Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- 34 (25.8.1846)
- Date
- 1846-08-25
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Chirurgie, aller religiösen Ekeinente baar, herabsinken darf. (Kissen wir doch schon heute, daß einem Ärzte für jede vorzunehmende DeMneidüng ein gerichtliches Honorar sixirr worden ist). Wie ln den güten alten Zeiten sollte der noch heute durch ein besonders religiöses, gottesdienstliches Leben sich auszeichnen, nur innerer Perus, die große '182 zu vvllführem Mittler zu sein zwischen der Gottheit und dem neu in den Bund einrretenden Israeliten, die Priesterstelle zu vertreten an des Vaters Statt, eigentlich zur Vörnahme desselben befähigen. Vornehmlich aber möchten wir eine Commission empfehlen, die unter dem Vorsitze des Nabbinen aus einigen und religiös gesinnten Aerzten bestehe, und deren Wirksamkcir besonders darauf gerichtet sei, jeden, der als ^.112 ausgenommen sein will, zuvörderst zu untersuchen, ob seine allgemeinen Gesundheitsumstände der Vornahme dieser Function nicht im Wege stehen, dann, ob er die nörhigen Kenntnisse und Handfertigkeiten besitze; nicht minder ihn über die Wichtigkeit der Functionder er sich freiwillig unterziehen will, zu belehren, die besonders große Verannvorrlichkeit lebhaft zu schildern, die durch und bei Vornahme jener M1t2 ihm obliegt. Unter solchen Umständen wird die Gefahr einer Ansteckung durch einen ^12 sich so ziemlich auf Null reduciren, wenigstens nicht größer sein, alle viele andere, die im medicmischen Leben , ohne daß derselben überhaupt nur Erwähnung geschieht, hie und da wol vorfallen können und wirklich vorfallen. Denn wir brauchen cs kaum noch zu gedenken, daß jene von uns vvrgeschlagene Commission jeden einzelnen Beschneidungsfall, so weit als rhunlich, zu überwachen, und so wie das geringste verdächtige Zeichen sich einsiellen sollte, alsbald die gerieten Schritte zur etwaigen Jnhibirung der ernisa efssoiens, vornehmen müßte. Nicht minder darf übersehen werden, daß schon seit undenklichen Zeiten die '8'82 nie unmittelbar mir dem Munde allein, sondern immer der Art vorgenommen, daß der ^.1'2 zuvor einige Schlucke Wein in den Mund nahm, mit denen er auSsog. Daß dieses aber ein wesentliches Mittel sei, um jeden Gedanken an Ansteckung, zumal wahrend eines Zeitraums von kaum einer Minute, gänzlich zu verscheuchen, daß von einem so schnellen Einfluß des Speichels, selbst gar vorhandener Geschwüre rc durch das Vehiculum des frischen Weines vermittelt, nicht mehr die Ncde sein kann, darin wird jeder vernünftige, unparrheiische Arzt mir mir übcreinsiimmen. Endlich kann nicht minder der Vorwand, als sei daS Saugen an Und für sich der Wunde nachtheilig, stichhaltig sein, da die Reizung nicht stärk genüg, zumal beim Gebrauch von kaltem Weine ist, um Klütströmung zu veranlassen, da diese Blutströmung alsbald durch andere Mittel (kaltes Wässer, Pulver, Schwamm rc ) beseitigt wird, da beim Unterlassen der eigentlichen '8'82 allerdings die Reinigung der Wunde nickt so vollkommen bewerkstelligt werden, wodurch am Ehesten Entzündung herbeigeführr werden kann; da endlich die tausendfache Erfahrung als vltima rst!o lehrt, wie die Heilung bei Kindern, bei denen die eigentliche Aussaugung vorgenommen, eben so schnell und regelmäßig verläuft als bei denen, wo man jene'8-82 nicht vvrgenommen. Wird doch sogar von alten bewährten O'^.112 behauptet, daß gegen NZNL, Aussatz — 8)^12, wie es die nennt — ihnen von erfahrenen Aerzren empfohlen ft», die '8'8Q als einziges und entsprechendstes Heilmittel anzuwenden, also ein Aussaugen x«/ So hatten wir denn von medicmischec Seite zuvörderst nachgewiesen > wie von einer wirklichen Schädlichkeit der '8^82 überhaupt woi kaum die Rede sein kann, wie Befürchtungen sich beseitigen lassen, wie die Erfahrung, im weitesten Sinne des Wortes, von den fälschlich angegebenen Nachtheilen nichts weiß und wke vielmehr die ganze Angelegenheit durch die moderne Aufklärung einiger jungen jüdischen Aerzre angeregt, und geflissentlich in ein unrichtiges Licht dargestellt worden ist. Dies die medicinische; jetzt zur religiösen Seite der Frage. Unter denen, die von dieser Seite aus in jüngster Zeit unsere Frage behandelt, nennen wir vor Allen vr. Frankel in seiner Zeitschrift, und da sonder Zweifel in jener Abhandlung von religiösem Standpunkte aus. Alles gegen die '8'82 eingewandt worden ist, was nur je anzuwenden war, so wird die Widerlegung der Argumenre Jenes hinlänglich sein, für Alle die in demselben Sinne argumenkirt. Freilich hat eS sehr gewundert, daß gedachte Beweisführung durchgehends eine sehr schwache, gehalrlose sei, allein das mag nicht sowol eigene, als vielmehr Schuld der Unhaltbarkeit der Sache sein, für die man in die Schranken zu treten sich veranlaß! fand. Doch zur Sache, und folgen wir unserm Gegner von Satz zu Satz, von Beweis zu Beweis. „Die Mischna," beginnt man, „führt diesen Gebrauch schon als erwas ganz Gewöhnliches an, der auch am Sabbar nicht unterlassen werden sott." So