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Der treue Zionswächter · 1846-10-20 · 42 (20.10.1846) · page 2

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
2 (1846)
Issue
42 (20.10.1846)
Date
1846-10-20
Page
– (sequence 2)
Language
German
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«»DH '350 Allem erwägen und Euch prüfen, ob nicht persönliche oder andere zufällige Interessen Euch leiten, und in Euch diese Klagen rege machen, — ob überhaupt Eure Absicht laurer, d. i. völlig rein sei. — Ist dies letztere Euer Beweggrund. OLN ^2.1X2 .Hl 212'v .-.V2 so erhebt Euer Herrn Schutz und Beistand für Euer Beginnen und den Sieg im Kampfe für Eure heilige Sache. Dann aber, Ihr biedern, gläubigen Männer! lasset laut vernehmen durch dieses weitlönende Organ für alles orthodox - jüdische Interesse alle jene Abfall verkündenden Acußerunqen, machet kund jegliche Thar, jeglichen frevelhaften Eingriff in die unantastbaren Heiligrhümcr unserer Religion, womit, wie glaubhaft zu erweisen sein muß, der beschuldigte Rabbiner seine Würbe entehrend und sein Amt schändend Eure frommen Gemächer zum Unglauben, zu Uebertrerungen und zur Empörung gegen das göttliche Gesetz gewaltthätig zu verführen trachtet. Frager an in diesen Blättern bei allen Rabbinern und Gelehrten, 25D2^ VNX1' ->128, ob, wer Nischen Decisioncn und Functionen fähig und würdig sei. Alle werden 7I82N 21V s1212. wie einst bei der Tch'v- Angelegenheit, gutachtlich darzuthun als ihre Pflicht erkennen , was selbst darüber ausspricht, und was ihre norhwendige Erhaltung uon uns fordert. Diese eingeholrcn Berichte wöget Ihr hierauf mit Euren, in sanftem eindringlichem Tone gehaltenen Vorstellungen und aus frommem Gemürhe fließenden Birten begleitet. Eurer Obrigkeit, Eurem Fürsten zu Füßen hinbreicen. Dort, wo man das Recht suchet und Billigkeit findet, wo man die wahre Religion, nicht ihren Schein, nicht bloßen Wahn, als die wahre Bürgerrreue kennt u. zu achten weiß, wird Euch durch deSAllmächr'gen Beistand, der die Herzen der Könige leitet. Hülfe werden. Bald könnet Ihr wieder nach dem Willen des Allheit lrgen und nach alter Vätersitte unsere Himmlische Religion treulich erfüllen; bald werden Zweifel und Verdruß aus-Euer» frommen Gemächern schwinden, und Ihr werdet in beseligender Ruhe des Gewissens dankend für diese Rettung zum Himmel aufvlicken, und in seinem Dienste ungestört bleiben. DLe richtige Anwendung unserer Geruüths und Geisteskräfte im Gebiete der ReLigion. Vom Klausrabbinen Ettlinger in Mannhei m. (Beschluß.) Zeigt es wol von einem großen Geiste, wenn man sich anheischig macht, durch Spitzfindigkeiten das Religionsgebäude in seinen Grundfesten zn erschüttern, wenn man sich berechtigt glaubt und weise genug dünkc. die göttlichen Gesetze nach schwacher menschlicher Vernunft zu richten und zu beurrheilen? Zeigt das wol von einem wahrhaften, unbefangenen Geiste, wenn man von äußern Rücksichten geleitet, . dem Götzen der Zelt huldigend, den Satzungen der Religion solche Ursachen und Erklärungen unrerzuschieben sucht, wodurch man dieselben antiquiren, tyid sich der Ausübung derselben entziehen zu können glaubt? Nein, nicht in solcher Anwendung unserer Gemüths- und Geisteskräfte ersteigen wir die Stufenleiter zur Erlangung der so hohen Vollkommenheit, welche uns als Erdenziel vorgesteckt ist. Reinere Absichten müssen unser Gemürh beseelen, lautere Gedanken unfern Geist umschweben; sollen wir uns zu solcher Würde Hinaufschwingen, welche uns der Höchste zugedacht hat, und zu welcher er uns vermittelst derselben heranbilden wollte. Weit entfernt sei indessen die Behauptung, als dürften wir den Maaßstab unserer Vernunft den göttlichen Gesetzen gar nicht anlegen, als hätten wir nur einen Wortglauben, bei welchem jede Ergründung und Erforschung Sünde wäre, als wären wir nur dazu verpflichtet, die Neligionsvorschriften mechanisch zu befolgen, wobei der Geist in den Hintergrund gestellt sein müsse; es ist vielmehr ein großes, ein äußerst großes Verdienst, ja hohe Pflicht für jeden Israeliten, mit Geist und Gcmüth unausgesetzt und mir besonderer Liebe tief in dieselben einzudringen, ihnen durch Erforschen und Ergründen feste Wurzel in seinem Herzen zu verschaffen. Es ist dieses aber um so größerer Nothwendigkeir, von um so höherer Wichtigkeit in unserer Zeit, wo die Aufregung auf religiösem Gebiete sich so allgemein verbreitet hat, wo theiis durch Unwissenheit, rheils durch absichtliche Täuschung Lehren ausgestellt werden, die bei genauerer

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