Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 3 (19.1.1847)
- Date
- 1847-01-19
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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d. h. vom Zu denk hu me gänzlich los gesagt, es dem Genüsse, dem Egoismuszum Opfer gebracht. Jetzt ist es auf die sogenannte Volksklafse abgesehen, die bisher unerschütterlich treu und fest ihrer angestammten Religion «rnhing und der Ihr selbige jetzt unter der Hand fein und listig wegescamoriren wollt. DaS ist in klaren, deutlichen, Worten daS, worauf all Euer Sinnen und Trachten jetzt hingeleiret ist. Freilich muß man, wenden, als diejenigen sind, wodurch man bisher ge» wirkt har. Diese sogenannte Bolksklaffe hing bisher in unerschütterlicher Treue dem streng orthodoxen Zudenthume an, war aber zu gleicher Zeit zu praktisch gesinnt, als man durch hohe Tiraden die sogenannte feine Lockspeise der Gebildeten hier hatte zu wirken hoffen können. -Halt! wir sind usn Mittel nickt verlegen. Kommunismus u. SociaUsmus- Begriffe, dem Zudenthume so fremd, als es denen, in deren Munde wir selhigr tagtäglich bis zum Usberdrusse kören, um Menschenbeylückung ernst ist , sie sind der Talisman, vermöge dessen wir am sichersten zum Ziele gelangen, unser Glaubenszerstörungswerk auch, hier Mit Erfolg gekrönt sehen werden. Die Volksklasse soll in ihrer Absonderung nicht ferner verharren, zunächst müssen wir sie um jeden Preis mit der arbeitenden Klasse überhaupt in näheren Zusammenhang bringen. Handwerker? Auch die führen nur halb zum Ziele, die lassen dem Individuum noch zu viel freie Zeit und Muße genug, um der Religion den schuldigen Tribut wenigstens in Etwas zu zollen. Hat der Handwerker nicht immer einen Ruherag, und da er des Sonntags feiert, so könnte er Pietät genug besitzen und statt desselben seinen eigenen Ruhetag, den Sabbath feiern. Aber Gassenkehrer, Leuchrenanzünder, Nckchtwachrer! ^haben wir ihnerft' dazu v>nhvlfen, 'dann ist er unser? Da hört Sabbath und Feiertag für ihn auf, da hat er nicht mehr Zeit und Gelegenheit,' die Synagoge zu besuchen,, die vorgefchriebenen Gebereizu verachten. - Und was denn noch von religiösem Gefühl in ihm übrig bleibt, dafür lassen wir feine neuen Cameraden sorgen, unser Werk ist vollbracht. Doch nein; — noch ist e^ Familienvater, und um der Kinder willen möchte sich der Vater scheuen, und die ganze Bürde deS ZudenthumS nicht auf Einem Male von sich abwerfen. Die Kinder und Juderilhum!? Dafür giebrs ein Radicalmittel. Um Alles in der Welk keine jüdische Schulen mehr, die mit der Muttermilch jenen Geist der Absonderung den Kleinen beibringen. Laßt sie die allgemeinen Volksschulen besuchen — bei der Klein-Kinder- Dewahr-Anstalt fangen wir an — und alSbaid wird jede lästige Scheidewand fallen, ein Band der brüderlichen Liebe wird alle Menschen als Mitglieder einer durch die höchste Eintracht, Unschuld und Gleichheit sich auszeichnenden Brüdergemeinde umschlingen, und dann Valet Zudenrhum.' Man muß gestehen, der Plan ist überaus fein angelegt, und sollte er nicht für so ausgezeichnet klug gelten, ich wäre gesonnen, ihn herzlich dumm zu nennen. Würdig dem erhabenen Geiste derer, denen er seinen Ursprung verdankt, bleibt er eine rodle Frucht, schon den Keim des Todes in sich kragend, bevor er noch das erste Lebenszeichen von sich gegeben. Ihr habt es gänzlich verkannt, jenes sogenannte jüdische Volk, habt seine Religiösirät nach Euern Begriffen von Religionsüberzeugung beurtheilt. Anch kennt Ihr unser Zudenrhum viel zu wenig , um feine beseligende und belebende Kraft auf deS wahren Zuden Herz und Gemürh ergründen zu können. Auch die Mittel, d«e Starke derer, die gleich durch Beruf und Gewissen sich dazu aufgeforderr fühlen, dem Volke daS heiligste Ervtheil seiner Vorzeit und Zukunft, seiner Religion, frei und unverfälscht zu erhalten, habt Zhr gänzlich mißkannt. Wir kennen Eure Bestrebungen, durchschauen sie bis zu ihren geheimsten und zartesten Verzweigungen, »vir wissen ihnen zu begegnen. Schauet Beispielshalber nur um Euch, sehet, wie die in d. Dl. anaeregeen sogenannten Lernvereine, zur Hebung jüdischen Studiums, jüdischer Gesinnung, überall Anklang, die weiteste Verbreitung gefunden, wie die sogenannte jüdische Volkskiass-, alt und jung, bemittelt wie unbemittelt, sich von Neuem mit höherem Eifer, mit regerem Stäben dem Gesetzesstudium, seiner Praxis hingiebr, u. Zhr «erdee alsbald erkennen, daß Eure Mühe eine vergedr liche, daß Zhr hier nie eine feste Wurzel fassen werdet. Das Volk will Euch nicyk, verachtet Eure heuchlerischen Kunstgewebe, kann in -iyzetnen. Fällen irregeleitet, dock nie dauernd getauscht werden. Eure Emancipariosi/Eprs Gleichstellung, Eure trügerischen Gaben und Geschenke^ nur um den Preis der eigenen Neitgioni'üMUeborzeuguiiH feil, man will sie nichts verabscheut sie t Uns aüev strhv der ewig »vahre Glauben zur Seite^ die Ueberzeugnug! von der Göttlichkeit einer Religion, die tief wurzetr m den Herzen der Mehrzahl ihrer Bekenne, und d.e