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Der treue Zionswächter · 1846-08-18 · 33 (18.8.1846) · page 4

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
2 (1846)
Issue
33 (18.8.1846)
Date
1846-08-18
Page
– (sequence 4)
Language
German
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»ZH 280 M. - Bis.gegen Ende des vorigen- Jahrhunderts war in Zrael die -wahre, gemächliche, religiöse Richtung im häusliche« Lehen allgemein. Gottesfurcht bewahrt« vor, dem Verderben, echte Frömmigkeit und edle Sitte wa^en der Stützpunkt des Lebens- Trost und Stärke fand inan in der Religion bei den größten Schicksalen, Ehrfurcht gegen die Gesetze, eifrige Erfüllung derselben waren allgemein, den Egoismus kannte man nicht; jedes unedle Begehren wurde entfernt, Sehnsucht nach dem Höheren war vorhanden, und große religiöse Kraft; alles Gute wurde geübt, gepflegt- DaS Beispiel, das die Kinder immer vor Augen harren, trieb zum Guten, die frommen, religiösen Sitten, zum Edlen; zum Schönen bewegten sich die Eltern mir den Kindern. — Ganz anders sehen wir jetzt! Zn unsrer leider zu sehr dem Sinnenaenuß, den Zrrrhümern, den Thorheilen der Welt, der Zndolcnz, dem Zndifferenrismus huldigenden Zctr ist das bezeichnte schöne Streben aus vielen, ja man kann sagen, aus den meisten Häusern Israels geschwunden. Man denke nur, um nur ein Beispiel aus lausenden anzuführen, an die freudige Stimmung, an die seelenvolle Ruhe und Behaglichkeit, welche bei Eintritt des Sabbats im Familienkreise herrschte, an die Heiterkeit,, mir der man jedes heilige Fest begrüßte, wie man mir herzlicher Freude ihm entgegen eilte, es mir Wonne und Entzücken empfing, wie patriarchalische Zufriedenheit Alle beseelt, wie Frieden und sanfte Stille das Haus beglückte, wie mancher Arme und Leidende in solchem Hause Schutz und Obdach fand! In unfern Tagen ist meistens der Jugend diese Weihe des SabbatS und der Fcstzeiren' entzogen, wie oft werden die auf die. Feier bezüglichen Gesetze umgangen, übertreten, cnrwriher, wie ist da Zweck und Bedeutung der heiligen Tage verkannt! Und bei solchem Treiben sollte unser« Zugend religiöse Bildung erhalten, Verehrung der positiven Religion zollen, wenn Apathie gegen die Religion zu Hause sich festgesetzt? Die gemächliche Richtung also, zu deren Cultivirung die Feiertage, vorzüglich vor vielen andern Mitwirken muß wieder hervorgerufen, belebt, gestärkt und bleibend gemacht werden im väterlichen Hause. Herrscht ein religiöser Ton daselbst, so ist die im Vorigen bezeichnte häusliche Erziehweise fruchtbringend, leichter wird es dann. in der Schule den Bau fortzuführcn in stercm Zusammenwirken mit der häuslichen Erziehung, berichtigend, ergänzend zuweilen, wo diese fehlend irrte. Die Aufgabe der Schule ist Hebung der sittlichreligiösen Bildung. Förderung der intellektuellen Kräfte der Zugend, Erziehung zum Gehorsam, Erweckung, Stärkung und Belebung der Gefühle für das Erhabene Die geistigen Anlagen der Schüler sollen demnach nach allen Richtungen cultivirr werden. Diese Culrur umfaßt drei Momente: die Anlagen des Wahren, des Guten und des Schönen. Die Richtung des Wahren hat zum Ziele die religiösen Erkenntnisse, welcye di^ Menschen beglücken, Frieden, innere Zufriedenheit und Ruhe gewahren, Trost spenden in diesem und im zukünftigen Leben. Schön spricht hierüber Maimonides in seinem Zad Hachasakah im ersten und zweiten Abschnitt, und höchst wichtige Bemerkungen findet man in dieser Beziehung in Eramah's Akcdah Parr 27. In der Thora, d. i. 83251 35172 .^"53 werde der Schüler von einem fleißigen verständigen u. gebildeten Lehrer unterrichtet, besonders ist daS Talmudstudinm für den Zsraciiren, der eS ernst mit seiner Religion meint, eine unerläßliche Pflicht, das lehrt uns die Mischnah in Aborh, gegen Ende des Abschn 5, ferner Pea 1. 3313 312331 3^3 3553, Baba Mezia 33 d 332 313^33 112 3^35. Welchen großen Werth daS Gesetzstudium har, und wie man im practisch - religiösen Leben auch fast kein einziges Gebot gehörig vollziehen kann, ohne tüchtige Kennrniß in 8335 und 3^3312, davon har man in der neuesten Zeit unzählige Beweise, und lehrt der Talmud die große Wichtigkeit und den bedeutenden Einfluß dieses Studiums im praktischen Leben fast auf jeder Seite. Mir welcher Behutsamkeit, Vorsicht und Umsicht man ferner beim Lesen und Lernen zu verfahren habe, um vor Zrrthümern sich zu sichern, und nickt auf Abwege zu gerochen, davon giebc eine schöne Stelle Zeugniß ln Schabb. jo!. 88, b: 3'l^>33 )8O 32lV 3'553 3313 32^> .3238 O'3'55 '3 ^22? V' 3"13 '^>31 5)8 31'N3.Vl 3'23V 12 L" 3t 3-55 32 822 3'5'3"27 833 3283 15"3 3V33V1 3'33>V 13 83'23 823 33 3'^82IL'2^ 8"33- Zn der zweiten Richtung, der Anlage zum Guten, wird vorzugsweise auf den Willen gewirkt. Die in der vorbezeichneren Sphäre errungenen Wahrheiten, erlernten Fertigkeiten, gewonnenen Gefühle sollen, insofern es in dem jetzigen Standpunkt des Schülers möglich, soweit es in seiner beschrankten Sphäre thunlich ist, den Vorschriften des Gesetzes gemäß in Ausübung gebracht werden, geleitet von dem Lehrer, der ein bewährter Manu von tüchtigen Kenntnissen, von

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