Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 1 (5.1.1847)
- Date
- 1847-01-05
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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«vZH S OG» „Ein Strom kömmt aus Eden, den Garten zu befeuchten, und von da aus cheilt er sich und wird zu vier Hauptsirömen. Des Einen Name ist Pischon, derjenige, welcher umringt das ganze Land Chavilah, allwo das Gold ist. Das Gold desselben Landes ist gut; allda Schoham. Der Name des andern Stromes ist Gichon, derjenige, welcher daS ganze Land Chusch umringt. Der Name des dritten Stromes ist Chidekel, derjenige, welcher auf der Morgenseite von Asckur fließt, und der vierte Strom ist Phrat." (1. B. M. 2, 10) M. V.! Wenn irgendwie eine Vorstellung uns werden kann, wie mit dem im körperlichen Zustande lebenden Menschen sich das himmlische, rein geistige Leben vereinigen läßt, so giebr uns diese das zwar nur kurze, aber doch begonnene Leben des ersten Mcnschcnpaars im Garten Eden. Deutlich zeigt uns die Schrift, daß dieser Garten eine irdische Schöpfung, bepflanzt mir Baumen und Gewächsen jeglicher Arr, und bestimmt zum Aufenthalte, Vergnügen und zur Nahrung des Menschen vom Herrn der Schöpfung ins Dasein gerufen war. Und dieses für Wesen, die wie Geister unvergänglich, wie Engel verklärt sein und bleiben sollten, und die, Härten sie nicht gesündigt, Tod und Vergänglichkeit niemals erreicht Härte. Zn diesem Verhältnisse war ein gänzliches Zusammenflüßen geistigen Zustande zu erkennen, und dies läßt uns ahnen, wie nach Ablegung der irdischen Hülle der Mensch als Seele, ohne völlige Aushebung seines menschlichen Wesens, ja selbst seiner menschlichen Gestaltung und Form, geistig forrlcben kann. Es läßt Eden das geistige Freudcnlcben forrlcbe, welches er durch die Sünde, die ihm Vergänglichkeit und Tod erzeugt, verloren War es demnach die Sünde, erzeugt durch die Schlange Der Verführung, welche sein geistiges Wesen verdichtetseinen Körper vergänglich und durch den Tod auflösbar gemacht, so durchbebte perlichem vermischt, das Helle ward getrübt, das Unvergängliche auflösbar. Die himmlischen Genüsse des Paradieses wurden in menschliche Genüsse des irdischen Daseins umgewandelt, die selten rein, ohne bittere Beimischung getroffen werden. Und so mögen denn jene vier Ströme, dem Garten Eden entflossen, die paradiesische Glückseligkeit der Erde bringen sollten, für uns ein Bild der vier höchsten Güter sein, die als Segen den Erdbewohnern Zuströmen, nämlich: 1) Segen des Neichthums, 2) Segen der kräftigen Gesundheit, 3) Segen der Weisheit, und 4) Segen der Nachkommenschaft. Unsere heutige Aufgabe sei es, ihrem geheimnißvollen Laufe folgend, ihren Ursprung da aufzusuchen, wo sie den Quellen paradiesischen Heils entsprudeln. * * * Wenn im Leben es der Drangsale und Mühseligkeiten so viele giebr, wenn der Erdensohn in seinem natürlichen hülflosen Zustande so sehr der äußern Unterstützung bedarf, und ihm nicht immer Gelegenheiten der gleichmäßigen Vergeltung zu Gebote stehen, so har die Allliebe des Herrn für die gesellschaftliche Ordnung winden und die Mißverhältnisse auszugleichen. Dieses Mittel ist das köstliche Metall und Gestein dessen Besitz Neickthum schafft. Eben darum aber, weil cS ein Mittel der Ausgleichung sein soll, durfte es irichx Eigenthum aller Mitglieder der Gesellschaft in gleichem ginge. Würde wol der Stärkere dem Scywäcdern für Lohn dienen, wenn die Mittel, die als Lohn ihm geboten würden, er mit dem Bietenden in gleichem in den Treibhäusern des Gewinnes sie wenigstens ihre ersten Dlüthen trieben? Würden wol ihre Frül re reifen, wenn nicht die Glanzsonne des Neichthums sie dem Stärker» Verdienst, dem Kunstsinn Nahrung und der Wissenschaft Pflege verliehen. Und diesen Segenssirom sehen wir bildlich dargesteütin dem ersten Ausflüsse der van dem Strome sich abrkeilt, welcher»» Eden entspringt. Als Goldfluß bezeichnet ihn unser Text, als Strom, in