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Der treue Zionswächter · 1846-10-13 · 41 (13.10.1846) · page 4

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
2 (1846)
Issue
41 (13.10.1846)
Date
1846-10-13
Page
– (sequence 4)
Language
German
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«W M M« erst spqrer zu treffenden, aus Erfahrung hervorgegangenen.-nnd,,durch. sie/b^yährtt Ei>rri chlmrgen ^zu' die'?cn. Eben^ ioMeM^M<rs7.M.-L<Üiqe«^.^HWeg«niän.de^.Le^x-, stunden rc. schon von vorne herelw zu bestimmen,! nichts läßt sich LestiMmenbevor may dcy Charakter der Schule Mndcher Schüler -kennt.i Mio wenig dies .Gcbrechen, selbst in der -praktischen Staarskunst gewürdigt wird, beweisen die ln-manchen Landern, halbjährlichneu erscheinenden Schulpläne, die - oft, hinsichtlich - ihrer Lonstruclion Inuf düs.- weiteste von einander entfernt sind. Freilich soll: Damit -keineswegs' gesagt seinals dürfte ein einmal abgefaßter Schulplan nicht wieder übgeän- Lert werden; das. hieße wieder im Erireme zu weit gehen,, und ist es im Gegeutherl sogar zweckmäßig, selbst wenn das Bedürfniß dazu nicht gefühlt wird von Zeit zu Zeit aus freien Stücken einige nicht wesentliche Veränderungen vorzunehmcn, : gerade, wie. das HauS das wohnlichste ist, das ohne einen chesondern Schaden zu haben, dennoch bisweilen ausgebcsserr, und dadurch ',cder Schaden unmöglich gemacht wird, nur gegen das zu häufige Abandern, und Ucbergchen von einem zum andern Systeme soll hier gewarnt werden. Wie soll gelehrt werden? waS zoll gelehrt werden? das sind gewiß wichtiae Fragen, und haben wir ihre Lösung nach besten Kräften versucht. Aber wer soll lehren? wer soll erziehen? das lst die letzte und bedeutendste Frage. Har man häufig Ursache, über mißlungene Erziehung zu klagen. bleibt so oft langjähriger Unterricht ohne Erfolg, so ist der Erzieher. der Lehrer eben so ofc Schuld daran, als der zu erziehende, der Schüler. Nur der soll erziehen, der selbst erzogen ist, der den Beruf dazu in sich trägt nur der soll lehren der selbst gelernt hat. Aber ich nenne eben so wenig den erzogen, derder Erziehung wissenschaftliche.Institute durchlebt, und ihre Disziplinen in sich ausgenommenals ich den unerzogen nenne, der etwa in des Lebens-.in seines eigenen Lebens Schule erzogen,-worden ist, nur müß er devöEeruf ia sich fühlen. : Ä :? ES "ist eine traurige Erscheinung der Zeit, daß man die so heiligen Interessen der Erziehung/ dievermöge ihres Objects einen nicht geringen Einfluß auf das Wohl der Zeiten und der Völker ausübr, so wenig beachtet, und sich noch wundert, wenn man über die Flachheit der Zeit klagen hört. Das sind die Jugendsünden, unverzeihliche Fehler, tue wir gegen die Jugend uns zu Schulden kommen lassen. Die Erziehung ist eine Kunst, um aber Künstler zu sein, muß man sich einer Idee ganz^ Hingcben, nur "für - sie leben können^ " bedarf es einier freien ^ÄfchüüilM^ünd^AvMWg..ohne HurH",noirh'MessdM Eindrückebefangen -u seist., Nur der erziehe, der selbst erzogen ist,-dcr sich-aus freiem: Antriebe dieftr Kunsthingeqebcn, der sich imStande fühl', Kunstwerke zu schaffen.' - Zwar darf auchhier nicht geleügnet werden, daß oft die beste Erziehungtrotz des besten Willens - Ünd der Festigkeit des Erziehers mißlingt, ^dae ist über, natürlich,, da . zur Erziehung zwei Individuen nörhig sind; auch haben wir bereits oben erwähnt / daß häufig die »Erziehung, der Unterricht dadurch scheitete, daß rntgegrnwirkende Einflüsse von aüßen her, die Einwirkungen des Unterrichts neurraUsiren und aufheben. Wo. aber dies nicht der Fall ist, da darf man eine mißlungene Erziehung häufig dem Erzieher zurechnen; und gerade so verhält es sich nur dem Lehrer. ' " Nur wenn Lehrer, Methode und' Gegenstand in harmonischer Einheit zusammenstimmen, nur dann kann, unter göttlichem Beistands, ein Unterricht von ersprießlichem Nutzen sein. Da aber der Unterricht ein vorzügliches Mittel, ja ein integrirender The«! der Erziehung ist, so sind es dieselben Momente, die eine entsprechende Erziehung bedingen, und Erfolg erwarrcn lassen. Da aber endlich die Erziehung selbst wieder die heiligsten Interessen des Menschen und der Menschheit an sich knüpft, da sie Bedingung seiner moralischen und inrellecruellen Vollendung sind, da sie ihm Freiheit des Geistes verbürgen, Selbstständigkeit, Zufriedenheit und. Seligkeit, so sind es wieder dieselben Momente, die sogar für sein zeitliches und ewiges Wohl vom größten Belange sind. Haben wir das wohl bedacht, wenn. wir das Wohl eines einzigen Menschen nur aus Händen geben wollen?! Ein Hosjude. (Nach Daten aus Duclos' Geschichte der Regentschaft.) -- -! 1. ' ' Der Regent und sein Mentor. Es war im Jahre 1712. an einem nebligen Herbst-

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