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Der treue Zionswächter · 1847-01-19 · 3 (19.1.1847) · page 5

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
3 (19.1.1847)
Date
1847-01-19
Page
– (sequence 5)
Language
German
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»ZH 21 Gx«' silbernen und goldenen Geldstücken als Hauptsache knechtisch dienen, dem Mammon bedeutende Opfer bringen, sich ichmiegen und krümmen vor dem tobten Metall, als lebte eS ewig und sie mit ihm; während sie, wenn Eigennutz und Habsucht winken, eine knechtische Furcht den Mitmenschen erweisen. Welch ein greller Contrast in Gegenwart der Zugend zwischen Leben, Lehre und Schule! — Und — fahren wir fort: wenn der Lehrer den Schülern das dritte der zehn Gebote erklärt: ihnen die schweren Gewissensbisse und traurigen Folgen des Meineidigen schildert, während die Angehörigen oder bas Hauspersonal in der Kinder Gegenwart mit dem frivolsten Leichtsinn bei jeder kleinlichen Gelegenheit den heil. Namen mißbrauchen, indem sie ohne alle Scheu fluchen und schwören; ja selbst um dadurch eine Lüge zu bekräftigen. Wenn ihnen Nichts heilig ist, wenn sie sich oftmals mit ihren Mitbrüdern in Processe verwickeln und dann oft mit Leichtsinn gerichtliche Eide übernehmen und schwören! Was sollen nun die Kinder« die dies, wissen oder hören, davon denken, was soll der Lehrer, dazu ihm».? --- MebtS wot einen größeren Widerspruch zwischen, Schule und. Haus? — Wenn nun der Lehrer zum vierten der zehn Gebote übergeht, den Schülern die Begriffsweise und richtige Auffassung desselben mittheilt,. ihnen die so wie die auöeinandersetzr, ihnen erklärt: und die Schulkinder werden an Sabbakh und Feiertagen in christl. Schulen geschickt, wo sie mitunter auch wol schreiben. Sie sehen bei ihren Eltern und Angehörigen. wie ihre Läden und Werkstätten an diesen heiligen Tagen zum Geschäfte geöffnet sind u. s. w., wie sie an solchen Tagen während des ganzen Zahres dir Synagoge entweder gar nicht oder nur an den w» drei Mal besuchen in dem Glauben, daß solches hinlänglich genüge; wie sie, statt ihre Kinder am Sabbarh und Festrag vorzunehmen, sie über den Unterricht der verflossenen Woche zu inspciiren und für' die kom, wende anzufeuern, unzertrennlich von ihrem Geschäfte sind. Sagt an: muß da nicht bei der Zugend unaus, bleiblich ein unwillkührlicherZndifferentiSmuS für Schuie und religiöses Leben eintreten? Wie kann eine: solche Zugend religiös gedeihen? Ist da nicht der ReligionSlehrer — möchte ich sagen — überflüssig? ein bloßer Name in der Einbildung, ein nutzloses Werkzeug? (Fortsetzung folgt.) Noten ohne Text. Verständlich für Jeden, der zwischen den Zeilen zu lesen vermag. Von 6en8ormu8. L) Die Orthovorie machtM jetzt wieder sehr breit. (O. Israelit Seite 107.) 2) Das Literatur-Blatt zum Israeliten wird zu erscheine» aufhören. (UnU) 3) Es giebt Thiere, die nur im Schmutze gedeihen Dazu (8ie?!) gehört der Redakteur des treuen Zions-Wächters.*) (lt>«l.) - - ZeitAngsnachrichten. Bayern. Würzbnrg, im Tebet 5607. Zn hiesiger israelitischer Gemeinde besteht schon seit vielen Zah- *) Da wir weder Abonnent noch Leser des Israeliten, da wir ferner längst schon daran gewöhnt find, von der sogenannten liberalen, modernen Presse mit ähnlichen Artigkeiten von Zeit zu Zeit bedacht zu werden, und va eS endlich unser steter, feststehender Grundsatz war. unsere Persönlichkeit nie für die von »ns vertretenen Prinzipien gelten zu lassen; so würden wir dem Wunsche des geehrten Einsenders kaum Genüge geleistet haben, obige Noten als Entgegnung auf den allerdings mehr als pöbelhaft gemeinen Angriff deS Redakteurs des Israeliten der Oeffentlichkeit zu übergeben, wie wir eS andererseits eben so entschieden abgelehnt haben, eine Jnjurienklage dieserhalb einzulciten, um nicht in die Gerechtsame jener liberalen Herren einzugreifen, die schon einige Male AehnlicheS gegen unS, wenn auch stets vergeblich, versucht haben. Allein der Umstand, daß nur die schwärzeste, bitterste Galle, die vollkommenste Enttäuschung und Zurücksetzung, einen Redacteur, einen Geistlichen, einen LandeSrabbinen ein Mitglied der RabbinerversMnmlnngen, einen Wortführer jeglicher Reformvereine^ den personifirftten Jsrqrltten des neunzehnten. Jahrhunderts veranlassen konnte, sich so un- , - ^geistlich di^ bestätigte - -Thatsqche, daß besagter Aerger allerdings fem^^rlfii-" gen, gewichtigen Äründ ^at» und vieftdin dem schtnähkichen Krebsgang«. deZ HefoxM.iu.jdM ErMkey^und . - Ernporhlühen. , her . -rthod-ren,^ PrinMen,., suchen: beides hat uns zur Minah^besagter.Noten .veranlaßt, die nebenbei ein Pröbchen ablegen von der zarten, finnigen Denk- und Schreibweise des modernen -Jsrae-

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