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Der treue Zionswächter · 1847-01-05 · 1 (5.1.1847) · page 4

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
1 (5.1.1847)
Date
1847-01-05
Page
– (sequence 4)
Language
German
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4 Abarbanel. Eine biographische Skizze von U***. Vorzerr, des Mittelalters. Zwar stellen sich auch hier trübe Ereignisse unsern Blicken dar. schaudererregende Scenen enrsalren sich hier vor unserm Auge, und Tharen zeichnet hier die Geschichte mir blutigem Griffel. Doch erquickt uns auch zuweilen mancher Lcbensbaum in dieser großen, unabsehbaren Wüste, und und sanft fließenden Quelle. Mir Staunen betrachten wir hier so manchen Charakter, der Großes geleistet. Nuhmwürdiges gethan. Gotteskämpfe gekämpft. Wir bewundern die vielen Hindernisse, die mancher Gläubige in dieser Zeit überwunden, und sehen ihn des Lebens Pfade, die ihm so oft versperrt waren, ruhmvoll betreten, den Anstoß wcgränmen, und zu seiner Verherrlichung Großes und Gottgefälliges durchführen. Mir Freuden erblicken wir den Glaubenemuth, der diese Männer beseelte, die Gottesfurcht, welche alle mächig durchdrang und zu allen Opfern, auch zu den unglaublichsten, befähigte. Wenn die Geschickte das Weltgericht ist, so ist sie auch die Lehrerin der Menschheit, und wohl uns, wenn wir aus den Tugenden und Fehlern, den Wirkungen und Folgen der Männer und Tharen der Geschichte unsere Lebensweise zu entnehmen gelernt haben. rung des wahren Zudenrhums nachstrebend, können wir es uns nicht versagen, in diesen Blättern als Muster und Vorbild das Bild eines Mannes vorzuführen, der ein Stolz und eine Zierde des Zudenthums war; wir meinen den durch seine Commentare bekannten Don Isaae Abarbanel. Die göttliche Vorsehung hat bei den größten und unnennbaren Leiden, diesen großen Geist seine schönen Früchte der Neligiösträt und Wahrheit auf dem Alrare des Glaubens, des Israelrtenrhums niederlegen lassen. Die Tiefe seines Geistes, die Richtigkeit seines U.rcheils, seine umfassende und gediegene Kenytniß in asten Fächern des Wissens nehmen unsere Bewunderung in höchstem Grade in Anspruch. Sein Stil ist musivisch, erhaben, feierlich und gemächlich; mir großer Ruhe, Klarheit und Ausführlichkeit vrrfährt er in seinrn Schriften, waS um so mehr Staunen erregt, als er durch ein sehr bewegtes Leben kaum Zeit finden konnte, feine kleine Habe, seine Familie und sein Leben in einen entlegenen Winkel der Erde zu flüchten, um wie viel mehr erst so bedeutende Geistesarbeiten zu vollenden. Den göttlichen Glauben, das traditionelle Zudenthum hakte er bei all den manigfachen Kämpfen gerettet, es mit Nachdruck gelehrt, und der Nachwelt in dieser Beziehung herrliche Geisteswerke geliefert. Wir wollen hier die Haupkdaten seines Lebens, wie wir uns entsinnen, sie in seinen Schriften und Commentaren gelesen zu haben, zusammenstellen, und diese kurze Skizze unsern Lesern so, ohne alle Bemerkungen, übergeben. Der durch seine reichhaltigen Commenrare und Frömmigkeit hervorragende und durch seine Schicksale und sein vielbewegtes Leben bekannte Don Zsaac Abarbanel war zufolge einer Überlieferung, welche, sich in seiner Familie erhalten hatte, ein Sprößling des David'schen Hauses, wovon eine Familie nach Portugal, nach Zerstörung des ersten Tempels, gekommen war. wie aus dem Commenrare A.'s in Secharja Kap. 12 V. 7, „doch wird siegen lassen der Herr zuerst die Zelten Zuda's, damit sich nicht erhebe der Ruhm u. s. w." hervorgeht. „Auch in Spanien kamen", wie R. Zizckak bcn Gearh erzählt, „nach Zerstörung des ersten Tempels zwei Familien aus dem Hause Davids, die eine war die Familie Daud, welche sich in Lucena ansässig machte, die andere die Familie Abarbanel, welche sich in Sevilla niederließ, und von derselben stammt meine Verwandtschaft ab". Deutlich, bekundet es sich auch, daß es angesehene und bedeutende Familien waren, denn es ist eine bekannte Sentenz: Ehre und beständiger Reichthum sind das Zeichen eines edlen Geschlechts, und notorisch ist es, daß Neichthum und Ehre immer in seiner Familie herrschend waren, nie von ihm' wichen. War nun auch seine Skammverwandtschaft von Spanien aus dem Reiche Kastilien, so war doch unserS A. Geburtsort Lissabon, die Hauptstadt des Reiches Portugal, wo er im Z. 5197 (1137 der gew. Zcirr.) geboren wurde. Erzogen wurde er in Gottesfurcht, gebildet in Kenntnissen und Wissenschaften, und edle Muster hatte er an seinen frommen Eltern vor sich, welchen der Herr noch reichlichen Segen gab, indem er mit bedeutendem Neichthume sie beglückte. A. wuchs heran, das Glück begleitete ihn auf allen Wegen, groß ward er in Israel, sogar zum Minister schwang er sich

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