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Der treue Zionswächter · 1846-09-01 · 35 (1.9.1846) · page 5

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
2 (1846)
Issue
35 (1.9.1846)
Date
1846-09-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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rin-Zeichen des Herangerückren männlichen Alte cs, und giebr daher ein ernsthaftes Aussehen, der weiße Bare kündigt noch besonders den Greis an, vor welchem als solchen, jeder Mensch eine gewisse Ehrfurcht füh'.r; die Beffchen aber beweisen von allem dem nichts; auch der unerfahrenste, leichtsinnigste Jüngling kann solche unter's Kinn hängen. Außerdem machen die Beffchen seit Jahrhunderten eine Theil der Amtslracht der Pfarrer aus «Iti22 ."1*1 '"MI l"I x"'p I-.IL' 2'!/ HL' slll ^"'1.1 ^»I 'M 'LI l"I1 .1P17.1 wir aber werden originell bleiben müssen, und somit weder den Geistlichen der einen noch der archern nichtjüdischen Cvnfession nachmachen dürfen. Dies geht schon aus dem allgemeinen Zwecke einer Amtskleihung hervor, diese soll nämlich auszeichnend sein; würden aber Geistliche verschiedener Confessionen in gleichen Anzügen erscheinen, so waren diese nicht medr speciell auszeichnend weder für den Geistlichen der einen noch der andern Glaubensgesellschafc. Ebenso scheint, auch die schwarze Farbe überhaupt zur Funcrionskleidung für die Rabbinen nickt passend zu sein, denn schwarz war die.Farbe, in welcher die fremden Priester sich gekleidet hatten (Kön. II. Kap.23 V. 5 und Zefanja Kap. 1 V. 4 'LI' d^IQI). Nach den talmudischen Begriffen ist schwarz die Farbe des Trauernden x'2^1 'l'l ks'Il 1"I2» x'I 1''P NIM I"2» pjlO;.1'2I>I2I1 . 2'xi>i L"1 'O7L»11' 212X1 iQ'O 2 L'l 1"'1 P'O 2".1II .l"2L;2'3 1"' UNd deS Sünders, x'I 2"Q PL»11P Warum sollte nun der Rabbine an Fest- und Feiertagen, an welchen Freude geboren ist, durch seine Kleidung trauernd erscheinen, X"I l''p NIL» ll'INiin j'i 72X1 ''NN? Oder warum sollte der Rabbine den Sünder vorstellen, da dow gerade der Geistliche am wenigsten sündhaft sein sollte? Wenn auch einzelne ausgezeichnete Rabbinen zur Zerr des Talmuds schwarz gekleidet waren, so wird dies eine Ausnahme X"M12 L»11'2I x^212 1211 I'I I"I .1212 I'I 2"2 p"I1 xnx, und nur an Werks, nie an Feiertagen gewesen sein; und so mag auch die Thatsache in XI >"2P NIL» als Ausnahme gelten. Es dürfte daher für die Rabbinen, die eigentlich nichts anders als Lehrer sind, die blaue Farbe schon angemessener sein. Blau ist auch die Farbe des Himmels , wohin der Blick des Frommen gerichtet ist. P'II /X '.1 N'2'8 '.12 'I PILI 2"I211 I"I 2"2 21122 'Xp'111 PI1I2 1"1 .1L'2 'l'l 1"ü 1L»12 'l'l Nil L»112 Noch geeigneter aber dürste die weiße Farbe sein; in weißem Leinen gekleidet sind dem Propheten Zecheskel, wie . auch dem Daniel himmlische Wesen erschienen, (Zechesk. 9<3 ». Daniel 10, 5). Zn einem Gewände, weiß, wie Schnee,, Hatte auch der Allgerechte dem Daniel sich offenbart,, ^daseibst 7, 9). Auch die Priester waren im.Dienste, und am Ve.rsöhnungsrage auch der Hohepriester, dieser sogar , wenn er nicht Im eigentlichen Opferdienste war, weiß gekleidet 2"I N'O xvi". Weiß ist die Farbe, welche bei den Israeliten zum Bekleiden der Tobten eingeführt wurde, L»11Q1 X"I 1"'P NIL' -2'xIl L»'1.'ll>Lil' 212X1 1^ l'L IMS 'N'7112.1I1 N"'I. rj'II 2"2L» 'D -I'' I."V1. Ebenso wurde 'Vi'eft Farbe auch für Ziziß und Taliß bestimmt und slngeführr, 2'2P'212I1 s21 X"22I '1 kj'IY 2^2 ^2N^XI"L'2L» und weiß gehörte nicht nur zu den Farben, welche gebührlich getragen wurden, '"Ml 7k"1 2"I'1"I 2"! 'P21O.1 'UM. sondern war namentlich diir Farbe, in welcher die Rabbinen in Babylonien sich gekleidet harren. 2"p. 2IL»2 .1X12 PI X"I I"I 'L'^21 l"I -L'"I p°? ''.1 11121 Xll'.l '1111X 'I 'I^' liNN X"I Daß dies aber nicht auch so war bei den Rabbinen im gelabten Lande, mag seine Ursache ln dem Umstande haben, daß Leinen dorr seltener rvar^l"2 I»IL»' '"MI'' ,O.'7pI 1^X^2'12X1. P"I 2^2' N'Äir^^ixin';i7, X'I .1-1'fl. ^III .PM ''1 PL»2 '^7H 'lNIL'2 '*-721 12'X.11 '1221.1.1 L'il'2> Weiß ist. auch Vie Farbe der Unschuld, ,(Jesaja 1, IZi und sagte sa'auch der weiseste aller Menschen : „zu jeder Zeis sollet dein^Kte»der weiß sein (Keheleth 9, 8). Rücksichtlrch der Form findett wir im biblischen Zeitalter Oberhemd und Gürtel als Ehrenkleider gelten X'I p'22 I"I N'IL" ,2'I^Q 22 2'21I^ Der Gürtel war zugleich ein Zeichen männlichen Ernstes (Zjob Ztz, 3 und 40 7 u. a. m) X"2 ''2 N"X I"L» P'DI. Zn späterer Zeit finden wir Oberhemd und Gürrel als zur allgemeinen Kleidung gehörend, 2"I NI -)1 kilL»! 1.1'V ,21'2L»2l L»11'2 2"I21I 22» l"I1 X'I I'p NIL' .X1112 'II XII X-IIII X"I l"'N kjlpL'llp 22 s."I1 Wir würden hiermit dennoch nicht als die evangelischen Geistlichen, welche eine Art solcher Oberhemden tragen, nachmachend erscheinen, denn die Farbe würde deutlich den Rabbinen vom Pfarrer unterscheiden, und folglich die Kleidung eines jeden auszetchnen. Zu aller Fürsorge könnte der Zuschnitt auch nur etwas verändert werden, und würde das Oberhemd oder der Mantel dem Rabbinen recht lang, bis zu den Füßen, hsdab-

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