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Der treue Zionswächter · 1847-01-05 · 1 (5.1.1847) · page 3

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
1 (5.1.1847)
Date
1847-01-05
Page
– (sequence 3)
Language
German
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drssen Mirre das Reichrhumsland liegt, in dem das beste Gold und edelste Gestein sich finden Wir dürfen jedoch nicht vergessen, daß Reichthum nur alsdann für uns ein Abbild jenes Stromes ist, der dem göttlichen Garten, dem Lande des Heils entfließt, wenn er, wie Segens bildet, der dem Eden entquillt, jenes Stromes, weicher in Himmlischer Seligkeit seinen Urquell har. Neichthum, der seinen Besitzer verweichlicht und versinnlicht; Neichrhum, der zum Wohlleben reizt, und damit Gesetzesübung, Kunstsinn und Wissenschaft ertödrer; Bcsitzthum, das seinem Eigenthümer durch Verletzung des Rechts, durch List und Trug zugefiossen; edles Metall, gegen das man Laster und Sünden einrauschr, — wahrlich! solcher Neichrhum ist nicht Segenestrom; er ist nicht dem Eden, er ist der Hölle enlflossen, und vereint wollen wir den Herrn bitten, uns zu beschützen, damit solcher Reichlhumsfluß nicht den Weg zu unserer Gemarkung sich bahne. _^ (Beschluß folgt-) Über den gegenwärtigen Zustand jüdischer NeLigionsschulen. Vom Religionslehrer Holländer. (.a'p '!>cn) .-nw -My nm? Soll daS Jndenthum wieder seine ehemalige Neligiösirär und Gelehrsamkeit erlangen, so muß man wahrlich bei den Kindern anfangen, und das Werk wird und muß gelingen. — Wenn wir einen aufmerksamen Blick auf den gegenwärtigen Zustand der jüdischen Schulen werfen, so bemerken wir schon seit Decennien ein allgemeines dient Anerkennung; nicht weniger, wie die in neuerer Zerr in Deutschland gebildeten jüdischen Schullehrer die größtenrheils selbst nach allen ihren Kräften dahin zu wirken suchen dem Unrerrichlswesen ihre größte Vollkommenheit zu geben. Jener in unserer Zeit auffallende Mangcl an pädagogischer und methodischer Erkennmiß, jene Einseitigkeit des Wissens und Denkens, womit ehemals, vor noch nicht fünf Jahrzehnden größtenrheils Nrchk- Deursche ihren Geburtsort und früheren Erwerbszweig aus unzulänglichen Mitteln verließen, die die meisten jüdischen Lehrcrstellen Deutschlands besetzten, ist nunmehr im verschwinden begriffen; und dennoch durchgängig weit weniger Neligiösitat und weit weniger Kenntniß der heiligen Bücher als früher! Wie gehr dies zu? Ja, wir dürfen bei dem gegenwärtigen Zustand unserer Schulen nicht einmal befürchten: 7>r5cvs O'N 7'vz 7?f> nein, und was noch mehr ist, ich will es nicht wün- Gedanke:?!>w 721 TMvp '121-sv7.''pm i'pp icw'ferner: Dieser Verfall unserer Religion und Gelehrsamkeit ist es eben. der mich, als seit einer Reihe von Jahren prakrisch bewährt.» Schulmann zu dem Gedanken geführt, den Grund desselben hier aufzusuchen, und — sei es mir vergönne, den beregten Gegenstand in allen seinen Theilen zu untersuchen und durchznlühren. — So bitte ich denn meine resp. Leser im Voraus um Entschuldigung und Nachsicht, wenn ich bei manchem Puncre zu lange verweile und Ihnen dadurch werben, und die es allzuoft nur stammelnd und unverständlich nachsprichr; allein wie wenig denken oft die Eltern dabei, und wie allzusehr verfehlen diese inhaltreichen Worre in unserer Zeit ihres Zweckes und Inhaltes! denn die Worte allein vermögen es wahrlich nicht, daß die Lehre Mosis den Kindern znm Erbtheil werde; vielmehr steht ihr Inhalt zu häufig mir dem Leben der El'ern und Vorgesetzten im allergrößten Widerspruche; denn Lehre und Leben sind zwei verschiedenartige Begriffe. Das Leben erfaßt die Lehre und die Lehre leitet das Leben. Beide sollen unablässig Hand in Hand uns unserm hohen Ziele enrgegenführen. Beide sind unzerrrennlich bei unserm Beruft, ww mögen .einnehmen welche Stellung wir wollen. Zu Beiden liegt schon der Keim im Herzen des Kindes, bevor chies noch das Licke der Welt erblickt, und diese sollen nach und nach durch Erziehung , Schule und Umgang bei ihm entwickelt werden. (Fortsetzung folgt.)

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