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Der treue Zionswächter · 1847-01-19 · 3 (19.1.1847) · page 6

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
3 (19.1.1847)
Date
1847-01-19
Page
– (sequence 6)
Language
German
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»W 22 ren ein Lettin zu vd zu welchem alle Gemcindemitglieder bis auf eine gar nicht erwähnungswcrthe Ausnahme reichlich contribuiren. Im Laufe dieses Monats fand wieder, wie öfters, eine bedeutende Donation an Holz- und Geldmittel Statt, welche den Unbemittelten von hier und aus der Umgegend' von den edelgesinnten Vertretern dieser Corporation zuerkannt wurde. Aehnliches soll 7>'3 an nächsten nn von der festlich versammelten gesammten geschehen. Voriges Jahr bildete sich aus der Mitte dieses Vereins ein neuer, unter dem Namen r'inih Aus dem Ertrage jenes Fonds werden dürftige Handwerker und Wanderer mit Speisen u. andern notdwcudigen Mitteln unterstützt. Dergleichen Institute verdienen bei dem gegenwärtig drückenden Mangel besonders rühmliche Anerkennung u. eifrige Nachahmung. Würzbrrrg. Vielen in Deutschland und im Auslande angestellten Rabbinen, die sich in hiesiger Stadt einst unter der Leitung des sel. Oberrabb., Herrn Abr. Bing ihre Ausbildung erworben, ist der O'-nn - pv? - Verein noch erinnerlich , der im Jahre 5587 zur Unterstützung kranker und hülfsbedürftiger an hiesiger rn'c' von den damaligen 2'7'^n gegründet, und in Berücksichtigung seiner wohlthätigen Zwecke von der Kgl. Regierung bestätigt wurde. Seit dem Rabbinatsantritte des gegenwärtig hier fungirenden D. - R., Hrn. S. B. Bamberger hat sich durch die hier zusammenströmenden wißbegierigen Jünglinge diese ü-nn aufs Neue constituirt, deren Cassabcstand ungeachtet der ganz niedrig gestellten monatlichen Beiträge der L'-npz vornehmlich durch die. häufigen Spenden zu einer nicht, unbedeutenden: Summe angewachsen ist. Wird nächst dieser > wohlthätigen Anstalt auch das Ansehen in Betracht gezogen - welches die' »zz hier genießen, dieMildrhätlgkeit vieler' fromm'en'Familien/ die den gern Kostupd. Geldunterstützüng darreichen, und^ das Bertrguen^der. religiös gesinnten Eltern, dkrochWKindrr-mitVürliebjö vonjden TÄmudfchülern in:>Penüireligiös,! wissenschaftlichen Fächern Lgegett angemessene Hönorariön üUtekrichtess lassell- — so kann'rdie Strllunss Der Dahier' stur eine'' befriedigende ^genannt werden, wenn diese fönst durch ihr ungeheuchclr moralisches und religiöses Benehmen und ihre Wissenschaftlichkeit sich die Zuneigung aller Gutgesinnten zu erwerben wissen, Ihre talmudischen Studien aber werden, wie zeither, auch ferner bei regem Fleiße und frommem Besireben durch die von vielumfassendem und gründlichem Wissen zeugenden Vorträge des Herrn D.-R. B. um so eher zu einer selbstständigen Forschung und freien Bewegung im Gebiete dqr rabb. Literatur gedeihen, als denselben zur gemeinschaftlichen. Präparation und Repetition die unter den Auditoren herrschende Eintracht, und zu Disputationen die Bereitwilligkeit mehrerer talmudkundigen Gemeindemitglieder hinreichende Gelegenheit giebt. Sachsen-lVeimar. Lengsfeld. Herr Redactenr! Welchen Genuß uns Ihr werthes Blatt hier bereitet, ist Ihnen bereits, wie ich aus demselben ersah/ von hier schon genugsam ausgedrückt worden-- und-kann ich nicht umhin. Ihnen dieselbe Versicherung su geben. Da ich aus dem Inhalte d. Bl. schon mehrfach ersah, daß auch das BedaUernswerthe instJudenthume fein Plätzchen darin findet, damit vielleicht demselben durch die Vermittelung der Oeffentlichkeit von den -mw abgeholfen würde, so unterlasse ich nickt. Ihnen die neuesten Vorfälle Ln hiesiger Gemeinde anzuzeigen, sie der Oeffentlichkeit ganz der Wahrheit gemäß zu übergeben; vielleicht hilft O»z-> oZ'vo, da von hier aus Nichts mehr zu thun ist, 'sv'Vv-r -svv. Im Jahre 1823 wurde ein Gesetz von Groß- Verzogst Landesregierung herausgegeben, daß die Israeliten des> Großherzogthums ihre Gebete in derttscher Sprache, verrichten sollten; da aber der sel. Rabbiner b'-r ow pö'ü dies nicht ausführe«! konnte oder wollte, hielt die Sache Anstand bis zum Jahre1833,' wo einespecielle Gottesdienstordnung' lallt AngabeDesLalidrabb.-' Hrn. vr. Hess, von ' hoher Behörde fest bestimmt wurdemit der ausdrücklichen Weisung!, solche so schleunig als möglich-äuszuführstn^ -'Dä^zedoch die Liturgie (das Gebetbuch) nicht gedruckt war-- so blieb die Sache eiustweiM^auf sich -beruhen- bis vom 1. Januar 1837 an. keine Mittel geschont wurdensolche zur Ausführung -zw bringen? PoLizeigewalt, Abnahme der Concessionen, Alles wurde versucht; und war auch nicht ein Einziger in der Gemeinde, der jene bisher in Israel unerhörte Neuerung wünschte.

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