gefunden hast im weiten Reiche der Natur, und in den Strom ihres birrern Trankes nur das Ende deines Stabes du getaucht. Fünfter Abschnitt. Des Menscheu Genußsucht ist .der Grund vieler Übel. Wenn dein Herz in Uebermuch sich erhebt, Mangel in der Schöpfung zu entdecken, warum übersiehst du die Fehler, die du selbst erschaffst, deren Folgen dir selbst verderblich sind? Sag' an, wer durchbrach den Damm, der deiner Lüste Strom Einhalt gebieten sollte? Deine Augen weidest du am Uebersiuß! Dein Herz strebt nach dem, was leicht zu missen wäre! Um des Gelüstes willen ergreift dein.Arm das Schwxrr, rüstest, dich zum Kampf, tauchest deine Tritte in deines Nächsten Blut, um in Uebprfülle zu-genießen der Rebe Saft , , bahnst dir einen Weg durch Zorn und Hader zvegen der süßen, zeitlichen Gepüsse. Wrr giebt dich dem Toben des Meeres Preis, giebr dein Leben seinen Wogen hin, um Schatze zu erringen in Schreck und Todesangst? Wer verleitet dich, deine Maste zu befestigen! auf zerbrechlichem Fahrzeug, Myrrhe zu holen und Gewürz und kostbar Gestein in Furcht und Zittern, ^um meuchlings zu tödren und Verderben zu seAden' i^!tzas Gebiet eines fremden Volkes, das friedlich neben Dir wohnt? — Du bist der Mann! Wer verkündet dir, daß nackt du bist, wenn Gvldgeschmeide Lu nicht anlegst,; msd H)ppurmantel Dir zum Gewand nicht nimmst? dcnu' arm bist du, wenn du der Ueppigkeit dein Herz nicht öffnest und der Menschenkinder Wollusigenüsse nicht ins Haus dir bringest? dann schwächst du dein-Vermögen, deine Schatze, verdirbst dein Gcmüth um ihretwillen, vergeudest deine Kraft um ihren Preis. Wodurch befällt Frost deinen Körper, durchdringt nicht' Wärme ihn, wodurch bist du sy gealtert? Zst es nicht durch Sünden deiner Zugcnd,! Von daher das Mißlingen deiner später» Handlungen, da brachtest du Moder und Verwesung in deine Pflanzungen, Erkrankung und Verderben, nicht die Hälfte ihrer Tage erreichen sie, denn des Verderbens Keim hast vom Ursprung du in sie gelegt. . Ueber dich also und über deines Geistes Verwilderung führe Klage, nicht über den Allmächtigen, denn vom Tage deiner Entstehung an bis jetzt zwang er mit seiner Macht dich nicht, nicht mir Srurmeskrafc, diese Thoren allesammt zu rhün» Du, alleinkannst walten über deinen Geist, von dir abzuweisen den Geist der Verkehrtheit, dich iss prächtig, und kostbare Gewänder rnqniherlei zu hüllen. . v , So rechtfertigt sich nun in Wahrheit vollkommen meine Betrachtung, daß auf Erden Alles herrlich und schön geordnet ist. Wenn ichr-nnn auch' höre auf -den Ruf der Zeit, mög' er sein gut oder böse; wenn ich dulde und ertrage und nur meines Looses mich erfreue; so wird auch er rylch mit seiner Gunst beglücken, mich entzücken mir der Wahrheit kräftigem Wort, mit der Wonne der Gerechtigkeit, in meinem Schmachten mich erquicken mit dem Decher des Trostes. Der Becher irr -er Hand Gottes. ' Erster Abschnitt.? viele Leiden. . Sterbsicher, vom Weibe.geboren! ich hörte deine Klagen, sah deine Thranxn, darauf, will ich dir eewie-

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