Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- 39 (29.9.1846)
- Date
- 1846-09-29
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Resultat durchaus nicht befremden. Als Beweis jener gepriesenen Toleranz üusers Größherzogs, lassen "vir folgendes ällergnadigstei ^Handbillet an den Oberrath Eppstein hierbei -folgen^ , „Mein lieber Oberrath Eppstein! Empfangen Sie Meinen aufrichtigen Dank für die Uebersendung des Synagogenliedes, welches von dem israelitischen Oberrathe für den Gottesdienst an Meinem GeburkSseste angeordner worden ist. Ich habe von diesem schönen-Liede mit Wohlgefallen Einsicht genommen, und in dessen Inhalt einen neuen Beweis Ihrer treu ergebenen Gesinnungen, wie der Ihrer Glaubensgenossen für Mich und Mein Haus erkannt. Mit dieser Versicherung verbleibe Ich Ihr wohlgeneigter ' Leopold. Carlsruhe.'den 10 Seprbr. 1816. Mannheim. Seitens der dritten N.-V. ist Theil geworden, wie unserer Gemeinde der Hohe.Genuß, tue hohe Ehre rc. bevorstände, zum Sitz der nächsten Versammlung erkoren zu sein. Ohne Debatte wurde Seitens des Synagogen - RatheS beschlossen, solches , Äaiern. Würzburg, im Elul 5606 Zn diesem Sommer trafen wieder^ wie öfters, vier Religionsprüfungen zusammen, welche die israel. Lehrer vor dem ehrwürdigen Herrn D. N. S. D. Bamberger dahier in den Religionswissenschaften zu bestehen hatten. 1) Die Präjjaraüden/ chelche' sich zur Aufnahme in das Schullehrer-Seminar anmelden, müssen durch das Resultat einer Prüfung ^bekunden, baß ihre Vorbereitung in dieser Hauptwisscnsparre dahin gediehen sei, sie zum Eintritte zn befähigen. 2) Die Seminaristen des ersten und zweiten Curses haben in den Finalprüfüngen zu zeigen^ mit welchem Fleiße und Erft'ge sie den Unterricht der ihnen auf höhere Anordnung der königl. Regierung von Sr. Ehrrv., dem Herrn D. R. Ä. selbst ertheilt wird, benützt Haben.?lnmerkung. Die gewöhnlichen Unlerrichksgcgenstande für die beiden Curse sind außer der gelammten Religionslehre und Geschichte vorzüglich: u "ZN, wovon abwechselnd mehrere Bücher aus den Propheten oder Hagiographen überseht, grammqtisch, syno ymisch und nach Naschi und nach andern alten Commentaren erklärt werden; b wovon die Traktate des 1212 112 , i'si'lZl größtenrheils und nach Erforderniß der Umstande mit der 812Z; und c O 'N Nix nach dem vortrefflichen Handbuche O1X "N fast vollständig gelehrt werden. Dabei suchen die Seminaristen sich privatim durch Lectionen, welcke ihnen die O'1112 der .I2'l2' im Talmud ercheilen, so weit darin auszubilden, bis sie durch eigenes Nachsinnen endlich zur Ergründung des XNvZ ttL'S' an nicht besonders schweren Stellen tue Fähigkeit erlangen. 3) Jeder Lehrer, der sich sonst auch über seine Wissensfahigkeic auszuweisen vermöchte, hat vor der Ucbernahme einer Neligivnsschule sich noch einer besonderen Religionsprüfung zu unterziehen. Diese wird alle zwei Jahre von der königl. Negierung angeordnet und die Lehramtk-Eandidaren müssen außer 1ZNQ -P.l L"n ti-'x'', woraus ihnen beliebige Stellen zur Aufgabe vorgclegr werden können, nach dem allerhöchsten königl. Prüfungsregulariv noch besonders aus dem Talmud examinirr werden. 4) Die bereits in ihrem Drüse thatigen Aspiranten haben drei Jahre nach ihrem Austritte aus dem Schullehrer-Seminar in einem Concurse.ramen nachzuweisen, in wie weit ihre jüdisch-literarische Fortbildung, die ihrem Privarfleiße und religiösen Eifer überlassen war, gelungen sei. Die Resultate waren überhaupt, leitdem der seinem Amte mit aller Würde vorstehende D. R. Damderger den Unterricht selbst' ertheilt' und leitet, sehr befriedigend. Ebenso hat die dadurch erworbene religiöse Wissenschaftlichkeit der Lehrer den wohlthatigsten Einfluß auf diejenigen Schulen , deren übergeordneter Rabbiner sich für die Religion und ihre Verbreitung ernstlich interössirt. Verlag: Herol d'sche.Buchhandlung. in Hamburg.