Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- 50 (15.12.1846)
- Date
- 1846-12-15
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Die. Trimme hat zu unfern Herzen gesprochen, und sme die Gerechtigkeit GofteS im. Strafgerichte der Sündflurh nnd die Liebe , Gorr s .in. der Rettung Noah's gezeigt, sie har uns diese beiden göttlicher» Ge. walten,, wie bei ihrem Durchgänge durch das große Ganze der Welt/ auch in ihrem Dnrchzuge durch das Herz Zuda'S gezeigt, wir sahen auch, da dse ,Güte Gottes ihren sanften Gang gehen, und neben ihr, dicht zur Seite die göttliche Gerechtigkeit ihren schweren, schmetternden Schritt rhun, aus derselben Ursache und zu demselben Zwecke, wie dorr lm Bereiche des weiten WelrgcbieteS. Nun noch Eins lasset uns sehen; die geheime Regierung Gottes, diese ist sowol von der „Gerechtigkeit im Strafen als von der Liebe im Erbarmen unterschieden, jene walten öffentlich, diese aber im Geheimen. Ein Geheimniß, und doch ein öffentliches Geheimniß, der Thurmbau zu Babel ist ein gewichtiges., lehrreiches Stück hierüber. Es war dieses Bibelstück schon einmal der Menschheit Anlaß, daß sie einen geheimen Orden stiftete; wir aber suchen nur zuerst den in dieser Geschichte, liegenden, einfachen natürlichen Sinn zu enthüllen — wie sich hier .abermals der Faden des Vergleiches anknüpft an die Zustände des JudenthumeS, werdet Ihr bald sehen. Die Geschichte ist folgende: es treten viele Menschen zusammen, die Einwohner des Landes Sinear, um einen Thurm aufzuführen, der mit seiner Spitze den Himmel berühre, sie brannten schon Ziegel, bereiteren Lehm zum Bau vor, und waren schon beim Werke, da sieht Gott mit Mißfallen darauf hin., es wird sofort geheimer Roch darüber im Himmel gehalten, und der Herr laßt sich von oben zur Betrachtung des Baues nieder. Nein, sagt er, wenn dies dem Menschen gelingt, so setzt er dann auch 2 UeS wider. Gott durch, und darum werden Spaltungen >nd Mißverständnisse unter die Bauenden geworfen, haß.,einer des andern Spruche nicht verstehet, A0es ,geräth in Verwirrung «5 und das .Werklöst. sich auf. Die .Geschichte stehet dunkel vor uns da, denn das fallt wol keinem Vernünftige^ ein, die Worte so buchstäblich aufzunehmen, wie sie Kästchen, daß es wirklich Gedanke war, einen. Thurm zu erdarzen, der mir seiner Spitze bis in den Himmel reiche, und daß Gott Furcht gehabt habe, — ein Tieferes liegt darin verhüllt, und vielleicht wollte hie Schrift mit Absicht es nicht allzudeutlich sagen, worin jene Sünde bestand, ebenso, wie sie eS verhehlt, worin die eigentliche Sünde der Generation der Sündflurh bestand. Sie bedient sich allgemeiner. Aus drsirke .„die Erde, war verderbt/» --glles Fleisch verderbte.,seiye Mir,,.Hie Erde was vyll tlnrechr;" aber-sie .nennt nicht, dch.Laster im Bewnder'> es. kann sein — darum, weil das.,Wort der Schrift vom, Herrn, dem Vater der. Menschheit,'.. n.iehergMr.iebey .ist, pyd wie.ein- Vater die.Ehre seiner Kinder schqnr, so. wollte auch Gott nicht, da...wo-die-Ehre dep ganzen. Menschheit auf dem Spiele, stehet,. die.Frevelthat, .die, sie begangen, zum Schandfleck für . alle Zeirew: nackt hinstellen, genug, sie ist dem. Gedächtnisse übergeben» daß man ihre.Spur zur Belehrung und .Warnung für die Zukunft kenne, weiter aber bedarf eS nickls. (Beschluß folgb> Allgemeiner Begriff von jüdischer Religion und ReligionSlehre. Religionswerkes. Gort und Mensch nebeneinander gedacht als verschiedenartige, miteinander in Verbindung gesetzte Wedarf. Dadurch, daß der Mensch unter göttlichem Beistände und unter seiner fortwährenden Obhur das L^ben erhalten, ist er zu Gorr in d«e Beziehung verseht, daß Gott ihm Wohlrhärer geworden, er hingegen, da er Wohltharen einem Wesen, dem nichts fehlt, füglich nickt erzeigen kann, wenigstens Pflichten schuldig sei. Dieses eine Verbindung, die wir Neligron nennen» Zeder Mensch har daher von seiner . Gehurt .an und durch dieselbe er ne Religion, die , sich freilich bqs den verschiedenen Menschen,W verschiedenewKarmen äußert tzamft bei den enrgegrngefttzren, sich-.wider»prechende^, Triebe« und Neigungen ider.Menschen, dieft Verbinhuygjgestarft mch solche auch.. vor Schwächung hewahttfwerdeq.köMx. Diese Mittel sind.die ReligionsbOstiyzmuug^n,h^r verschiedenen Rettgionsformen, hei dep ZudewLdie„geyffelr» barte Religionslehre» Wie. daher Religion fm Allgemeinen. etwas Angeborenes ist. ist Religiynslshrss syecftll etwas Gegebenes, kann und muß , als. solches gelehrt werden. Zur Begründung des jüdischen RetigtonSbegriffsiS ist eS zuvörderst nöthig» festzusetzen, in welchem Der» hälrniß die Vernunft zur Religion tm Allgemeinen.