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Der treue Zionswächter · 1846-08-18 · 33 (18.8.1846) · page 3

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
2 (1846)
Issue
33 (18.8.1846)
Date
1846-08-18
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Niemand zeichnen, als Jeremias; er hat sogar Züge in sein Bild ausgenommen, die in die Jetztzeit treffen, sie scharf und markirend darsiellen. „Die Priester sagen nicht, wo der Herr ist, die als Handhaber des Gesetzes Hingestellten, wollen mich nicht kennen, die Hirten freveln wider mich, und die Propheten weissagen beim Götzen. und nach heillosen Zwecken wandeln sie. — Himmel, werdet wüst darüber schauert auf und fallet in grausige Trümmer zusammen," spricht der Herr, „denn zwei Missethaten begeht mein Volk, mich verlassen, den Quell des lebendigen Wassers, und das noch mit der Absicht, sich'Gruben, Gruben allein zu hauen, die doch löcherig sind, und das Wasser nicht fassen können.^ — Wem scheint hier nicht unsere Tagesgeschichte mit den eiteln Bestrebungen unserer sogenannten Reformatoren, mit den Synoden und Versammlungen unserer Rabbinen zur Stürmung der Religion, zur Niederreißung des Gesetzes, zur Hebung seines Schwures, zur Lösung seiner bisher bestandenen Heiligkeit — eines Denkmales' das unter dem Alter tausender Jahre ergraut, nnd vom Salböl des Blutes und der Thränen Juda's tausendmal gesalbt ist. — wem scheint alles dies hier nicht, wie im voraus in den obigen Worten des Propheten angedeutet zu sein, die er von der Treulosigkeit, der Priester, Hirten, und besoldeten Handhaber des Gesetzes sagt?" „Hier nur das Eine zum Schlüsse, das Eine für Vieles. Daß Du mein Juda geschworen hast mit Deiner Väter.Mund, — deren Blut und Leben auf dich übcrgegangen — dem Gesetze treu zu bleiben. und du kannst dir diesen Eid nicht lösen: X,.-. ^.72 721P1 Z?2L">2!" „Ein Wort gegeben und versprochen für alle Zeiten, muß so feierlich, wie es angclobt worden, eben so ernstlich und feierlich gehalten werden! >>'22 821'.-! ^22 1727 ^7' „Ein Schwur, vom Kinde dem Vater geschworen, vom Vater gefordert, gebilligt und bestätigt, der ist unauflösbar, und mögen dich hundert Jrriehrer und Verführer mit Sprach' und Schrift dagegen bereden wollen, und mögen sie des Waldes Bäume zu Federn, der Ströme Fluten zu Dinle, und aller Pflanzen Blätter zu Papier haben und mit ihren irrgläubigen Werken die Welt bedecken dis zum Sonnenlichte hinauf: Ein Thoravers spricht gegen sie, und das Glaubensgefühl legt den Accent darauf: .772X 772xi 2-t '>2x §2^' -L'X 72X ^721 ''2-2 -2 12P1 '28 .7v L"77,71 .7IL'S5 217-' 7^ .-i"i2x — Nicht geschwiegen hat der Vater bloß, sondern aufgefordert hat er dazu, und es mit dem Siegel seiner Allmacht bestätigt!" „Und bist du auch vertrieben aus dem Vaterbanse, alles deines frühern, äußern und inner» Glanzes beraubt, ist dir auch Kranz und Krone vom Haupte gerissen, und bist du gleich einer Verstoßenen, vom Vater und Manne Verstoßenen dastehend, — weder Wittwe noch Geschiedene bist du — Wittwe nicht, denn der Herr und Mann lebt ewig— Geschiedene nicht, denn selbst deines berrnütestcn und herbsten Sängers Lied ruft in der Verzweiflung dir nach: >r'.7 sl'2 ^7 1x7p ,7775 '2 .->2 px Obgleich sie dich Verstoßene nennen, es bleibt das alte Zion, wenn auch Keiner sich danach umschaut (Jerem. 30, 17). Und darum bist und bleibst du gebunden an den Herrn und sein Wort, wie eine Tochter an den Vater, wie ein Weib an den Mann bist und bleibst gebunden an das Wort, das du gegeben, das der Herr gefordert und gebilligt, das kann kein Potentat noch Rabbiner dir lösen: 12P1 .17 L"77.71 .7P2L' 21'2 r?2L'1 121p' 72'25 .772X -'L X ''72X1 '775 — Ja, der Herr, der Mann hat's gehört und vernommen, und willig und gern sein göttliches Ja dazu gesagt, darum bleibt es bindend für ewige Zeiten! Amen." Pädagogische Aphorismen (in Briefen) mitgetheilt von U. * * * Viercer Brief. Lieber Freund Wie die häusliche Erziehung zu ergreifen, und so successive die Bildung des Zöglings zu leiten, zu vergeistigen, zu erhöhen, Hand in Hand gehend mit den Bemühungen des Leyrers, der am Werke her Er, ziehung und des Uncernchcs gewissenhaft arbeiten soll, habe ich bereits vorgeführr. Ehe ich jedoch zur zweiten Sphäre der Educarion, zur Schule fortschreite, will ich noch einen Blick weifen auf die frühere Periode Israels, wie in derselben diese Seire der Erziehung, nämlich der häuslichen, gepsiegr wurde.

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