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Der treue Zionswächter · 1847-01-19 · 3 (19.1.1847) · page 7

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
3 (19.1.1847)
Date
1847-01-19
Page
– (sequence 7)
Language
German
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23 man mußte jlch der Nochwendigkeit beugen. Jndeß, konnten die Strafen auch die Füße zum Synagogenbesuche zwingen, Mund und Herz waren nicht zu fesseln, und so wurde es durch mam'gfache Vermittelungen endlich dahin gebracht, daß neben dem Leutschell Gottesdienste ein sogenannter hebräischer Psalmengottesdienst erlaubt wurde, wodurch sich die harte Strenge des Gesetzes allmalig milderte. Natürlich, Staatsgesetz blieb Staatsgesetz, und so hielt sich die Sache bis zum letzten nkv >2vc. Qbschon diesem Psalmengottesdienste die strenge Ordnung fehlte, da kein gesetzlicher Schutz da war, so war doch dem Gewissen Ruhe verschafft und auch dem Gesetze Genüge geleistet. Aber nbro mpa-rcb cpvv?bö nbn, nämlich der Segen der Vorlesungen des Hrn. vr- Hess, der während des Sommers hier war, bewirkte es daß sich hier, man möchte sagen, eine Secte bildere, die weder zn den orthodoren Juden, noch zu den fortgeschrittenen gehörte, da sie weder einen,Funken-religiösen Sinnesnoch viel weniger zeitgemäße Bildung besitzen. - An der Spitze stand ein DD p »n, ei» Mann, der Fuhrmann ist drei Pferde hat, die das ganze Jahr (auch v*>, 02c) arbeiten müssen, ohne Laß demselben das vierte Gebot im Wege steht und rm Uebrigen einen demgemäßen religiösen Lebenswandel führt. Wie sehr ein solcher s*Lb 'ch-) sei, versteht sich von selbst, und als er am jüngstverflossenen rr'pc sich erhob, um zu den vru vortragen zu wollen, protestiere der größte Theil der Gemeinde dagegen, (natürlich ging der eigentlich dazu bestimmte M sogleich zurück, da er von dessen Anhängern Schläge zu erwarten gehabt hätte) und dadurch entstand ein solches Lärmen, daß der Gottesdienst geschlossen werden mußte, ohne-ott oko zu beten. Aber sncb'n öb <;'vw r,!>bi. Nach v»» gingen sämmtliche Anhänger der neuen Secte unter dem Scheine des Fortschritts vor Gericht und begannen eine Angeberei, die ihres Gleichen in der Geschichte nicht noch einmal findet. Die Folge davon war, daß seit jener Zeit kein Psalmgottesdienst mehr ist. folglich auch kein deutscher Gottesdienst außer r>2n (dennoch war ^,21, einmal Frühgottesdienst, wo deren Anhänger, der Lehrer A., den Gottesdienst leitete, aber ^215 bk L121» bk, d. h. ohne jfl'rm r>')v. vor dem uov stand und vorbetete). Diese sich „weiße Juden,, Nennenden gehen in die Synagoge, Ln der sie jedoch alles Andere mehr treiben, als wahre Andacht- Ein Theil lacht, ein Theil schläft, und die noch zu den egyptischen '? ->27 nb bvp gehören, beten für sich?"c>K. So verbringen sie für sich zum Spott und für Andere zu Aerger die Zeit des Gottesdienstes. Fragt sie Jemand, aus welchem Grunde sie diese Thaten begingen, so antwortet der Eine: „ich weiß selbst nicht, es ist eine Reiberei" der Andere: „ich will keinen deutschen Gottesdienst, es soll nur ein Wenig untereinander gehen, der Landrabb. soll hierher!" u. dgl. m. Unter solchen Motiven heucheln sie der Behörde Treue der Gottesdienstordnung und wollen emancipirt sein. So steht es jetzt um unsere Gemeinde. Zehn Menschen ruiniren den ganzen Ort. — .05;'b bsn ob wk2 j'b 'ko Mähren. NickolSburg. Herr Landabb. Hirsch zu Emden ist einstimmig zum Landeärabbiner erwählt, und ist es nicht zu bezweifeln, daß derselbe von der hohen Landesregierung als solcher bestätigt werden wird. Überall ist man mit dem Erfolge der Wahl äußerst zufrieden, und erwartet in ihm einen eben so frommen wie gelehrten und gesinnungstüchtigen Dolksführer und Rabbiner.. Ungarn. Papa. Ihre werthen Blätter haben schon s» Manches über die Zerwürfnisse der hiesigen Gemeinde dem geehrten Lesepublicum gebracht, daß ich es gleichfalls wage, im Namen der Gerechtigkeit Ihnen Einiges über diese staunen-erregende Angelegenheit mitzutheilen, deren klare Darstellung nicht ohne Interesse sein möchte. Mit größter Aufopferung - mit manigfachen, kaum vorstellbaren Beschwerden ist es, trotz aller dazwischengekommenen Hindernisse,' den hiesigen Israeliten gelungen, eine prachtvolle Synagoge anfzüführen, diran- Eleganz und Schönheit nichts zu wünschen übrig läßt>. Dieses Gotteshaus sollte als solches von einer zahllosen Menschenmengen gewürdigt als die heilig-!! ste Stätte betrachtet sein- und jeder von Kummer und Sorgen gebeugte Israelit sollte in der Betretung dessen Trost und Heil finden; aber mit

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