Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- 39 (29.9.1846)
- Date
- 1846-09-29
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2625941-2626092-2626132--0629-2628176- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Eine Beilage der Zeitschrift, der treue Zions-Wächter No. 32, schildert nämlich den fürchterlichen Norhstcmd unserer Glaubensbrüder zu Jerusalem. Wir, der Vorstand der hiesigen Gemeinde, veranlaßten alsbald nach Wahrnehmung jenes Elends eine Versammlung unserer Gemeinde-Mitglieder, welche alle, tief erschüttert über die Leiden jener Unglücklichen, und von der innigsten Theilnahme ergriffen, sich sofort zu Beiträgen, um, wenn auch nur eine kleine Linderung jenes Unheils dadurch zu erzielen, bereit erklärten, und solche auch unmittelbar darauf darbrachten. Das Ergebniß unserer Collectirung besteht, da eS hier nur eine ganz kleine Gemeinde (15 stimmberechtigte Mitglieder), die zur Bestreitung ihrer eigenen Bedürfnisse belastet ist, in nur 23 Thlr. pr. Ert. Da wir nun mir Niemandem in Jerusalem in Verbindung stehen, um den Unglücklichen die kleine Gabe der hiesigen ierael. Gemeinde sicher zuzuführen, wir aber anuehmen dürfen, daß eS Ew. Hochwürden an Bekanntschaft unter den dortigen Gelehrten und Frommen nicht sehlt, so geht unsere ehrerbietigste Bitte dahrn: Ew. Hochwürden wollten geneigen, menschenfreundlichst die hier beifylgestden 23 Thlr. pr. Crc. baldmöglichst verweise an ihren Bestimmungsort gelangen zu lassen, damit die hiesige Gemeinde sich darüber beruhigen kann, daß ihr kleines Scherflein wirklich in die Hände der nvkhteidendm Gla«benSbrüder> komme. . Wir bitten sehr, uns unser ausgedrücktes Anmuthen, und die Mühe, welche Ew. Hochwürden wir dadurch verursachen, auy dem oben angegebenen Grunde gewogenst zu verzeihen, und die Versicherung unserer vollkommensten Hochachtung geneigtest zu genehmigen, in welcher wir uns zu empfehlen die Ehre haben, als E*. Hochwürden ganz gehorsamste Vorsteher der hiesigen Gemeinde. M—. in Mecklenb.-Schwerin, d 20. Septbr. 1816. Preusien. Berlin. Die Theologen - Versammlung ist bis zum -Frühjahr quf tzügemeinen Wunsch -7verlegt; neue Namen haben sich gemeldet pnd noch fernere sind erwartet. Klingt Alles überaus schön uod erfreulich für solchen, der nicht zwischen den Zeilen zu lesen vermag. Dann freilich heißt jener Passus ungefähr folgendermaßen : Da man sich in seinen Erwartungen gänzlich getauscht gesehen hat, da zwar einige mehr als unbedeutende Namen sich angeschloffen, dahingegen die früheren bedeutendsten Persönlichkeiten sich Zurückgezogen haben, so sucht man Zeit zu gewinnen, soll nach allen Seiten hin manövrirt werdet um die Abgefallenen wieder zu fesseln, überhaupt aber nach allen Seiten hin vom Neuen zu werben. Jedoch, wir werden sehen. — Bresla». Durch höhest Mtnjsterial-Refcripr ist Herr Rabb. Tikrin MS Rabbiner der Altgläubigen zu DreSlau vom hohen Ministerium anerkannt und öffentlich proclamirr worden. 20s solchem steht chm wieder die Vornahme sämmkltcher religiösen Fynctiyn,n, seither ihm untersagt, zu, und ist er im Kreise dieser Altgläubigen alleiniger Rabbiner in DreSlau. Es har diese Nachricht unter seinen Verehrern die größte Freude hervorgebrachr, und versteht es sich von selbst, daß G. L Consorren jetzt manches bittere Wort über sich ergehen lassen müssen. Die früher gegen Tiklin> wegen Abhaltung einer Predigt verfügte Strafe von 50 Thlr. ist auf 10 Thlr von hoher Regierung ermäßigt worden. LurlMen. Cassel. Unsere Rabbinats-Angelegenheik scheint sich endlich ihrer definitiven Lösung zu nahen, und ist es keinem Zweifel uncerworfry, daß Kassel dre hiesige Stelle erhalten wird. Sbfchon wir es bereits früher erklärt, daß F. »^ser Dann durchaus nicht sei, und sein mehr - gls zweideutiges Betragen kastm auf eine seegenßreichf Wirksamkeit hiesigen QrreS schließen läßt, so enthalten wir uns doch bis auf Weiteres, jeder persönlichen Polemik, und wolley wjr zuvörderst Tharen abwarkeu, bevor, wir fernere^^ttrkhfit abgeden. Laden. - Karlsruhe. Unsere Stände haben allerdings soeben die Emancipation öeh Juden ausgesprochen, und sich dadurch den Dank alltt Wohlgesinnten erworben. ^Wex' aber'wW, welch' humanes Betragen schon seit sanger Zeit von Seiten ^ämmMcher Grhzgl. Behörden überall gegen die jüdischen Unterrhanen des Großherzogth. beobachtet wird/ wie vor Allen aber unser allergnädigster Großherzog selbst/ein Vorbild jeglicher Tugend , so auch in diefev Beziehung 4b«»aL als ein leuchtendes Muster, voranstand, den konnte jenes