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Der treue Zionswächter · 1846-09-08 · 36 (8.9.1846) · page 5

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
2 (1846)
Issue
36 (8.9.1846)
Date
1846-09-08
Page
– (sequence 5)
Language
German
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ambrosische Kühlung zu;; verstohlen klingt dann und wann: der Ton.der.'Chitargchurch hie -Stille dßr-Pachstz uyd Mancher M dglgo bringt; unter^i^er. schWeiH^Axck^ ^ssw.DuennasMt-j Ständchen, denn in Spanien äst alles melodisch, die Nacht sind die Chitärä.^und auch jener Caballero' der so einsam durch die Straße-wandelte! -"'6. .. Ja, melodisch ist sein'Antlitz --- eKMicktaus-ihmmancher längst verklungene Ton, mancher Blitz der sich neu vollendenden Krampfhaft zogen sich die Lippen des Lesenden zusammen: „Also das.für des Glaubens Tausch, das für die Qua! des jahrelangen Kampfes, das für die Opfer, die ich Euch gebracht!« so murmelte er vor .sichchin. und, manches Ähnliche mehr, und immer mehr schwanden die Paläste', immer ärmlicher wurden die Gebäude, — er werkte-es nicht / daß er sich dem Stadtquartier näherte, wo arm mW in Todesangst befangen, die wenigen Juden lebten, die in Madrid damals noch — wenn auch nicht geduldet - doch ohne Beachtung gelassen wurden, »veil sie zu elend warey..mn ihre^Peiniger zu reizen. vorüberschreitem da fiel srim Blick aus derkGdeiS^ unvmit dem hastig cheryprgestoßenM AM»- :^Bate»L BÄch^-lmL-wofiit/. Wchrist.-jr;» gnr« .. zi,- s-it-r ', .1 xM Ks«p^ irrr chcr Liebe und Ä'nD'uber ihn Hinheügte: »Mein Ursel! «?euf^e er leise' "Dir' bist Ä'' ja. und Du bist ja kein kahlköpstcjer' 'Mönch geworden, wie-der schwarze Isaak sagte t dw bist ein Mrkicher Caballero, vor dem Allesc! den Hurabzietzt. Ach. harrest du nur« — hier richtete fich. dsr S.ohn qgs und sayh schluchzend dem Vqter. in.die Arme.: M Vater« ^ri.^f er^fDessi, Urielist sehr unglücklich und elende — aber daß. auch ,L)u. der Frömmste in 'ggnz^sraet e's"hist, — das macht ihn noch elender!« Da und seine Lumpen schienen i>, einen Künrgsmantrl verwandelt, als er sprach: --Elend, Urirl, — und Du kannst glauben, daß Benjamin Acosta je elend sei? ,So langp .es; einen Dost Israels, so lange cs.sein heilig Gesetz giebt, wird er. nicht elend sein. Sieh, Uriel, ich bin ein armer, alter, lnmpenymhüllker Mann, aber in mir wohnt das Vertrauen und die Liebe zum einigen, allmächtigen Gott, und die Macht mich vom Bettler dereinst zum Fürsten. Du -- Caballero in goldgesticktem Mantel — Du magst Dich elend fühlen, weil Du abgefallen vom Glauben Deiner Väter, weil Du ras Joch des Gesetzes abgeworfen, um der Erde Krone zu erringen, weil Du Dich losgerissen ans der Milte Deiner Brüder von Israel, und Dich trotz aller Herrlichkeiten der Welt nnheimlrch fühlst in der Na zarener Mitte, denen Du noch nicht lange genug angehörst, um uns, um unfern Gott vergessen zu können Erschüttert wandte sich der Jüngling ab und schluchzte laut:-Für die Herrlichkeiten der, Welt Hab ich nicht meinen Glauben gelassen, es war für die stolze Eaüilianerin. die ich treu wähnte. D^ Herr hat mich gerecht gestraft, mit bittere,:, Hohne hat sie mich empfangen; — Pater, Du bist an mir ge-' rächt! O, gicb mir meine Ruhe wieder.« ' Der Alte zog den Sohn ans Herz sind flüsterte: »Ein Mittel grebt/s, mein Uriel. es ist das einzige: ziehe diu nach Hollagd zum Asyle unserer, Glaubensbrüdrr. Durchschrfferas Meer, bis Du nach jener Stadt kommst, . die. sie Amsterdam nennen, denn dort wohnen Viele und Mächtige unseres Vslkes. Dort nahe Dich der Schwelle des heiligen Gotteshauses, und an ihr betit ln» Vergebung. Und dann gehe hin zu den Ältesten und zum'Nabbinerr der Gememde, und veichte itjnen Deine Schuld>. und büsse sie ad nach altem vorgefthrieVenM Branche, und; tritt wieder eingereinigt, in unsere Gememvo — so wird der Herr Dir seinen Trost verleihen.« Der Sohn erhob sich aus den Armen seines Vaterö: »Dich sollt' ich hier lassen in der feindlichen Stadt?« —

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